Von Scharnitz nach Mittenwald – mit Umweg

Der lange und beschwerliche Aufstieg über 1250 Höhenmeter wird belohnt mit einem Panorama, das einem die Sprache verschlägt. Es lohnt sich also nicht den direkten Weg im Isartal zu nehmen, wenn man von Scharnitz nach Mittenwald will, sondern den Umweg über die Brunnensteinspitze zu wandern.

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Durch die Wolfsschlucht

Diese Tour ist auf weiten Strecken recht einfach zu gehen, aber der Aufstieg durch die Wolfsschlucht zum Schildenstein sollte nur dann gekraxelt werden, wenn Ihr über einigermaßen Kondition verfügt und schwindelfrei seid. Daher wird diese Tour in den Wanderführern auch als schwere Tour ausgezeichnet.

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Blick auf den Wilden Kaiser

Von Kufstein ins Kaisertal

Heute möchte ich Euch von einer landschaftlich sehr reizvollen Tour erzählen, die -abgesehen vom Aufstieg- nicht sehr anstrengend ist. Das Kaisertal liegt zwischen dem Zahmen Kaiser im Norden und dem Wilden Kaiser im Süden. Wer nicht ganz so hoch hinaus will, kann den Aufstieg auf die Naunspitze auch weglassen.

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Garmisch-Partenkirchen: Wanderung über den Kramer

Heute stelle ich euch eine Tour vor, die in manchen Abschnitten etwas anstrengender ist. Belohnt werdet Ihr immer wieder mit tollen Aussichten auf das Zugspitzmassiv. In meinem Führer war sie in entgegengesetzter Richtung ausgeschrieben, aber da ich zum Abschluss auf der St. Martinshütte einen dieser leckeren Blaubeerpfannkuchen essen wollte, hab ich die Tour in anderer Richtung gemacht. Je nachdem, ob Ihr lieber einen anstrengenden Aufstieg oder Abstieg haben wollt, könnt Ihr die Richtung wählen.

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Überwältigende Landschaft im Karwendel

Landschaftlich ist das eine der schönsten Touren, die ich bisher gemacht habe. Ständig musste ich stehen bleiben um die monumentale Bergwelt um mich herum zu genießen.  Und das Gute daran: Ihr braucht keine übermäßige Kondition für diese Tour. Der Aufstieg durch das Laliderertal ist auf weiten Strecken gemächlich, mit einem relativ kurzen aber steilen Aufstieg zur Falkenhütte, und der Abstieg zu den Engalmen ist an manchen Stellen auch etwas steil, aber gut zu zu gehen.

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Von Lenggries nach Benediktbeuren

Eine nicht allzu anstrengende Bergtour, die allerdings Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfordert. Belohnt werdet Ihr mit traumhaften Aussichten und mit etwas Glück trefft Ihr sogar auf Steinböcke. Und denkt dran Euch Kraft für den Abstieg zu sparen. Der ist zwar eigentlich eher sanft abfallend, zieht sich aber auch ganz schön in die Länge.
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Zur Bärenbadalm, Pertisau, Achensee

Wie Ihr ja vielleicht wisst, ist am 15.08. Mariä Himmelfahrt und somit ein Feiertag in Bayern. In ganz Bayern? Nein, es gibt so ein paar ketzerische Gemeinden in Franken, die vom wahren Glauben abgefallen sind und als Protestanten dann eben arbeiten gehen müssen. Ich habe mich dieses Jahr sehr auf diesen Tag gefreut, weil es mein erster Urlaubstag war. Und dann sollte es auch noch schönes Wetter geben, was wir ja diesen Sommer noch nicht so oft hatten.

Pertisau am Achensee, an der Bergbahn

Pertisau am Achensee

Schon in der Nacht habe ich schlecht geschlafen und als ich am Morgen aufwachte fühlt ich mich einmal komplett durch die Mangel gedreht. Das wurde dann immer schlimmer und irgednwann fühlte ich mich, als ob Maria mir einen Platz in ihem Aufzug reserviert hatte und mich mit auffahren lassen wollte. Ich war und bin ja der Meinung, dass ich gerne noch ein paar Fahrten aussetze und anderen den Vortritt lasse. So habe ich also den Tag dann doch überlebt und fühlte mich komischerweise am nächsten Tag schon wieder sehr viel besser. War das vielleicht doch nur eine kurze Männergrippe?
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Ausflug an den Tegernsee

Ende August hatte ich eine Einladung von einem Geschäftspartner ein Wochenende am Tegernsee zu verbringen. Ich liebe das Tal, aber bin relativ selten dort, weil die Anfahrt am Wochenende sehr zeitraubend ist. Wenn man von München über die Autobahn anfährt steht man am Wochenende gerne mal von der Autobahnabfahrt über die 27 km bis nach Rottach im Stau und braucht allein für dieses Teilstück schon mal ne Stunde. Meine Liebe zum Tal kommt von meiner Zeit an der Hotelfachschule vor 30 Jahren. Das war eine sehr lustige Zeit.

Das Tegernseer Tal: Tal der Millionäre und bayrischer Tradition

Nun wurden wir also am Samstag morgen bei bestem Sommerwetter vor unserem Büro abgeholt und fuhren im Bus nach Süden. Und natürlich quälten wir uns durch den Stau. Aber irgendwann hatten wir es dann doch geschafft und sind zunächst mit der Bergbahn auf den Wallberg. Von dort oben hat man einen traumhaften Ausblick auf das gesamte Tal und die Berge drum herum. An klaren Tagen kann man von hier aus bis nach München sehen.

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Der Wallberg: Hausberg des Tals

Die Bergstation ist nicht direkt auf dem Gipfel. Um da hin zu kommen, muss man noch ca. 20 Minuten laufen. Leider habe ich aber heute keine Zeit dafür, denn zunächst gibt es Mittagessen im Panoramarestaurant. An einem heißen Sommertag wie heute, ist hier natürlich die Hölle los. Das Essen ist lecker, aber der Service macht ein bisschen den Eindruck, dass man dem Ansturm nicht ganz gewachsen ist. Für die Freundlichkeit gibt es aber ein Plus. Nach dem Essen war eine bayrische Olympiade für uns organisiert. Bierkrug stemmen, bayrische Begriffe raten usw. Dabei sein ist Alles. Ein großer Spaß.
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Lenggries – Brauneck

Es war mal wieder ein schöner Sonntag im August. Die große Hitze des Sommers hatte sich fürs erste verabschiedet und ich hatte mal wieder das der-Berg-ruft-Gefühl. Stellte sich nur mal wieder das Problem wie hin kommen. Ich bin nicht der Typ, der am Sonntag morgens um 6 aufsteht, nur um vor der Masse in die Berge zu fahren. Im August sind aber die Autobahnen Richtung Süden spätestens ab 8 Uhr verstopft. Also suche ich nach einem Ziel, das man ohne Autobahn erreichen kann, und so entscheide ich mich für Lenggries. Das ist über die Bundesstraße bequem in ca. 1,5 Stunden zu erreichen. Der Ort ist eigentlich bekannt für sein Skigebiet, hat aber auch im Sommer einiges zu bieten.

Lenggries, Ski Resort im Winter, Wanderparadies im Sommer

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Am Fuß der Brauneckbahn gibt es einen großen Parkplatz. Von hier aus will ich los wandern. Der kürzeste Weg auf den Gipfel führt über die Garland Alm. Da ich aber eine längere Tour plane entscheide ich mich für einen anderen Weg, nämlich den über Wegscheid. Dazu muss ich zunächst eine größere Strecke eben durch das Tal gehen.

Gemütliches Warmlaufen zum Anfang

Am Himmel sieht man die ersten Gleitschirmflieger, die am Brauneck einen idealen Absprungspunkt haben. Entlang des Weges sehe ich so richtig typische Bauernhöfe mit tollen Geranien und Lüftmalereien. Bilderbuchbayern sozusagen. Der Weg führt aber auch vorbei an den Talstationen verschiedener Skilifte. Am Draxlhang beginnt dann der Aufstieg zum Brauneck. Bis hierhin war ich schon fast eine Stunde unterwegs. Der Weg führt zunächst über eine Schotterpiste, die im Winter von den Pistenraupen genutzt wird. Es geht relativ steil, weil ziemlich gerade nach oben.

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Schweißtreibender Aufstieg

Schon bald gibt es dann aber einen Pfad, der neben der Schotterpiste durch den schattigen Wald führt. Am MilchhäuslLengries-brauneck 009 habe ich dann einen ersten Blick auf Lenggries, das Isartal und die Berge Richtung Osten. Zeit für eine erste kleine Verschnaufpause.

 

Weiter geht es auf einer Forststraße, die sehr sonnig ist und mir wird es ziemlich schnell sehr warm. Aber das gehört ja auch dazu und ich tröste mich damit, dass ich so ja viele Kalorien verbrenne. Lengries-brauneck 010Ich überhole eine Familie mit 3 Kindern zwischen 5 und 10 Jahren. Die beiden älteren sind nicht so begeistert bei der Sache, aber die Eltern locken mit den Leckereien, die ja an der nächsten Hütte als Belohnung warten.

Nach einer weiteren Stunde erreiche ich dann ein Hochtal, die sogenannte Kotalm. Der Name hat jetzt nicht unbedingt mit den Dingen zu tun, an die man hier spontan denkt. Er kommt aus dem altbayrischen und bezieht sich auf das Wort „Koad“, was fruchtbarer Boden bedeutet.

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Unter https://www.facebook.com/pages/Kotalm-Reichart-Stefan/1622789868006033?sk=photos könnt Ihr mehr über das Gasthaus erfahren. Es ist im Juli 2015 neu eröffnet worden. Ich setze mich auf die Terrasse und gönne mir ein alkoholfreies Weißbier. Das Essen, das serviert wird, sieht sehr lecker aus und die Bedienung ist super freundlich. Wenn Ihr am Brauneck unterwegs seid, solltet Ihr hier vorbei schauen.

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Silberdistel

Nach einer ca. 1/2 stündigen Pause mache ich mich wieder auf den Weg. Ich habe ja noch ein Stück zu laufen bis zum Gipfel. Vor mir liegt noch ein kurzer, aber steiler Aufstieg. Viel blüht ja nicht mehr so spät im Jahr, aber bei genauerem Hinschauen entdecke ich viele Silberdisteln. Da die keinen langen Stiel haben, fallen Sie nicht sofort auf.

Die erste Etappe ist geschafft

So erreiche ich einen ersten Grat, der einerseits tolle Ausblicke über die Landschaft der bayrischen Voralpen und das Isartal bietet, andererseits aber auch Richtung Süden in die Berge.

Da ich, wie gesagt in einem Skigebiet unterwegs bin, gibt es hier eine Hütte an der anderen und man muss hier oben nicht verhungern oder verdursten. Mein Wanderführer empfiehlt die Florianshütte und die leckeren Schnitzel, die es dort gibt. Also steige ich wieder ein paar Höhenmeter nach unten. So ein Schnitzel wär jetzt genau nach meinem Geschmack. Aber zu meiner Enttäuschung, gibt es heute keine. Da ich aber großen Hunger habe entscheide ich mich für den Pressack.

Er schmeckt super lecker. Hier ist Selbstbedienung und man kann dem Koch beim Anrichten der Speisen in der offenen Küche zuschauen. Alles ist blitzsauber und auch hier sind die Leute sehr nett, aber irgendwie bereue ich, dass ich nicht an der Kotalm schon gegessen habe. Hier in der Florianshütte ist es sehr schön und der Ausblick ist beeindruckender, aber warum auch immer, mir hat die Kotalm einfach besser gefallen.

Nach dem Essen mache ich mich dann wieder auf den Weg zum Gipfel. Hier oben sind die Pfade wieder schmaler und man trifft auch wieder auf mehr Menschen. Viele fahren mit der Bahn zum Brauneck und wandern auf einem der Höhenwege.

Am Gipfel tobt dann wirklich das Leben. Viele Menschen mit großen Rucksäcken. Bei näherem Hinsehen stelle ich fest, sind das Gleitschirme. Der Platz hier oben ist wirklich ideal als Absprungsort. Ich schau eine Weile zu und verspüre die Lust da mal mit zu fliegen. Es ist gerade mal 15 Uhr und ich überlege mir, ob ich hier oben noch ein wenig laufe, oder aber statt wie geplant mit der Bahn ins Tal zu fahren doch laufe. Bei einer Holunderschorle und einem Stück Apfelstrudel im Brauneckgipfelhaus entscheide ich mich für letzteres.

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Warum ich froh bin, nicht den kürzesten Weg nach oben genommen zu haben

Also mache ich mich wieder auf den Weg. Der Abstieg über die Garland Alm ist sehr steil und führt schon bald über eine sehr gut präparierte Schotterstraße. Zuvor mache ich aber noch ein paar interessante Entdeckungen. An der Bahnstation stehen dies beiden Lamas.

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Die Vermutung liegt nahe, dass sie Wanderern als Lasttiere dienen. Damit fällt man bestimmt auf. Kurze Zeit später entdecke ich dann noch ein paar Blumen am Wegesrand.

Ich muss schon zugeben, dass mich die Natur immer wieder fasziniert. Diese schönen Blumen, die der Natur hier oben trotzen. Faszinierend.

Die Schotterpiste führt mich zunächst zur Garland Alm, wo man einen Stausee gebaut hat. Das Wasser dieses Sees wird im Winter für die Beschneiung der Pisten genutzt.

Schaut eigentlich sehr idyllisch aus, aber ich frage mich,ob man wirklich so stark in die Natur eingreifen muss. Ich fahre ja ganz gern Ski, aber müssen wir Menschen immer unseren Spaß über die Naturgesetze stellen?

Der Weg führt ziemlich gerade und steil ins Tal. Schon bald bereue ich meinen Entschluss diese Strecke zu nehmen. Trotz gutem Profil an meinen Schuhen komme ich immer wieder ins Rutschen und das Laufen wird sehr anstrengend. Über mir habe ich blauen Himmel ohne Wolken, aber trotzdem fängt es plötzlich leicht zu regnen an. Komisch. Aber am Gipfel habe ich einen der Gleitschirmflieger sagen hören, dass er davon ausgeht, dass es bald regnen wird. Im Moment ist der leichte Regen aber eher erfrischend als störend.

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Endlich komme ich an eine Abzweigung und der Pfad geht zwar immer noch steil und ziemlich gerade weiter, aber nicht mehr auf dem rutschigen Schotter. Noch einmal komme ich an einer Hütte vorbei, aber diese hier ist verlassen und dem Zerfall überlassen. Offensichtlich ist sie aber ein beliebter Treffpunkt. Es liegt ganz schön viel Müll hier.

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Ein letzter Blick auf das Isartal und dann noch diese roten Beeren, die aber sehr giftig sind. Und wieder habe ich einen tollen Tag in den Bergen verbracht. Im Tal angekommen gehe ich noch einmal was trinken und blicke auf den Berg. Dort bilden sich inzwischen dunkle und bedrohliche Gewitterwolken. Diese werden mich bis nach München verfolgen, wo es dann kurz nach meiner Rückkehr ein heftiges Unwetter gibt.

 

 

Ausflug nach Garmisch

Dieser Sommer ist ja endlich mal wieder ein richtiger Sommer. Zumindest hier in Bayern. Meinen Urlaub habe ich auch perfekt gewählt. Und so nutzte ich dann wieder einen der etwas kühleren Tage um noch einmal in die Berge zu fahren und ein bisschen zu wandern.

Garmisch-Partenkirchen, bayrische Kleinstadt mit internationalem Flair

Das Ziel dieses Mal war Garmisch. Zunächst wollten wir uns das Zentrum der Stadt ein bisschen anschauen und außerdem wollten wir noch Brezen als Wegzehrung kaufen. Das stellte sich dann aber als größere Herausforderung dar. Im Zentrum von Garmisch gibt es offensichtlich keinen einzigen Bäcker mehr. Alles andere kann man schon kaufen. Aber ein paar schöne Momentaufnahmen gab es dann doch.

Gasthaus Almhütte mit großem Parkplatz für Wanderer

Vom Zentrum fuhren wir dann zum Gasthaus Almhütte. Das ist nicht ganz einfach zu finden. Wir haben kein Navigationsgerät. Aber wir haben es dann doch gefunden. Beim Gasthaus gibt es eine kleine Kneippanlage und von dort geht der Kramerplateauweg los. Dieser Weg ist relativ ebener gut präparierter Forstweg und auch ungeübte Wanderer können ihn gut gehen. Kurz nach der Kneippanlage gibt es ein kleines Biotop mit Seerosen, die gerade blühten.

Mein Wanderführer gibt vor, dass man an der ersten größeren Wegkreuzung zum Berggasthof St. Martin auf dem Grasberg abzweigen soll. Wir dachten uns aber, dass wir die Hütte nicht an den Anfang der Wanderung stellen wollen, sondern eher an das Ende. Also machten wir die Tour in entgegengesetzter Richtung.

Für jeden machbar, das Kramerplateau

Die nächste Sehenswürdigkeit war dann die Kriegergedächtniskappelle, die hoch über dem Ort vor dramatischer Bergkulisse steht.

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Das Plateau ist eine alpine Heidelandschaft mit Kiefern und Heidesträuchern. Inzwischen wurde es doch recht heiß und wir hätten gerne etwas mehr Schatten gehabt. Wir waren recht froh uns eine leichte Tour ausgesucht zu haben. Für eine richtige Bergtour wäre es zu heiß gewesen.

Die nächste Etappe war dann der Pflegersee. Ein kleiner Stausee, der ursprünglich als Fischteich für die nahe gelegene Burg Werdenfels angelegt worden war. An diesem See gibt es ein Strandbad und ein Gasthaus mit einer tollen Terrasse, die auf den See schaut. Die sah wirklich sehr einladend aus. Aber wir hatten ja ein anderes Ziel.

Vom See aus, nehmen wir den Kellerleitenstieg zum Grasberg. Dieser steigt nun leicht an, aber nicht wirklich dramatisch. Und man kann immer wieder tolle Ausblicke genießen.

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St.Martin auf dem Grasberg

Nach etwa einer Stunde erreichen wir dann die Hütte, die wir uns ausgesucht hatten. Berggasthof St. Martin auf dem Grasberg.

Links oben sieht man auf die gegenüberliegende Alp- und Zugspitze. Diesen Blick hat man dann auch von der Terrasse. Leider verhüllte sich die Zugspitze an diesem Tag in Wolken. Aber der Ausblick war dennoch gigantisch. Zeit für eine Stärkung. Ich nahm einen Schweizer Wurstsalat. Sehr lecker mit viel Käse.

Da es noch sehr früh war, wollte ich dann noch ein Stück in Richtung des Gipfels des Königsstands aufsteigen. Laut meinem Wanderführer sollte es da noch eine Aussichtskanzel geben, die einen besonders spektakulären Ausblick bieten soll. Von der Hütte weg ging es ziemlich steil bergan und der Pfad wurde immer schmaler.

Aber die Aussicht wurde mit jedem Schritt faszinierender. Ganz Garmisch-Partenkirchen liegt einem hier zu Füßen. Traumhaft!.

Kurz vor der Kanzel wurde der Weg dann noch etwas abenteuerlich. Aber immer noch gut gesichert. Von der Hütte bis zur Kanzel waren es nochmal 200 Höhenmeter. Aber immerhin habe ich schon mal ein paar Kalorien verbrannt.

Auf dem Rückweg zur Hütte entdeckte ich dann noch ein paar blühende Enzian.

Eine schöne Überraschung

Hinter der nächsten Wegbiegung wartete dann eine besondere Überraschung. Eine junge Gams hatte sich wohl verirrt, denn normalerweise sieht man sie so weit unten nicht. Und vor allem nicht so nah. Das Tier war keine 5 Meter von mir entfernt auf den Weg gesprungen.

Erst schaute mich die Gams ganz neugierig an, sprang dann aber doch den Berg hoch um von mir wegzukommen. Ein wunderschöner und seltener Anblick.

Und dann noch mal ein Blick auf das Tal und die Stadt und die Berge.

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Süße Belohnung

Wieder zurück auf der Hütte, hatte ich noch Lust auf etwas Süßes. In meinem Wanderführer wurden die Blaubeerpfannkuchen als besonders spektakulär empfohlen. Also musste ich ja wohl noch probieren. Die Bedienung schaute mich noch etwas komisch an, schließlich hatte ich ja nicht ganz eine Stunde vorher einen Wurstsalat gegessen. Ich habe eigentlich so etwas wie die amerikanischen Blueberry Pancakes erwartet, also was kleines. Und so bestellte ich dann gleich noch eine Buttermilch dazu.

Als meine Bestellung dann kam, bin ich fast vom Stuhl gefallen. Der Pfannkuchen war riesig und hätte eigentlich für 2 gereicht. Und die Buttermilch kam in einem 0,5 Liter Humpen. Was ja eigentlich eher ungewöhnlich ist.

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Aber die Autoren des Buches hatten recht. Dieser Pfannkuchen war einfach der Hammer. Dick ausgebacken und mit sehr vielen Blaubeeren, Himbeeren und Sahne in der Mitte. Solltet Ihr jemals auf diese Hütte wandern, müsst Ihr Euch diese Leckerei bestellen.

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Beim Abstieg, der teilweise recht steil war, gab es dann noch ein paar schöne Ausblicke und das ein oder andere schöne Fotomotiv.

Es stellte sich also heraus, dass unsere Entscheidung den Weg entgegengesetzt zur Beschreibung in meinem Buch zu gehen, die richtige war. Die Tour war genau das Richtige für einen heißen Sommertag.