Seen und Gipfel mit Blick auf die Zugspitze

Diese Tour gehört zu meinen persönlichen Top Ten. Verwunschene Bergseen, in denen sich die umliegenden Gipfel spiegeln, spektakuläre Aussichten und auch noch nicht allzu fordernd. Eine Traumtour, die nicht viel Kondition erfordert, aber wirklich abwechslungsreich ist. Sensationell auch die Lage der Coburger Hütte oberhalb des Drachensees. Und die meiste Zeit habt Ihr die Südseite der Zugspitze im Blick. Wenn Ihr die Bilder seht, werdet Ihr bestimmt gleich los wandern wollen. Also worauf wartet Ihr?

Ehrwald in Tirol

Dieser scheinbar nicht enden wollende Sommer beschert uns auch im September noch traumhafte Tage und so beschließe ich mal wieder zu einer Wanderung aufzubrechen. Noch sind Ferien und weil ich den Verkehr rund um Garmisch fürchte, nehme ich auch heute den Zug und fahre nach Ehrwald in Tirol.

Das Städtchen liegt am Fuß der Südseite der Zugspitze auf 994 m in einem ehemals sumpfigen Becken. Leermoos und Biberwier liegen in derselben Talsohle. Vom Ort fahren zwei Bergbahnen, die Euch auf die Berge bringen. Zum einen die Zugspitzbahn und dann noch die Ehrwalder Almbahn. Vom Bahnhof Ehrwald fährt ein Bus rund um das Tal. Bei der Ankunft seid Ihr so in ca. 10 Minuten an der Ehrwalder Almbahn. Bei der Rückfahrt müsst Ihr entweder die ganze Tour über Leermoos und Biberwier machen, oder aber Ihr steigt am Ehrwalder Kirchplatz aus und lauft noch ca. 10-15 Minuten zum Bahnhof. Ich habe auf der Rückfahrt die Runde gedreht. Die Fahrzeiten des Busses sind so getaktet, dass Ihr genau zur Abfahrt des Zuges am Bahnhof in Ehrwald seid. Wenn unterwegs aber Stau ist, kann das schon mal schief gehen.

Entgegen meiner sonstigen Gepflogenheiten fahre ich heute mit der Bahn auf den Berg. Andernfalls kämen noch einmal ca. 500 Höhenmeter im Auf- und Abstieg hinzu und das könnte zeitlich eng werden mit der Bahnanbindung. Während der Auffahrt sehe ich zu meiner Rechten schon die Gipfel des Hohen Lehner und der Tajaköpfe. Dort werde ich heute unterwegs sein. Ich habe mal wieder Glück und das Wetter ist traumhaft.

Zum Seebener See

An der Alm geht es auch gleich los. Ein gut ausgebauter Forstweg führt mich unterhalb der Zugspitze mit leichter Steigung weiter ins Tal. Auf den Wiesen grasen schottische Highland Rinder. Die Landschaft ist beeindruckend. Vor allem das Massiv  des Wettersteingebirges mit der Zugspitze schaut auch von der Südseite überwältigend aus. Hinter dem Gasthof Alpenglühen macht der Weg eine breite Kehre und steigt langsam nach oben. Ich bin nun umgeben von dichtem Wald und es ist angenehm kühl. Es sind auch wieder ganz schön viele Menschen unterwegs. Auch viele Mountainbiker. Aber der breite Weg lässt Platz für jeden.

Nach einer Weile geht es dann noch einmal ein Stück bergab bis zur Abzweigung zum Igelsee. Den werde ich heute nicht sehen, aber dafür komme ich an drei anderen Seen vorbei, die traumhaft liegen. Über den Bäumen tauchen immer wieder die umliegenden Gipfel auf.  Ich werde auf dieser Tour keinen davon besteigen. Die Tajaköpfe würden zwar auf dem Weg liegen, aber ich fürchte, dass das zeitlich nicht zu schaffen ist. Außerdem kommt man nur über einen Klettersteig zum Vorderen Tajakopf.

Nach einer Weile wird der Wald wieder lichter und zu meiner Linken blicke ich auf die Seebenwände, eine riesige Felswand, die Lust auf Klettern macht. Zu meiner rechten taucht immer wieder das Massiv der Zugspitze auf. An der Ehrwalder Alm habe ich gesehen, dass es von dort einen Weg auf den Gipfel gibt, der in „nur“ 6 Stunden zu bewältigen ist. Der kommt auf die Bucket List. Runter kann man dann ja mit der Bahn fahren. Der Weg steigt nur sehr gemächlich an und so fühlt sich das bis jetzt noch eher wie ein Spaziergang an. Da ich aber insgesamt 885 m überwinden muss, wird es wohl noch steiler werden. Im Wald treffe ich immer wieder auf Schafe, die hier grasen. Da ich keine Zäune gesehen habe, frage ich mich, wie die Bauern die wieder einfangen im Herbst.

Es ist traumhaft schön hier. Lichter Wald wechselt sich mit grünen Almwiesen ab. An einer Abzweigung verlasse ich den Forstweg und gehe nun auf einem weichen Waldpfad. Ihr könnt auch auf dem Forstweg bleiben der bringt Euch auch zur Seebener Alm. Mir ist der Pfad lieber.

Schon bald erreiche ich die Seebener Alm. Wenn Ihr von der Talstation los geht, kommt Ihr hier auf den weiteren Weg. Hier gäbe es die erste Möglichkeit für eine Hüttenpause. Aber da die Alm noch im Schatten liegt und es hier recht kühl ist, gehe ich erst mal weiter. Außerdem wäre es nach ca. 1 Stunde noch zu früh schon eine längere Pause einzulegen. Und immer wieder der Blick auf die Zugspitze gegenüber. Aber auch Blicke ins Leermooser Becken mit dem Daniel im Hintergrund.

Hinter der Alm kommt dann der erste richtige Anstieg. Zwischen der Ehrwalder Alm und der Seebener Alm habe ich gerade mal ca. 70 Höhenmeter überwunden. Da muss es also irgendwann mal hoch gehen. Die Forststraße geht zuweilen steil, meistens aber in Kehren am Berg entlang. Nach etwa 20 Minuten stehe ich dann vor dem See. Vor mir erheben sich die Gipfel der Tajaköpfe, des Drachenkopfs und des Hohen Lehner über dem See und spiegeln sich im Wasser. Ein geniales Naturschauspiel. Und das mehr oder weniger direkt vor meiner Haustür.

Während ich am See entlang gehe, bin ich immer wieder überwältigt von diesen Spiegelungen. Sagt selbst, ist das nicht der Wahnsinn? Sowas habe ich noch nicht gesehen. Blauer Himmel, blaues Wasser und dazwischen grüne Wälder und beeindruckende Gipfel. Hier hätte man die Almhütte bauen sollen und nicht weiter unten.

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Seebensee

Als ich fast am Ende des Sees angelangt bin sehe ich dann wie die Zugspitze sich im Wasser spiegelt. Ein majestätischer Anblick. Den muss ich ein paar Minuten genießen.

Vom See geht es noch ein Stück ziemlich eben über eine Wiese zum Ende des Tals. Dort kommt dann der nächste Anstieg, der wieder etwas steiler wird. In Serpentinen windet sich der Pfad immer weiter nach oben. Langsam wird es auch wieder recht warm in der Sonne. Aber am Ende dieses Anstiegs wartet mit der Coburger Hütte ja eine Belohnung. Ich bin erstaunt wie viele Wanderer hier noch unterwegs sind. Andererseits ist das bis hierher ein relativ leichter Weg, den man auch mit weniger Kondition gut gehen kann.

Während des Anstiegs zur Hütte geht der Blick immer wieder zurück ins Tal zum See und zur Zugspitze. Hinter der Hütte erhebt sich eine Felswand in den blauen Himmel. Auf den Seiten wird der Weg flankiert von den Tajaköpfen. Immer wieder muss ich kurz anhalten um diese Schönheit zu bewundern. Und auch hier im Latschenwald treffe ich wieder auf Schafe. Auf der Wiese im Tal kämen die ja leichter an Futter.

Und dann ist es geschafft. Ich stehe an der Coburger Hütte. Und habe einen atemberaubenden Blick. Jetzt ist erstmal Zeit für eine etwas längere Rast. Die Speisekarte bietet typisch Tiroler Köstlichkeiten, aber auch Spaghetti Bolognese. Die ess ich dann wieder zu Hause. Hier gibt es erst mal Kasknödel mit Salat. Lecker. Hier könnte ich es länger aushalten. Ein Traum.

Gleich hinter der Hütte folgt das nächste Highlight. In einer tiefen Mulde liegt der kleine Drachensee. Auch hier wieder türkisblaues Wasser, in dem sich die umliegenden Gipfel spiegeln. Ist das nicht einfach traumhaft. Ihr seht, ich war wirklich überwältigt von der Landschaft während dieser Tour. Ich glaube ich habe die Worte fantastisch, überwältigend und traumhaft noch nie so oft verwendet wie in der Beschreibung dieser Tour. Also überlegt nicht lange und schaut Euch das selbst an. Und danach schickt mir Eure Attribute, die Ihr dieser Wanderung zuordnen würdet.

Nach meiner Rast muss ich zunächst einen kleinen Abstieg fast bis zum See machen. Dabei entdecke ich dann tatsächlich zwei Leute, die im See baden. Mir wäre das Wasser ja zu kalt. Aber eine kostenlose Erfrischung ist das auf alle Fälle. Vom See aus geht es dann wieder steil bergauf bis zu einer Mulde, auf der mal wieder Schafe grasen. Und einige Wanderer haben hier ihre künstliche Ader entdeckt und mit den Steinen kleine Kunstwerke im Gras geschaffen. Schaut witzig aus.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Nach der Diashow vom Drachensee mit seinen tollen Spiegelungen hier noch weitere Bilder vom Aufstieg zum Tajatörl.

Nach Durchquerung dieser Grasmulde wird es dann richtig steinig und Ihr braucht Trittsicherheit. Über Felsen und Geröll geht es steil nach oben. So nah an den Felswänden der Gipfel wirken diese noch dramatischer als aus der Ferne. Inzwischen tauchen auch wieder harmlose weiße Wolken am Himmel auf, die aber als Farbtupfer am Himmel willkommen sind. Der letzte Anstieg von der Hütte zum Tajatörl ist das anstrengendste Stück der heutigen Tour. Aber nicht so, dass man komplett aus der Puste kommt.

Und dann habe ich es geschafft. Ich stehe mitten im Geröll am Tajatörl auf 2259 m. Zum Gipfel der Tajaköpfe wären es von hier noch einmal etwa 150 – 200 Höhenmeter. Die Gehzeit ist mit ca. 30 Minuten pro Strecke angegeben. Aber heute habe ich keine Lust mehr noch höher hinauf zu steigen. Am Törl sitzen zwei Frauen, die auf ihre Männer warten, die nicht ohne den Gipfel zurück ins Tal wollten. Hier im Geröll wächst gar nichts mehr und man kriegt so ein bisschen das Gefühl in einer Wüste zu stehen. Und die Aussicht ist der Hammer.

Auf der Westseite sieht man zum Drachenkopf und auf den Weg, über den ich gerade aufgestiegen bin. Im Osten schweift der Blick über ein schier endloses Geröllfeld, durch das ich gleich absteigen werde und weit in die Mieminger Berge mit dem Igelskopf. Was da vor mir liegt nennt sich das Brendlkar, das wohl bei Skitourengehern sehr beliebt ist. Ich kann nicht über Schnee abfahren, sondern darf mich hier durch das Geröll quälen.

Teilweise ist in dem Geröll ein Pfad zu erkennen und ich komme auf diesen Strecken gut vorwärts. An manchen Stellen gibt es aber keinen erkennbaren Pfad. Das Geröll ist ja immer in Bewegung, sodass es keinen Sinn machen würde einen richtigen Pfad anzulegen. Mein Tipp für solche Felder: Haut Eure Hacken richtig in den Schotter. Das gibt Euch etwas mehr halt und Ihr rutscht nicht ganz so wild. Auf diese Weise kommt Ihr ganz gut durch dieses unwegsame Gebiet.

Die Strecke durch dieses Geröll zieht sich ein bisschen. Aber das schaut schlimmer aus, als es ist. Man kommt da ganz gut durch. Und während Ihr hier langsam absteigt, habt Ihr noch Zeit die faszinierende Bergwelt um Euch herum zu bewundern. Offensichtlich bin ich aber der Einzige, der diesen Weg geht. Die anderen Wanderer sind wohl zur Coburger Hütte zurück und haben denselben Weg genommen, über den sie aufgestiegen sind.

Irgendwann habe ich es dann geschafft und bin wieder auf festem Wiesenboden unterwegs. Nachdem ich die Zugspitze nun eine Weile nicht mehr im Blickfeld hatte, taucht Sie nach einer Kehre wieder am Horizont auf. Gemütlich schlendere ich nun Richtung Tal.

Nach einer Weile erreiche ich den dritten See während dieser Tour. Der ist recht klein und daher funktioniert das mit den Spiegelungen nicht so toll, wie an den anderen beiden. Am Wegesrand sehe ich dann auch wieder Almrosen, deren Laub sich schon herbstlich verfärbt hat. Schaut fast so schön aus, wie wenn sie blühen. Der Pfad führt nun wieder direkt auf die Zugspitze zu.

Irgendwann macht der Weg einen Schwenk nach links und führt an den Fuß einer Felswand. Hier kommt noch ein kurzes aber fieses Stück Geröll. Also Hacken rein und ein bisschen runter rutschen. Dann seid Ihr da schnell drüber. Dahinter kommt dann ein angenehmer Waldpfad.

In diesem Wald sehe ich noch ein paar Schafe und frage mich noch mal wie die Besitzer die wieder finden. Die Ausblicke auf die Zugspitze werden nun noch von schönen weißen Wolken gekrönt. Der Wald ist mal dicht, mal sehr locker und in der Nachmittagssonne ist es angenehm warm. Ich genieße die Ruhe. Mit der ist es dann allerdings vorbei, als ich wieder auf den Weg treffe, den ich heute Morgen zur Seebenalm gegangen bin.

Kurze Zeit später bin ich dann auch wieder an der Ehrwalder Alm und sehe noch ein paar ungewöhnliche Rinder. Die zwei Kälber ließen sich absolut nicht stören von den Menschen. Sind die nicht süß, wie sie da so zusammengerollt auf der Wiese liegen?

Bevor ich aber ins Tal fahre gönne ich mir noch eine Brotzeit auf der Alm und genieße noch einmal den Blick auf die umliegenden Berge. Was für ein perfekter Tag. An der Talstation stelle ich dann fest, dass der Bus die große Schleife durchs Tal fährt, bevor er zum Bahnhof kommt. Ein Check der Uhrzeit verrät mir aber, dass ich das zeitlich schaffen sollte und so nehme ich das noch mit. Quasi als Sightseeingtour.

Ich hoffe der Post hat Lust auf die Tour gemacht. Lasst mich wissen, wie es Euch gefallen hat. Auch nachdem Ihr die Tour selbst gegangen seid.

Panoramic summit in the Karwendel mountains

Even if you have to climb almost 4000 ft. to the summit, this tour is easy to do as long as you are in good shape. The ascent is long but not too steep and you will be rewarded with fantastic views of the Karwendel mountains. Due to the excellent connection with public transportation from/to Lenggries you can leave your car at home. During the tour you will come to the Tölzer Hütter a marvellous spot for a lunch break. At the end of the tour there is another mountain restaurant waiting for you.

 

The journey to the mountains

This summer was long and hot and so I couldn’t go hiking as often as I wanted to. When the temperature finally fell below 86 F and no thunderstorms were announced I just had to go. Early in the morning I am taking the train from Munich to Lenggries. From there I continue with the Bergsteigerbus (sorry only in German) direction Engalm. The departure time of the bus is matched with the arrival of the train so you don’t have to wait for a long time. Soon I have reached the starting point at the „Aufstieg Tölzer Hütte“. It’s 9 a.m. and here at about 3000 ft. it still is fresh. Full of energy and anticipation I start todays hike.

 

The ascent

At the beginning I walk along a rocky forest trail. It is good to walk and climbs slowly towards the summit. At the end of August there aren’t that many flowers around but there are other interesting things to see along the path. Just like this tree trunk with holes in it. I enjoy this crisp and invigorating mountain air. Magnificent! Slowly I find my rhythm and realize that my muscles are coming into operational mode. Every now and then I get a peek of the dramatic Karwendel mountains through the trees. Todays tour leads through the German-Austrian border area. The summit itself sits right on the border.

 

A short time after I see the Lalider walls for the first time. That brings back memories of one of my favourite tours. Here’s the link. The trail is winding itself slowly uphill in long turns. Here in the woods it still is pleasantly fresh. The sun is shining from a deep blue sky and on the occasions where it is possible I enjoy great views. That enhances the anticipation of the summit. The view shoud be spectacular today.

 

And then I do find some flowers along the path. Not as exotic and spectacular as in spring and early summer but still very pretty. Even the trail is not too steep I quickly gain height.

 

On a clearing this beautiful Bavarian Gentian is smiling at me. Short time after I come across this spongy mushroom. Looks like one of those real sponges from the sea you can buy for your bathroom. On Wikipedia I read that you can’t eat this mushroom but it makes gret decoration material in your house. I think there are nicer things to be placed in my home.

 

After about 1.5 hours I am leaving the woods and come into open terrain. That makes even more spectacular panoramic views. I can see the summit of the Soiernspitze in the Bavarian part of the Karwendel nature park. Fantastic. Whenever I get such views I realise why I am taking this agony of ascending these mountains. Such panoramic views you will only get when you climb a mountain. Tell me. Isn’t that impressive?

 

Soon after I reach this bifurcation. There are two choices how to continue. I choose the left trail that leads through a light forest and soon I get the first glimpse of the Tölzer Hütte. That’s my first goal for today. What would a hike in the mountains be without a break in one of those great rustic cabins. Two guys that have chosen the right trail do arrive just shortly after me. I can’t tell for sure but I do believe that you will get the better views if you take a left at that bifurcation. To me it looked like the right trail is leading through some kind of a valley to the top.

 

I am full of admiration of this great scenery – the Karwendel mountains are for me one of the most impressive massifs in the Alps – and enjoy the sun and fresh air. Let me give you some background info on those mountains. The name derives from the old German family name of Gerwentil and was originally used for the Karwendel valley next to Scharnitz in Austria. To the west it borders on Seefeld, Tirol and the Isar valley, to the north it spreads to the Isarwinkel and Sylvensteinspeicher (an artificial lake), to the east the border is the Achensee and to the south it spreads all the way to Innsbruck. Characteristic are the rocky summits made of chalk that rise up to 9000 ft. (Birkarspitze).

All of a sudden I realise a movement next to me. I have to admit that I was startled for a short time. There are adders in this region. But today it is just the toad you can see above. I am surprised to see one here on the mountain where there is no water around.

 

The closer I get to the cabin the better gets the view of the Delpsjoch next to it. From the west it looks like a grassy mountain but on the eastern side you see the dramatic break-off on the summit. Together with the opposite ridge of the Schafreuter it bilds a dell with grazing cattle. And then I do reach the Tölzer Hütte.

The Tölzer Hütte

 

The Tölzer Hütte (sorry only in German) sits on 6000 ft. which means that I did already climb about 2700 ft. today. Most certainly I will have a break here. First of all I enjoy a non-alocoholic beer. This brings back some energy that I will need for the rest of the ascent of about 850 ft. On top I  am hungry and I have to choose between bacon-, cheese- or spinach dumplings. I am going for the cheese version and they are delicious. All natural and home made with ingredients from the area. That’s what I call sustainable. Great! With my money I not only support the innkeepers but also the farmers in the area and therefore am doing my part to keep old traditions alive.

 

With such a gorgeous surrounding it is hard to get up and continue the hike. So I am having another non-alcoholic beer and enjoy the great weather. But at one point I have to get going. I don’t want to sleep up here. Despite it being one of my points on my bucket list. Right behind the cabin the trail rises for a short time steeply over very rocky terrain.

 

The final ascent

It looks more dramatic than it actually is. If you wear good shoes this part is no problem. Provided it is dry. But today I don’t have to worry about this. There still is no cloud to see on the sky. Only deep blue.

Just a few steps below the summit there is a „forest“ made of cairns. I couldn’t find out if this has a special meaning. Usually they are being built as signs showing you the way when there are no other signs. The cairns here were supposedly built as a form of art.

It is very interesting to see and these pieces of art make a nice detail on the pictures with the great panorama of the Karwendel as a backdrop. Don’t you think?

Only a few minutes later I am finally at the top of the mountain and can enjoy a breathtaking 360° panorama. It smells strongly of cow manure and so it is no suprise when a fellow hiker that arrives just after me says that he now knows why this mountain is called Schfareuter (Schaf meaning sheep).

The summit cross

In 2016 the summit cross was hewn with an axe by a lunyatic, dammaging it that bad that it had to be taken down. The same guy has apparently dammaged 2 other crosses in the same way. A few weeks later a few young men – apparently belonging to a right extremist group – deploy a new cross. This was replaced by the section Tölz of the German Alpine Association. The new cross was found a month later totaly destroyed on the summit. Why the hell are they doing such things?

From the summit I have a view over the complete Karwendel massif. To the north I can see way down in the valley the Sylvensteinspeicher and the alpine upland. I love this change between green grassy mountains and the rocky summits. I am overwhelmed. Despite the smell I spend a few minutes on top of the summit before I start the descent.

The northwestern side of the mountain is grassy and therefore easy to walk. If you think the direct path from the Tölzer Hütte is too difficult for you you can traverse below the summit and ascent via the Kälbereck which is on 5800 ft. I would assume that this path will take about twice as long as the direct ascent.

The descent

On the western side of the moutnain I see a big golden stain in the rocks. It really shimmers like pure precious metal in the sun. But I don’t think that this is real. Otherwise somebody would have taken it already. A last time my sight goes to the Lalider walls before I walk across the pasture towards the valley.

When I turn around to look back at the summit I can see this white cloud coming up behind it. This wasn’t there 10 minutes ago. The weather in the mountains can change quickly. On a perfect blue sky there can be dark clouds with a potential of a storm within minutes. I have witnessed such changes already. There are more and more clouds showing up on the sky but only the harmless white ones that cater to the cliché of the typical blue and white of Bavaria.

The path leads now through a forest of mountain pine along a rock fall. But even if you are afraid of heights you should be able to manage this. Occasionally it is a bit rocky but not dramatically.

After about 45 minutes I reach the Moosenalm that sits in a small hollow between pastures and rocks. This alp is private and so no place for a break with a fresh drink. That’s a shame. It has a pittoresque surrounding. On the other hand my tour will be ending at the Oswaldhütte. There I can get a fresh drink.

Shortly behind the Moosenalm there is a junction and the marked path leads through a somewhat swampy terrain before it runs steeply and difficult to walk into the valley. Usually I do prefer such paths over a road but this one did get so strenous that I did wish I wouldn’t have taken this turn. The whole tour was rather easy to walk but this last stretch did take more of my energy than the rest of the hike. Therefore I would recommend to stay on the forest road that is the access road for the Moosenalm. It may take a bit longer but you won’t be completely exhausted when you arrive at the Oswaldhütte.

Finally I can see the Oswaldhütte and therefore I do have my goal in front of me. Just before I do reach the cabin I can hear water burbling in a creek. That’s exactly what I need now. Cold water to sink my feet in. So I turn off my shoes and socks and treat myself to a benefaction. This has never felt better. Despite my long breaks at the Tölzer Hütte and the summit I have to wait fo 2 hours before the bus to Lenggries is picking me up. But at the Oswaldhütte the waiting time is fun. I have a fresh non-alcoholic beer in front of me and a great view of the mountains. What else do I need? This ends another perfect day in the mountains and I am looking forward to my next hike.

I hope you liked this post as well as my others and please do not hesitate to send me your comments.

 

Aussichtsgipfel im Karwendel

Auch wenn Ihr bei dieser Tour 1.200 Höhenmeter bis zum Gipfel aufsteigen müsst, ist die Tour mit einigermaßen Kondition gut zu schaffen. Der Aufstieg ist zwar lang, aber nicht allzu steil und belohnt Euch immer wieder mit traumhaften Ausblicken auf das Karwendelgebirge. Durch die gute Anbindung mit dem Bergsteigerbus ab/bis Lenggries kann man das Auto zu Hause stehen lassen und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen. Unterwegs erwartet Euch mit der Tölzer Hütte eine sehr gute Einkehrmöglichkeit. Auch am Ende der Tour wartet noch eine Hütte auf Euch.

Die Anreise

Der Sommer war lang und heiß und so kam ich nicht so oft zum Wandern, wie ich gehofft hatte. Als es dann endlich mal unter 30° haben sollte und auch keine Gewitter angekündigt waren, gab es kein Halten mehr. Mit dem Zug fahre ich am frühen Morgen von München zunächst nach Lenggries. Von dort geht es weiter mit dem Bergsteigerbus Richtung Engalm. Die Abfahrtszeit des Busses ist auf den Zug abgestimmt, sodass es hier keine Wartezeit gibt. Und so stehe ich schon bald mitten in der Natur an der Haltestelle Aufstieg zur Tölzer Hütte. Es ist 9 Uhr Morgens und hier auf 903 m noch angenehm frisch. Voller Energie und Vorfreude mache ich mich also auf den Weg.

Der Aufstieg

Zunächst führt der Weg über einen felsigen Waldpfad. Der ist aber gut zu gehen und steigt gemächlich nach oben. Ende August gibt es nicht mehr viele Blüten, aber dennoch gibt es am Wegesrand interessante Dinge zu sehen. So wie diesen löchrigen Baumstamm oben. Ich genieße endlich wieder diese frische und belebende Bergluft. Herrlich! Langsam finde ich auch meinen Rhythmus und merke, dass meine Muskeln in Betriebsmodus kommen. Durch die Bäume hindurch hat man dann auch immer wieder mal spektakuläre Blicke auf die bayrischen Berge des Karwendel. Die heutige Tour führt mich durch das deutsch-österreichische Grenzgebiet. Der Gipfel liegt genau auf der Grenze.

Nach kurzer Zeit sehe ich dann zum ersten Mal auf die Laliderwände. Erinnerungen an eine meiner schönsten Touren werden wach. Den Link zu dieser Tour findet Ihr hier. In langgezogenen Kehren windet sich der Pfad langsam nach oben. Hier im Wald ist es immer noch angenehm frisch. Die Sonne lacht vom tiefblauen Himmel und an den Stellen, die es ermöglichen, habe ich eine fantastische Sicht. Das steigert die Vorfreude auf den Gipfel. Von dort muss die Aussicht heute gigantisch sein.

Und dann finde ich doch ein paar Blumen am Wegesrand. Die sind nicht so außergewöhnlich wie die Blüten im Frühjahr und Frühsommer, aber ich finde sie dennoch sehr schön. Auch wenn der Weg nicht sehr steil ist, gewinne ich doch recht schnell an Höhe.

Auf einer Lichtung lacht mich dieser schöne Bayrischen Enzian an. Kurz danach entdecke ich am Stamm einer Fichte diesen Schwammpilz. Schaut aus wie ein Badezimmerschwamm. Auf Wikipedia habe ich gelesen, dass man ihn nicht essen kann, aber gut als Dekomaterial verwenden. Ich finde es gibt Schöneres für die Wohnung.

Nach gut 1,5 Stunden verlasse ich den Wald und erreiche offenes Gelände. Somit wird die Aussicht noch schöner. Ich kann nun die Gipfel um die Soiernspitze im bayrischen Teil des Naturparks Karwendel sehen. Traumhaft schön. Bei solchen Aussichten wird mir immer wieder bewusst, warum ich mir die Qualen des Aufstiegs antue. Solche Panoramen bekommt man eben nur, wenn man auf einen Berg steigt. Sagt selbst. Ist das nicht wunderschön?

Bald stehe ich an einer Gabelung. Hier gibt es zwei Möglichkeiten weiter zu gehen. Ich entscheide mich für den linken Pfad. Der führt durch den lichter werdenden Wald und schon bald sehe ich auch die Tölzer Hütte zum ersten Mal. Das ist für heute mein erstes Ziel. Denn was wären die Bergtouren ohne eine Einkehr auf einer Hütte. Zwei Jungs, die sich an der Gabelung für den rechten Weg entschieden haben kommen nur kurze Zeit nach mir zur Hütte. Ich kann es nicht sicher sagen, aber ich glaube, dass Ihr auf dem linken Pfad die bessere Aussucht habt. Für mich sah es so aus, als ob der rechte Pfad durch eine Art Hochtal nach oben führt.

Ich bin voller Bewunderung für die sagenhaft schöne Landschaft – das Karwendel zählt für mich zu einem der beeindruckendsten Gebirgsstöcken der Alpen – und genieße die Sonne und die frische Luft. An dieser Stelle noch ein paar Infos zum Karwendel. Der Name leitet sich ab vom altdeutschen Familiennamen Gerwentil und galt ursprünglich nur für das Karwendeltal bei Scharnitz. Im Westen ist die Grenze bei Seefeld und dem Isartal, im Norden der Isarwinkel und der Sylvensteinspeicher, im Osten der Achensee und im Süden reicht der Gebirgsstock bis nach Innsbruck. Charakteristisch sind die Felsengipfel aus Kalk, die sich auf bis zu 2.749 m erheben (Birkkarspitze ).

Plötzlich sehe ich aus dem Augenwinkel, wie sich neben mir etwas bewegt. Ich muss zugeben, dass ich mich kurz erschrecke. Immerhin gibt es hier in den Bergen ja auch Kreuzottern. Aber heute ist es nur die Kröte, die Ihr oben seht. Ich wundere mich, dass es die hier am Berg gibt, wo doch weit und breit kein Wasser zu finden ist.

Je näher ich der Hütte komme, umso besser wird meine Sicht auf das gegenüberliegende Delpsjoch. Von der Westseite schaut es aus, als ob das ein mit Gras bewachsener Berg wäre, aber auf der Ostseite sieht man dann den dramatischen Abbruch am Gipfel. Dieser bildet zusammen mit dem gegenüberliegenden Grat des Schafreuters eine Mulde, in der Kühe grasen. Und dann bin ich endlich an der Tölzer Hütte.

Die Tölzer Hütte

Die Tölzer Hütte liegt auf 1.835 m und somit habe ich schon 830 Höhenmeter hinter mir, als ich dort ankomme. Klar, dass ich hier eine kurze Rast einlege. Zunächst gibt es erstmal ein alkoholfreies Weißbier. Das gibt wieder frische Energie, schließlich habe ich ja noch einen, wenn auch kurzen Anstieg von ca. 260 m vor mir. Hunger habe ich inzwischen auch und so muss ich mich entscheiden, ob ich lieber Speck-, Käse oder Spinatknödel haben möchte. Ich entscheide mich für die Käsevariation und die sind wirklich köstlich. Natürlich Alles hausgemacht mit Zutaten von lokalen Lieferanten. Sowas nennt man dann nachhaltig. Finde ich sehr gut. Mit meinem Geld unterstütze ich so nicht nur die Hüttenwirte, sondern auch die Landwirte der Gegend und trage so mit einem kleinen Teil zum Erhalt der Traditionen bei.

Bei dieser fantastischen Aussicht fällt es mir schwer mich wieder los zu reißen. Also gönne ich mir noch ein zweites alkoholfreies Weißbier und genieße das tolle Wetter. Irgendwann muss ich dann aber doch los. Ich will ja nicht hier übernachten. Wobei das vielleicht auch mal noch auf meiner Bucket List steht. Direkt hinter der Hütte geht es zunächst ein kurzes Stück über einen sehr felsigen Weg steil nach oben.

Der letzte Anstieg

Das schaut dramatischer aus, als es ist. Mit guten Schuhen ist das kein Problem. Vorausgesetzt es ist trocken. Aber darüber muss ich mir heute keine Sorgen machen. Es ist noch immer kein Wölkchen am Himmel zu sehen. Nur tiefes Blau.

Kurz unterhalb des Gipfels gibt es einen ganzen „Wald“ aus Steinmandln. Ich konnte leider nicht heraus finden, ob es damit eine besondere Bewandnis hat. Normalerweise werden sie als Wegweiser in unwegsamen Gebieten aufgeschichtet. Die Ansammlung, die Ihr hier findet ist wohl von kunstsinnigen Menschen errichtet worden.

Auf alle Fälle sehr interessant anzuschauen. Außerdem sind die Kunstwerke ein schönes Detail auf Fotos mit dem Panorama der Karwendelberge im Hintergrund. Oder nicht?

Nur wenige Minuten später stehe ich dann auf dem Gipfel und habe nun ein atemberaubendes 360° Panorama vor mir. Es duftet nach frischem Kuhdung und so ist es nicht verwunderlich, dass einer der Wanderer, der nach mir ankommt sagt, dass er jetzt weiß warum der Berg Schafreuter heißt.

Gipfelkreuz

Das Gipfelkreuz wurde 2016 von einem Gestörten mit einer Axt so stark beschädigt, dass es abgebaut werden musste. Der gleiche Typ hat mutmaßlich vorher schon 2 andere Gipfelkreuze auf die gleiche Weise beschädigt. Eine Woche später haben junge Burschen, die man einer rechtsextremen Vereinigung zuordnet, ein neues Kreuz aufgestellt. Dieses wurde dann durch ein Kreuz der Sektion Tölz ersetzt, welches aber nach einem Monat wieder komplett zerstört auf dem Gipfel gefunden wurde. Warum bitte macht man so was?

Der Blick auf dem Gipfel schweift über das gesamte Karwendel. Im Norden erblickt man tief im Tal den Sylvensteinspeichersee und das Voralpenland in der Ferne. Traumhaft dieser Wechsel von grünen Bergen und felsigen Gipfeln. Ich bin überwältigt von diesem Anblick. Trotz des nicht so prickelnden Geruchs, verweile ich ein paar Minuten auf dem Gipfel, bevor ich mich an den Abstieg mache.

Die Nordwestseite des Schfareuters ist mit Gras bewachsen und daher sehr einfach zu begehen. Wem also der Weg über den direkten Anstieg von der Tölzer Hütte zu schwierig scheint, der kann unterhalb des Gipfels queren und dann vom Kälbereck auf 1.757 von der Nordseite aufsteigen. Dieser Weg dürfte aber mindestens doppelt so lange brauchen, wie der direkte.

Der Abstieg

Am westlichen Ende des Gipfelgrats fällt mir in der Felswand ein großer goldener Fleck auf. Der leuchtet in der Sonne wirklich wie pures Edelmetall. Das wird es wohl aber nicht sein, sonst wäre da ja schon jemand dort gewesen und hätte das mitgenommen. Noch einmal schweift mein Blick rüber zu den Laliderwänden und dann geht es einmal querfeldein über die Wiese in Richtung Tal.

Als ich mich noch einmal umdrehe um zum Gipfel zu schauen, sehe ich da plötzlich diese weiße Wolke auftauchen. Die war vor 10 Minuten noch nicht zu sehen. Das Wetter in den Bergen kann sich ja recht schnell ändern und dass an einem strahlend blauen Himmel innerhalb von Minuten schwarze Gewitterwolken auftauchen, habe ich schon selbst erlebt. Es tauchen nun immer mehr Wolken am Himmel auf, aber immerhin sind es nur harmlose weiße Wolken, die mal wieder das typische bayrische blau-weiß Klischee fördern.

Der Pfad führt nun durch Latschenwald an einem Felsabsturz entlang. Das sollte aber auch von Leuten mit Höhenangst zu bewältigen sein. An manchen Stellen wird es ein bisschen felsig, aber auch das ist nicht dramatisch.

Nach ca. 45 Minuten erreiche ich die Moosenalm, die in einer kleinen Talmulde zwischen Wiesen und Felsen liegt. Die Alm ist privat, also nicht bewirtschaftet und somit keine Raststation. Schade. Die liegt in einer malerischen Umgebung. Andererseits komme ich ja am Ende meiner Tour zur Oswaldhütte. Dort gibt es dann nochmal was zu trinken.

Kurz hinter der Moosenalm kommt dann eine Abzweigung und der ausgeschilderte Pfad führt zunächst durch sumpfiges Gelände bevor er dann sehr steil und auch sehr schlecht gehbar ins Tal führt. Eigentlich bevorzuge ich solche Pfade, aber der hier wurde irgendwann so anstrengend, dass ich mir wünschte, ich wäre nicht abgebogen. Die ganze Tour war recht einfach zu gehen, aber dieses letzte Stück hat dann mehr Energie gekostet als der ganze Rest der Tour. Daher mein Tipp: Bleibt auf der Forststraße, die als Zufahrt für die Moosenalm genutzt wird. Das dauert vielleicht etwas länger, aber Ihr kommt nicht völlig ausgelaugt an der Oswaldhütte an.

Dann endlich habe ich den ersten Blick auf die Oswaldhütte und somit mein Ziel vor Augen. Kurz bevor ich die Hütte erreiche höre ich dann noch das Plätschern eines Baches. Das ist genau was meine Füße jetzt brauchen. Ein Bad im eiskalten Wasser. Also Schuhe ausziehen und die Wohltat genießen. Das hat sich noch nie so gut angefühlt. Trotz meiner längeren Pausen an der Tölzer Hütte und auf dem Gipfel, bin ich viel zu früh dran und muss noch fast 2 Stunden auf den Bus warten, der mich wieder nach Lenggries bringt. Aber an der Oswaldhütte macht das Warten sogar Spaß. Ich habe ein frisches alkoholfreies Weißbier vor mir stehen und einen genialen Ausblick auf die Berge. Was will man mehr? Und so geht wieder ein toller Tag in den Bergen zu Ende und ich freue mich schon auf meine nächste Tour.

Ich hoffe Euch hat auch dieser Post wieder gefallen und freue mich auf Eure Kommentare.

Höllentalklamm and Kreuzeck

During this diversified tour you will first discover a spectacular canyon, where you will encounter a lot of people at times. In the further course breathtaking views of the Kramer mountain, the Zugspitze and towards the end the Ester and Karwendel mountains await you. If you are afraid of heights you might want to take the alternate route that I will be describing later in this post. On the stretch between the Höllental and Kreuzeck you will come across a few spots where the path is secured with wired rope. During this tour you pass a few cabins where you can take a rest. Sounds interesting? Then continue reading. Enjoy!

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Höllentalklamm und Kreuzeck

Bei dieser abwechslungsreichen Tour entdeckt Ihr zunächst eine spektakuläre Schlucht, in der allerdings oft sehr viele Menschen unterwegs sind. Im weiteren Verlauf erwarten Euch dann spektakuläre Aussichten auf das Kramermassiv, die Zugspitze und gegen Ende das Estergebirge und das Karwendel. Solltet Ihr unter Höhenangst leiden, ist vielleicht die Variante, die später beschreibe eher etwas für Euch. Zwischen Höllental und Kreuzeck sind einige Stellen mit Seilen gesichert. Unterwegs kommt Ihr an einigen Hütten vorbei, an denen Ihr rasten könnt. Hört sich interessant an? Dann lest hier weiter. Viel Spaß!

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Kuhflucht waterfalls and Hoher Fricken

If you want to see an impressive waterfall, you just found your next hike. The „Kuhflucht“ waterfalls are amongst the highest falls in Germany and especially in spring when it has been raining heavily they are spectacular. The tour is rather easy to walk up to the falls but afterwards the path is getting pretty steep on it’s way up the mountain. During the hike you will have great views of Kloster Ettal, the Kramer and the Wetterstein mountains. I had planned to cross the Hoher Fricken and coninue to the Esterberg but due to bad weather conditions I had to turn around at some 1000 ft below the summit. Weiterlesen

Kuhflucht Wasserfälle und Hoher Fricken

Wenn Ihr einen spektakulären Wasserfall sehen möchtet, seid Ihr bei dieser Tour richtig. Die Kuhfluchtwasserfälle gehören zu den höchsten Deutschlands und gerade im Frühjahr, wenn es kurz vorher viel geregnet hat sind sie spektakulär. Bis zu den Wasserfällen ist die Tour relativ einfach zu gehen, danach führt der Weg recht steil zum Gipfel des Hohen Fricken. Unterwegs genießt Ihr atemberaubende Ausblicke auf das Kloster Ettal, das Kramer- und das Wettersteinmassiv. Ich hatte geplant über den Hohen Fricken zum Esterberg zu wandern, musste die Tour dann aber wegen schlechtem Wetter 300 m unter dem Gipfel abbrechen.

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Laber and Ettaler Mandl

Really outstanding mountain panorama with a view of the Zugspitze awaits you during this tour. Sure, there is a road in the valley that connects Oberammergau and Ettal but this would mean that you miss the great views of the surrounding mountains. To reach the summit of the Ettaler Mandl you will have to climb a bit but the route is secured with wire rope and even beginners can do this. I really enjoyed it. At the top of the Laberbergbahn you will find a restaurant where you will not only get great food but also a breathtaking view. The tour is not too strenuous since the ascent is not that steep. What are you waiting for?

001-oberammergau

differnce in height: 3,150 ft. in the ascent, 3,000 ft. in the  descent

walking time: 5h 50 min.

Our winter was rather mild but in March in it came with full force. Especially over the Easter weekend there was heavy snowfall in the mountains. So I had to wait until the end of April before I was able to go on my first hike. To open the season I chose a tour that was not really heavy duty but still gave great panoramic views.

At 7:30 a.m. I am standing at Munichs main station and want to board the train that’ll bring me to Oberammergau. Unfortunately the rail tracks were barred due to an accident and I was told to take the suburban train to Pasing where there will be a bus shuttle service bringing me to Tutzing. When I arrived in Pasing I was looking for the bus but couldn’t find it. So I go to the information desk, wondering if there is already someone that early in the morning. I am lucky in 2 senses. There is somebody and the lady tells me that the suspension is finished and I can get the train I originally planned to go on. 2 hours later I am in Oberammergau.

As a kid I have been there already once. A lot of people have heard of the famous passion play (sorry there is no englisch site) showing the last days of Jesus. The first time it was shown in 1634 and since 1680 they do play it every 10 years (the next date will be 2020). Reason for the play was a promise given when the plague was ravaging the village. The actors are the locals living in ths village. Oberammergau is also known for the murals called „Lüftlmalerei“. They do exist the all over the region but nowhere in such an concentration. With a small detour you can look at these works of art. Or you just enjoy the slide show below. Some of the pictures date from a second visit, hence the clouds.

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It’s really pretty to look at but I am not sure if I would come here just because of it. So when you are in the region go visit the village.

But now it’s time for the mountain. At first you have to cross town . Along St.-Lukas street you follow the signs leading to the open air bath WellenBerg which is very nice and the valley station of the Laberberg cabin. From the train station to the cabin you walk about 1,5 miles. A good leg to warm up.

After a while the road leads to a trail that follows the river „Ammer“. You are still in the middle of town but it is definetly getting more quiet here.

Three weeks ago this was still covered with a good amount of snow. A few days with sunshine and springlike temperatures have changed the scenery and everything is green and in full bloom. That’s what I like about spring when mother nature is coming to life again.

Large trees are offering shade while I continue to walk along the creek and I now see those beautiful meadows shining in a bright yellow.

Soon I reach the WellenBerg. Through the fencing I can see the lawn and the still empty basins. Looks very nice and clean. I think it would be great to come back and spend a day swimming here.

The valley station of the cabin is only a few steps away now. Just this small waterfall and the chapel hidden in the woods are separating me from it.

Here I have to cross the parking lot and look for the sign leading me to the summit of the Laber. That’s easy to find and so I can start the ascent. A few quick shots of the snow covered summits around and off I go.

Crossing a meadow the path leads uphill. Soon I get a great view of the mountains and the beautiful scenery around me. At the moment there are only a few other hikers around. That’ll change later on. Especially on the summit I will meet other hikers and excursionists that didn’t want to walk up the mountain.

At the edge of the forest and on the meadow I can marvel at the first spring flowers. The yellow flower on the top right is a wild primrose the ancestor of the ones you can see in many gardens in the spring time. When I was a kid we used to collect large bouquets and bring them home. They have a nice and decent scent. You can pick the flowers, but taking the roots is prohibited.

A few minutes later I reach a forest road. Here I have to decide wether I want to continue via the Soilasee, a small lake, or take the route leading me across the Schartenköpfe, a ridge leading to the summit of the Laber. The sign towards the Schartenköpfe has a note saying only for experienced hikers. As long as you are not afraid of heights and sure-footed you can ignore it. This is the trail with the greater views.

When you are on that path that you see above you will come along a watering hole and then see a rock sitting in the meadow. I only recognized at the second sight that I will have to take a left here and follow the path into the woods. From time to time you see the gondolas of the cabin flying over your head but most of the time you rather just hear them.

Soon the path runs uphill along a forest aisle and with every foot I gain in height I get a more spectacular view of Oberammergau and the valley. On this path there aren’t many people. Did they get scared by the sign „for experienced hikers only“? I do enjoy the fresh spring air and continue uphill.

At the Laberberg alp I reach the next crossing. Here I can go back down to that lake or continue my way to the summit. On the hillside in front of me I can see signs that have been used for the skiers during the winter. And I am standing in front of the first of quite a few snow fields I will have to cross during the rest of my ascent.

From time to time I see holes in the snow where fellow hikers before me did sink in all the way to their knees. I am lucky and can always find foot prints that allow me to cross those fields without getting wet. There is still a lot of snow around and at some points it is rather difficult to see where the path continues.

The closer I get to the summit of the Schartenkopf the rockier the mountain above becomes. Don’t worry this is not the part where you will have to climb,yet.

A few steps berfore reaching this summit the scenery opens up in the southwestern direction and I get a great view of the Zugspitze. It’s not too far away and when we’re talking about Germany’s highest mountain it’s pretty clear that it has to dominate the region.

I finally do reach the summit of the Schartenkopf. From here on you will have to be sure footed and not afraid of heights. It’s name means head of the notches and to it’s sides you have steep cliffs falling down. But it offers a breathtaking panoramic view.

To the north you overlook the valley of the Ammer and the alpine upland. To the south Kloster Ettal is at your feet and behind the mountain range called Wetterstein with the Zugspitze at it’s western end. These are the moments when I realize why am doing such crazy hikes with the ordeal of the ascent. It is such an uplifting feeling on top of those mountains. I allow myself a few minutes to take in this great view.

The path to the moutain station of the gondolas leads along a small ridge but is easy to walk. Sometimes it is bordered by mountain pine sometimes by spruce which means that you will have loop holes to enjoy the panorama.

All of a sudden you will get a first glimpes of the 2 fingers forming the summit of the Ettaler Mandl. Even when you have reached the highest point of your tour when you reach the mountain station you will not find a cross. It is just the highest point of the ridge that I just have crossed.

Finally comes the second best moment of every tour. I am standing on the terrace of the restaurant at the end of the mountain gondola Laberbergbahn with a really breathtaking  view. In the far you see the Wetterstein mountains and a sumit called Kramer in front. Somewhere in between the two is Garmisch-Partenkirchen.

064-blick vom gasthof laber

I have earned a hearty lunch now. The first non-alcoholic beer fizzles down my throat and the salad made of sausage and cheese arrives in no time. It is presented very nicely and the serving would actually be enough for 2 meals. I have a long descent in front of me so I can burn off all those calories again.

As beautiful as it is here, at one point I do have to continue. There is one more summit waiting for me.

Right next to the restaurant I take a few more shots of the northern view into the alpine upland and off I go. The Ettaler Mandl sits on a lower elevation so I continue downhill. After a few steps I can finally see that small lake I have read about earlier on those signs.

On this side of the mountain the path leads too along some cliffs through the forest. Since I am now walking on the southern side of the mountain the snow is gone. I was fearing that the rocky summit of the Ettaler Mandl will be too slippery and wet to climb but it was dry.

Along the path I come across a few more spring flowers. Like this february daphne. Please do not touch it if yu see one. It is highly poisonous.

On my way to the summit of the Ettaler Mandl I do meet quite a few fellow hikers. I’m wondering what to expect there. And there it is. About 15 people are here with me. Among them a father with his young son just finishing to get buckled up with their climbing gear. I can certainly understand that the boy is wearing this for safety reasons. The rest of the people in front of me are just discussing which is the best fitting equipment. This takes a bit too long for my taste and I decide – somewhat impolite yes – to jump the queue and use an alternative entry into the rock wall.

It looks worse than it actually is. I am no experienced climber by far but since the ascent is secured with ropes I can easily climb this rock. Without any snap hooks and straps around my legs. As a matter of fact it is great fun. Maybe I should start climbing?

And soon I have reached the summit.

 

079-gipfelkreuz ettaler mandl

The view is fantastic. To the south I can see the Wetterstein mountains, to th east I can see across the valley of the Loisach to the Hoher Fricken and Wank. And to the North I see the alpine upland and the Staffelsee.

Since there are quite a few people in line coming up the summit, I can’t enjoy this view as long as I would have wanted to and so I soon begin the descent. There is only one „lane“ so I have to take a few breaks to let the people pass.

After reaching the foot of the rock I follow the signs towards Kloster Ettal.

The path leads through forest which is more dense at some points and less at others. Along the path I can marvel at more spring flowers. Then I reach a point where the path has cut a deep gap into the forest floor.

Every once in a while I can catch a glimpse of Kloster Ettal between the branches.

After around 1.5 hours of a rather leisurely descent I reach the valley floor and the monastery of Ettal. But before I visit this architectural jewel I want to check when the next bus for Oberau ist leaving.

I found the bus stop quickly. As per timetable there is a bus leaving in ten minutes and the next one in 45. So I decide to take the second one and go for a drink. That’s refreshing. I have some time left to explore the monastery and go for a stroll.

This baroque monastery in the middle of the mountains is very beautiful. I am deeply impressed and decide to come back to take a closer look. But now it’s time to catch the bus.

Back at the bus stop I have to realize that I haven’t read the timetable correctly and that I was looking at the operating hours during the week. On saturdays the next bus comes another 45 minutes later. Too bad. Due to no connection I can’t go on the internet. Meanwhile I am somewaht tired and don’t want to go on exploring. So I take a seat and wait.

When I finally reach the train station in Oberau, I have to realize that I will have to wait another hour before the next train departs. So I am looking for a supermarket or a gas station where I can buy something to drink. Bad luck, there is no such thing in this village.

106-oberau

So this great tour has an unexpected and not so great ending and when I finlly board the train direction Munich I am not in the best mood. But not too long, cause looking back at this eventful day in such great scenery and nature calms me down quickly.

I hope you liked this post and am looking forward to reading your comments.

 

 

 

 

 

 

 

Laber und Ettaler Mandl

Wunderbares Bergpanorama mit Blick auf die Zugspitze erwartet Euch auf dieser Tour. Natürlich gibt es eine Straße im Tal, die Oberammergau und Ettal verbindet, aber dann verpasst man die tolle Aussicht auf die umliegenden Berge. Um auf den Gipfel des Ettaler Mandls zu kommen müsst Ihr das letzte Stück durch eine Felswand klettern. Die ist aber mit Seilen gesichert und auch für Anfänger geeignet. Mir hat das so richtig Spaß gemacht. An der Bergstation der Laberbergbahn gibt es ein Restaurant, in dem man sehr gut essen kann und ganz nebenbei die traumhafte Aussicht genießen. Die Tour ist nicht allzu anstrengend, da der Anstieg nicht besonders steil ist. Worauf wartet Ihr also noch?

001-oberammergau

Höhenunterschied: 960 m im Aufstieg, 920 im Abstieg

Gehzeit: 5.50 Stunden

Nachdem der Winter lange Zeit recht mild war, hat er ja im März nochmal richtig Gas gegeben. Vor allem zu Ostern gab es in den Bergen noch eine ordentliche Packung Schnee und so musste ich bis Ende April warten, bis ich meine erste Tour machen konnte. Zur Eröffnung der Saison habe ich mir eine Tour ausgesucht, die nicht zu anstrengend ist, aber dennoch genussvolle Panoramen bietet.

Also stehe ich morgens um 07:30 am Hauptbahnhof in München und will mit dem Zug nach Oberammergau fahren. Leider ist die Bahnstrecke mal wieder gesperrt und man schickt mich mit der S-Bahn nach Pasing. Von dort soll es einen Schienenersatzverkehr nach Tutzing geben. In Pasing angekommen suche ich nach dem Bus, kann ihn aber nicht finden. Vielleicht wissen die ja bei der Information was. Die hat so früh am Morgen schon geöffnet. Ich habe Glück und die Streckensperrung wurde inzwischen wieder aufgehoben und ich kann meine Anreise wie geplant fortsetzen. So stehe ich dann 2 Stunden später endlich in Oberammergau.

 

Als Kind war ich einmal in diesem Dorf. Jeder hat schon einmal von den Passionsspielen, die alle 10 Jahre stattfinden, gehört. Zum ersten Mal gab es die 1634 und seit 1680 gibt es den 10-Jahres-Rhythmus. Der Grund für die Spiele ist die Einlösung eines Versprechens nachdem die Pest überwunden war. Die Schauspieler sind die Einwohner des Dorfes. Oberammergau ist aber auch bekannt für seine Holzschnitzer und für die Lüftmalereien an den Häusern. Die gibt es zwar in der ganzen Region, aber nirgends so konzentriert. Mit einem kleinen Umweg könnt Ihr Euch diese Kunsterwerke anschauen. Oder aber Ihr genießt die kleine Dia-Show hier. Einige Bilder stammen von einem zweiten Besuch, daher die Wolken.

 

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Das ist schon sehr schön anzuschauen, aber ich bin mir nicht sicher, ob es sich wirklich lohnt extra hierher zu fahren. Also wenn Ihr gerade in der Gegend seid, schaut Euch das mal an.

Nun aber auf in Richtung Berg. Zunächst führt der Weg noch ein gutes Stück durch das Dorf. Durch die St.Lukas-Straße geht es Richtung Erlebnisbad WellenBerg, ein sehr schönes Freibad, zur Talstation der Laberbergbahn. Vom Bahnhof zur Talstation sind es gut 2,5 km. Eine gute Strecke um sich warm zu laufen.

Nach einer Weile mündet die Straße in einen Pfad, der am Ufer der Ammer entlang führt. Ihr seid zwar immer noch im Dorf, aber den Trubel habt Ihr hier hinter Euch gelassen.

 

Vor 3 Wochen war das hier noch tief verschneit. Doch jetzt nach ein paar schönen, warmen Frühlingstagen ist Alles grün und überall blüht es. Das liebe ich so am Frühling, wenn die Natur wieder zum Leben erwacht und sich von ihrer schönsten Seite zeigt.

Unter schattigen Bäumen führt der Weg weiter entlang des Bachs und nun sieht man immer wieder diese tollen Wiesen, die heute gelb leuchten.

 

Bald erreiche ich dann das Erlebnisbad WellenBerg. Durch den Zaun sehe ich die Liegefläche und die leeren Becken. Schaut wirklich sehr gepflegt aus. Das wäre noch eine Idee hier mal einen Badetag zu verbringen.

Weiter geht es aber zur Talstation, die nur noch wenige Schritte entfernt ist. Ein kleiner Wasserfall und eine im Wald versteckte Kapelle liegen noch dazwischen.

 

An der Talstation angekommen überquere ich den Parkplatz und suche nach dem Wegweiser zum Laber. Der ist schnell gefunden und so kann nun also der Anstieg beginnen. Schnell noch ein paar Fotos von den schneebedeckten Gipfel rund herum machen.

 

Über eine Wiese führt der Pfad nun bergaufwärts. Schnell hat man einen wunderbaren Blick auf das Bergpanorama und das Dorf. Im Moment sind sehr wenige Menschen unterwegs. Das ändert sich später noch. Vor allem am Gipfel werde ich dann wieder auf andere Wanderer und Ausflügler treffen.

 

Am Waldrand und auf der Wiese blühen die ersten Frühlingsblumen. Die gelben Schlüsselblumen sind ja die „Vorfahren“ der Primeln, die Ihr im Frühjahr in vielen Gärten seht. In meiner Kindheit haben wir immer große Sträuße nach Hause geholt. Die Blüten duften wunderbar. Pflücken ist erlaubt, aber Wurzeln ausgraben nicht.

Schon bald erreiche ich einen Forstweg. Hier muss ich mich entscheiden, ob ich den Weg vorbei am Soilasee nehmen will, oder aber Weg über die Schartenköpfe. Der Wegweiser zu den Schartenköpfen hat den Hinweis, dass nur geübte ihn nehmen sollen. Den könnt Ihr ignorieren, wenn Ihr schwindelfrei und trittsicher seid. Eine normale Kondition reicht für diesen Weg. Auf dieser Strecke habt Ihr aber die schöneren Aussichten.

 

An dem Weg, den Ihr oben seht, kommt ihr zunächst an einer Tränke vorbei und seht dann einen Felsbrocken in der Wiese liegen. Ich habe erst beim zweiten Hinsehen bemerkt, dass ich an diesem Brocken links abbiegen muss und der Pfad hier wieder im Wald verschwindet. An manchen Stellen seht Ihr die Gondeln der Bergbahn über Euren Köpfen vorbei ziehen, sonst hört Ihr sie eher.

 

Sehr bald führt der Pfad über eine Schneise nach oben und mit jedem Meter, den Ihr an Höhe gewinnt, wird der Blick über Oberammergau und das Ammertal noch überwältigender. Auf dieser Strecke sind nur sehr wenige Menschen unterwegs. Haben die sich doch von dem Hinweis „nur für Geübte“ abschrecken lassen? Ich genieße die frische Frühlingsluft und steige gemütlich bergaufwärts.

 

An der Laberalm komme ich wieder an eine Abzweigung. Hier kann ich entweder wieder hinabsteigen zum Soilasee, oder aber meinen Anstieg fortsetzen. Am Hang vor mir liegen noch einige Schilder, die den Winter über als Wegweiser für die Skifahrer gedient haben. Und ich stehe auch vor dem ersten von vielen Schneefeldern, die ich im weiteren Anstieg kreuzen werde.

 

An manchen Stellen sind im Schnee Löcher zu sehen, an denen Wanderer vor mir noch knietief eingesunken sind. Ich habe Glück und kann anhand der Spuren meiner Vorgänger trockenen Fußes über die meisten der Felder laufen. Es ist aber wirklich noch sehr viel Schnee, der hier liegt und an manchen Stellen wird es schwierig den weiteren Verlauf des Wanderpfades zu erkennen.

Je näher ich dem Gipfel des Schartenkopfes komme, umso felsiger wird der Berg über mir. Aber keine Angst hier müsst Ihr noch nicht klettern.

 

Kurz vor dem Gipfel öffnet sich dann das Panorama Richtung Südwesten und plötzlich habe ich einen ganz tollen Blick auf die Zugspitze. Soweit ist sie ja nicht weg von hier und als höchster Berg Deutschlands muss man die anderen ja überragen.

So erreiche ich dann den Gipfel des Schartenkpopfes. Ab hier braucht Ihr dann wirklich Trittsicherheit und dürft keine Höhenangst haben. Der Name passt sehr gut, denn es geht zu fast allen Seiten über steile Felswände nach unten. Dafür ist das Panorama gigantisch.

 

Richtung Norden blickt man ins Ammertal und das Voralpenland. Richtung Süden liegt einem das Kloster Ettal zu Füßen. Dahinter erhebt sich in der Ferne das Wettersteingebirge mit der Zugspitze am westlichen Ende. Das sind die Momente, in denen mir klar wird, warum ich so verrückt bin mir die Qualen eines Anstiegs anzutun. Immer wieder ein erhebendes Gefühl auf so einem Gipfel. Ich nehme mir ein paar Minuten Zeit um das zu genießen.

Der Weg zur Bergstation der Laberbergbahn führt über einen schmalen Grat ist aber gut zu gehen. Teilweise geht es durch Latschenwald, teilweise Säumen aber auch Fichten Euren Weg. So habt Ihr immer wieder einen Blick auf das tolle Panorama.

 

Und Plötzlich tauchen dann auch die zwei Finger des Gipfels des Ettaler Mandls auf. Auch wenn Ihr an der Bergstation des Labers mit 1686 m die höchste Stelle der Tour erreicht habt, so werdet Ihr vergeblich nach einem Gipfelkreuz suchen. Es ist einfach die höchste Erhebung des Grats, den ich gerade überschritten habe.

Und dann kommt endlich der zweitschönste Teil einer Bergtour. Ich stehe auf der Terrasse des Berggasthauses der Laberbergbahn mit einer Wahnsinns-Aussicht. Im Hintergrund sieht man das Wettersteingebirge und davor den Grat des Kramers. Dazwischen liegt irgendwo im Tal Garmisch-Partenkirchen.

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Jetzt habe ich mir aber eine herzhafte Brotzeit verdient. Das erste alkoholfreie Weißbier zischt richtig und der Wurstsalat, den ich bestellt habe, steht in kürzester Zeit vor mir auf dem Tisch. Das Essen ist sehr schön angerichtet (das Auge isst ja bekanntlich mit) und die Portion würde eigentlich für zwei Mahlzeiten reichen. Ich hab ja noch einen langen Abstieg vor mir. Da verbrenne ich ja die Kalorien wieder.

So schön es hier auch ist, ich muss dann doch wieder weiter. Es wartet ja noch ein Gipfel auf mich.

 

Neben dem Gasthaus mache ich schnell noch ein Foto der Aussicht nach Norden ins Voralpenland. Und dann geht es an den Abstieg. Das Ettaler Mandl liegt nämlich tiefer als die Bergstation. Nach wenigen Schritten habe ich dann den ersten Blick auf den Soilasee, an dem der andere Aufstiegsweg vorbeiführt.

 

Auch auf dieser Seite des Berges führt der Weg unterhalb des Gipfels an einigen Felswänden vorbei durch den Wald. Nachdem ich nun auf der Südseite des Bergs unterwegs bin, ist aber der Schnee kein Thema mehr. Ich hatte ja schon die Befürchtung, dass das Mandl noch zu nass und rutschig ist um ganz hoch zu steigen, aber die war unbegründet.

Neben dem Weg entdecke ich dann noch ein paar Frühlingsblumen. Wie diesen Seidelbast. Den solltet Ihr aber nicht berühren. Der ist hochgiftig.

 

Auf dem Weg zum Gipfel des Ettaler Mandl sind dann recht viele Wanderer unterwegs. Ich bin ja gespannt was mich dort erwartet. Und dann stehe ich am Fuß dieser Felswand. Zusammen mit ca. 15 anderen. Darunter ein Vater mit seinem kleinen Sohn, die gerade ihre Kletterausrüstung angelegt haben. Bei dem kleinen Jungen verstehe ich das ja. Aber die anderen, die vor mir warten verstricken sich in Diskussionen, was denn nun die richtige Ausrüstung für diese Wand ist. Das dauert mir zu lange und ich beschließe – zugegebenermaßen etwas unhöflich – mich über einen Quereinstieg vorzudrängeln.

 

Das schaut schlimmer aus als es ist. Ich habe nun wirklich keine große Erfahrung im Klettern, aber da der Aufstieg gut mit Drahtseilen abgesichert ist, kann auch ich die Strecke gut bewältigen. Ganz ohne Karabinerhaken und Schlaufen um meine Beine. Der Aufstieg macht sogar richtig Spaß. Vielleicht sollte ich doch noch mit dem Klettern anfangen?

Und so stehe ich dann schon bald auf dem Gipfel.

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Der Ausblick ist fantastisch. Im Süden die schneebedeckten Gipfel des Wettersteingebirges, im Osten blicke ich über das Loisachtal hinüber zum Hohen Fricken und Wank. Und nach Norden hin geht der Blick ins Voralpenland und zum Staffelsee.

 

Da ja schon bald recht viele Kletterer nach kommen, kann ich die Aussicht leider nicht ganz so lange genießen, wie ich eigentlich wollen würde und mache ich mich bald wieder an den Abstieg. Da es nur eine Kletterroute gibt, muss ich immer wieder Pausen einlegen um den „Gegenverkehr“ durch zu lassen.

Am Fuß des Felsens angekommen, folge ich also dem Pfad Richtung Kloster Ettal.

 

Der Weg führt durch mal lockeren, mal dichteren Wald. Immer wieder entdecke ich am Wegesrand bunte Frühlingsblumen. An einer Stelle hat sich der Pfad richtig tief ins Erdeich gegraben. Ich muss mal wieder an die berühmte hohle Gasse denken.

An manchen Stellen habe ich dann sogar Blick ins Tal und kann Kloster Ettal zwischen den Zweigen erkennen.

 

Nach etwa 1,5 Stunden bequemen Abstiegs erreiche ich dann das Tal und das Kloster Ettal, Bevor ich mir das Kloster genauer ansehe, will ich aber erst mal prüfen, wann der nächste Bus nach Oberau zum Bahnhof fährt.

 

Die Bushaltestelle habe ich schnell gefunden. Laut Fahrplan fährt der nächste Bus in 10 Minuten und dann noch einer in 45 Minuten. Also beschließe ich zu warten und erst mal was zu trinken. Das tut gut. Ich habe ja nun noch etwas Zeit mir das Kloster etwas anzuschauen und laufe also noch etwas über das Gelände.

 

Diese barocke Klosteranlage mitten in den Bergen ist wirklich wunderschön. Ist schon faszinierend, was man früher für prachtvolle Bauten geschaffen hat. Ich bin wirklich beeindruckt und beschließe mal wieder herzu kommen, um mir das noch genauer anzuschauen. Aber jetzt muss ich dann doch zum Bus.

Wieder an der Bushaltestelle angekommen muss ich dann allerdings feststellen, dass ich den Busfahrplan falsch gelesen habe, und mich an den Abfahrtszeiten unter der Woche orientiert habe. Samstags fährt der Bus leider erst weitere 45 Minuten später. So ein  Mist. Und Internet habe ich hier mangels Netz leider auch nicht. Inzwischen bin ich aber doch recht müde und habe keine Lust mehr noch weiter rum zu laufen. Also setze ich mich auf die Parkbank und warte.

Als ich endlich in Oberau am Bahnhof ankomme, muss ich leider feststellen, dass ich auch hier fast eine Stunde warten muss, bis der nächste Zug fährt. Also laufe ich noch etwas durch den Ort und suche nach einem Supermarkt oder einer Tankstelle, wo ich was zu trinken kaufen könnte. Leider Fehlanzeige. Hier gibt es nichts.

106-oberau

So endet diese wunderschöne Tour leider nicht ganz so wie erwartet und als ich endlich in den Zug nach München steige, ist die Stimmung ein klein wenig getrübt. Aber nicht sehr lange, denn die tollen Erlebnisse in dieser traumhaft schönen Natur besänftigen mich recht schnell wieder.

Ich hoffe Euch hat auch dieser Post gefallen und würde mich freuen, wenn Ihr mir Eure Kommentare hinterlasst.

 

 

 

 

 

 

 

Crossing the Felbertauern

If you are looking for a scenic drive through incredible mountain scenery, you should take this route at least once. Since you are not on a highway you will always find a posibility to stop and take some pictures. And there are quite a few places where you will be tempted to stop. The scenery really is breathtaking. So take your time when travelling this road. Here the route becomes the destination.

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