Über die Rodenecker Alm

Für meinen letzten Urlaubstag in Südtirol habe ich mir eine etwas leichtere  Tour ausgesucht. Nach zwei Tagen mit vielen Höhenmetern wollte ich es gemütlicher angehen. Der Guide, mit dem wir zur Wilden Kreuzspitze wollten, erzählte uns von der Rodenecker Alm. Dort soll es einen schönen Panoramaweg geben. Vom Parkplatz Zumis auf 1725 m geht es ohne große Steigung über die Rodenecker Alm und  ihr genießt traumhafte Aussichten auf die Zillertaler Alpen im Norden und die Dolomiten im Süden. Diese Genusstour empfiehlt sich für alle, die nicht viele Höhenmeter bewältigen wollen, aber dennoch ein außergewöhnliches Naturerlebnis suchen.

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Von der Fane Alm zur Seefeldspitze

Rund um das Valser Tal gibt es einige Gipfel, die alle ein traumhaftes Panorama über die Dolomiten im Süden und die Zillertaler Alpen im Norden bieten. Nachdem es mit der Wilden Kreuzspitze nicht geklappt hat, habe ich am Tag darauf die Seefeldspitze in Angriff genommen. Die Tour startet auch am Parkplatz der Fanealm. Wer es eilig hat nimmt die Abkürzung und geht steil über einen Pfad direkt nach oben. Weniger anstrengend ist es, wenn ihr bis zur Tschirnaunalm dem Schotterweg folgt. Ab der Tschiraunalm ist die Beschilderung nur noch sporadisch vorhanden, aber man kann sich im offenen Gelände gut orientieren und findet den Weg auch ohne Wegweiser. Neugierig geworden? Dann lest hier weiter.

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Zur Wilden Kreuzspitze

Die Wilde Kreuzspitze ist ein 3.134 m hoher Berg am Ende des Valser Tals in Südtirol nahe der Grenze zu Österreich. Bei der Vorbereitung meiner Reise, war diese Tour die einzige, die ich in Wanderführern beschrieben fand. Mich reizte es, mal auf einem 3.000er zu stehen. Der Aufstieg ist nicht allzu anstrengend, aber so ab ca. 2.500 m Höhe kann es sein, dass euch die dünne Luft etwas zusetzt. Richtig steil wird erst das letzte Stück vom Rauhtaljoch zum Gipfel. Leider konnten wir aber nicht aufsteigen, weil das Wetter umschlug und ein heftiger Wind Schneewolken von Österreich herüber trieb. Neugierig geworden? Dann lest hier weiter.

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Gemütliche Wanderung von Vals nach Meransen

Bei dieser Tour müsst Ihr zu Beginn einen Anstieg von etwa 450 Höhenmetern entlang einer Skipiste überwinden. Der ist teilweise etwas steil, aber durchaus zu bewältigen. Sobald Ihr aber die Bergstation des Skilifts auf der Tanne erreicht habt, geht es über Forstwege gemütlich talwärts. Im ersten Teil der Strecke habt Ihr wunderschöne Ausblicke Richtung Jochtal und zum Gänsebichl. Von Meransen aus blickt Ihr dann in die Dolomiten mit der Geislergruppe und das Pustertal. Eine ideale Tour, wenn Ihr es mal etwas ruhiger angehen wollt. Auf tolle Panoramen müsst Ihr dennoch nicht verzichten.

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Valler Tal in Südtirol

Bei der Vorbereitung dieser Reise habe ich mich zunächst für das Hotel Falkensteiner Hof in Vals entscheiden, weil es einen sehr großen Wellnessbereich besitzt, den ich dann auch ausgiebig genutzt habe. Im zweiten Schritt habe ich dann nach Wandermöglichkeiten gesucht. Das war etwas schwieriger. Offensichtlich ist diese Gegend nicht so angesagt wie andere Teile der Dolomiten. Das Wandergebiet Gitschberg/Jochtal liegt an der Grenze zwischen der Eisack-Region und dem Pustertal. In den Wanderführern, die ich durchgeblättert habe, gab es nur einen einzigen Tourenvorschlag in der Gegend zur Wilden Kreuzspitze. Vor Ort habe ich ein sehr abwechslungsreiches Wandergebiet erkundet, in dem es viele unterschiedliche Touren gibt. Mir hat es sehr gut gefallen und ich würde sofort wieder hinfahren.

Vals in Südtirol

Das kleine Dorf liegt auf 1.350 m Höhe im Valler Tal inmitten von saftig grünen Wiesen. Rund um das Tal erheben sich hohe Berge wie der Gurnatsch oder auch Gaisjoch mit 2.641, die Seefeldspitze (2.715 m) und als Krönung die Wilde Kreuzspitze mit 3.132 m. Die Berge sind Teil der Pfunderer Berge, die im Norden an Österreich grenzen und zu den Zillertaer Alpen gerechnet werden. Vom Dorf aus habt Ihr in Richtung Süden einen tollen Blick auf die Geislergruppe und andere Dolomitengipfel.

Im Dorf gibt es eine handvoll Hotels und drei Geschäfte. Ansonsten ist hier aber nichts los. Da die Hotels alle die sogenannte 3/4 Pension (Frühstück, Abendessen und nachmittags Kaffee und Kuchen oder Suppe) anbieten, hätte es eine Wirtschaft aber auch schwer. Ich habe mir extra für diese Reise eine neue Kamera gekauft, die mir aber leider bei meinem ersten Rundgang herunter gefallen ist und am Tag darauf komplett den Geist aufgegeben hat.

Vals ist ein Ortsteil von Mühlbach am Eingang des Pustertals. Von Mühlbach führt eine Straße durch den Wald den Berg hinauf ins Valler Tal und auch in den anderen Ortsteil Meransen, über den ich in einem anderen Post schreiben werde. Wer also Ruhe und Entspannung in einer spektakulären Umgebung sucht ist hier bestens aufgehoben.

Hotel Falkensteiner Hof

Anfang Oktober kann man ja nicht davon ausgehen, dass das Wetter immer top ist und so habe ich bei der Wahl meines Hotels darauf geachtet, dass es einen großen Wellnessbereich gibt, in dem man einen Regentag verbringen kann. Der Falkensteiner Hof bietet das. Auf über 1.000 m² findet Ihr hier 4 verschiedene Saunen, ein Dampfbad, einen Whirlpool und einen hellen Ruhebereich. Das ist Alles noch sehr neu und wirklich toll gestaltet. Wobei ich mir nicht so ganz sicher bin, ob es sein muss, dass mir die inzwischen verstorbene Seniorchefin der Falkensteiner Hotels im Whirlpool auf meinen Körper schaut. Ein Stock über dem Wellnessbereich befindet sich ein Hallenbad und ein Spa. Dort habe ich mir eine Südtiroler Holzstabmassage gegönnt. Eine echte Wohltat, bei der man einmal so richtig durchgewalkt wird. Und mit €65,- für 50 Minuten nicht überteuert.

Die Zimmer wurden erst vor Kurzem renoviert und sind mit viel Holz und sehr gemütlich eingerichtet. Bei meiner Ankunft lag auch ein Bademantel bereit und an der Garderobe hing eine Tasche mit einem Saunatuch. Das ist sehr praktisch, wenn man sich etwas Wellness gönnen will. Ich hatte ein Einzelzimmer, das etwas kleiner war als die anderen Zimmer, mir aber vollauf genügte. Der Schrank bot genügend Staufläche.

Ich habe leider keine Bilder vom Inneren des Hotels. Dazu hätte ich irgendwann mitten in der Nacht durchs Haus gehen müssen. Während der Herbstferien und mit dem 03.10. an einem Mittwoch war das Hotel komplett ausgebucht.

Die Einrichtung ist eine Mischung aus moderner Eleganz und ein bisschen Südtirol. Für meinen  Geschmack hätte es gerne etwas rustikaler sein dürfen. So ist das zwar sehr schön, aber irgendwie auch austauschbar.

Zum Frühstück gab es ein sehr gut bestücktes Frühstücksbuffet mit Wurst, Käse, großer Brotauswahl, Marmeladen und einer Kochstation, an der Eierspeisen und Pfannkuchen frisch zubereitet wurden. Genau richtig um sich für eine große Tour zu stärken.

Abends gab es täglich wechselnde Themenmenüs. Mal Italienisch, mal Fisch, und an einem Abend auch Südtiroler Spezialitäten. Begonnen wurde immer mit einem abwechslungsreichen Vorspeisenbuffet, danach gab es mindestens eine zweite Vorspeise, Hauptgang und Dessert. Bei der Menüwahl konnte man auch immer ein vegetarisches Gericht wählen. Die Portionen waren nicht zu groß, sodass man satt wurde ohne übervoll zu sein. Wer nicht satt wurde, konnte sich auch jeden Abend noch am Käsebuffet und am Obstbuffet bedienen. Das Essen war wirklich sehr gut.

Wanderung ins Jochtal

Für meine  ersten Tag war schlechtes Wetter angekündigt. Als ich aber morgens aufgestanden bin, war es noch sehr schön. Also habe ich nach dem Frühstück nochmal an der Rezeption nachgefragt, was die meinen. Im Hotel arbeitet ein Mann, der auch als Bergführer ausgebildet ist. Der müsste mir doch sagen können, wie er die Lage einschätzt. Seiner Meinung nach sollte sich das Wetter noch ein bisschen halten. Also bin ich zu meiner ersten Tour aufgebrochen.

Vom Hotel aus sind es nur ca. 10 Minuten zu Fuß bis zur Talstation der Jochtalbahn. Im Hotelpreis inkludiert ist die Almencard Plus. Die berechtigt Euch zur Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel und sowohl der Jochtal- als auch der Gitschbergbahn. Das spart dann doch wieder einiges an Geld. Die öffentlichen Verkehrsmittel habe ich nicht genutzt, in der Nebensasion fahren die nicht so oft und vor allem fuhren die nie dahin, wo ich gerade hin wollte.

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Das Wetter ist optimal zum Wandern und so nehme ich an der Talstation nicht die Bahn, sondern folge den Wegweisern Richtung Jochtal. Zunächst geht es noch ein Stück über ein geteertes Sträßchen bergaufwärts. Die Sicht ins Valler Tal ist beeindruckend. Weiter hinten im Tal sehe ich den Gipfel der Seefeldspitze. Mir gefällt es ganz gut hier.

Nach kurzer Zeit kommt dann eine Abzweigung, an der ich auf einen schmalen Waldpfad verwiesen werde. Dieser steigt gemächlich in Serpentinen durch den Wald nach oben. Zwischen den Bäumen erhasche ich immer wieder Ausblicke auf das gegenüberliegende Gaisjoch und das Tal. Gemütlich wandere ich weiter bergaufwärts. Hier im Wald ist es recht frisch und so bin ich froh, dass ich heute eine Jacke mitgenommen habe. Blumen gibt es so spät im Jahr keine mehr, dafür entdecke ich erste Herbstfarben.

Eine halbe Stunde später endet der Pfad dann auf der Skipiste. Da es keine Schilder gibt, gehe ich davon aus, dass ich dieser folgen muss. Ich sollte laut meiner Karte bald zur Nockalmhütte kommen. Während ich über die Piste gehe, kommt plötzlich ein frischer Wind auf. Es geht nun  pfeilgerade den Berg hoch. Das ist dann aber auch schon der anstrengendste Teil dieser Wanderung.

Der Wind wird immer heftiger und die Sonne hat sich inzwischen hinter dicken Wolken versteckt. Plötzlich fliegt mir ein Hüpfball entgegen. Der kann ja nur von der Hütte kommen. Ich hebe ihn auf nehme ihn mit. Tatsächlich sehe ich dann kurz darauf auch die Nockalmhütte. Auch wenn ich erst eine Stunde unterwegs bin, beschließe ich eine kurze Rast einzulegen. Ich bin der einzige Gast in der Hütte und die Wirtin freut sich, dass ich ihr den Ball zurück gebracht habe.

Wir kommen ins Gespräch. Durch die 3/4 Pension, die die Hotels im Tal anbieten, kommen wohl immer weniger Gäste, die auch etwas essen wollen. Außerdem meint sie, dass es wegen der Bahn nur noch wenige gibt, die den Berg hoch wandern. Die Hütte ist sehr nett und offensichtlich erst vor Kurzem neu gemacht worden. Geöffnet ist von Mitte Mai bis Ende Oktober und dann wieder von Dezember bis Ostern. Im Winter ist wohl mehr los, weil die Hütte direkt an der Piste liegt. In der Hoffnung, dass das Wetter noch eine Weile hält, breche ich dann aber wieder auf. Mein Getränk bekomme ich geschenkt, weil ich ja den Ball zurück gebracht habe.

Beim Verlassen der Hütte sehe ich dann auch warum das Jochtal heißt. Bis jetzt bin ich ja nur einen Berg hoch gelaufen und habe nichts von einem Tal gesehen. Hier auf 1766 m beginnt dann aber ein Tal. Schön wie sich das Laub der Heidelbeersträucher hier verfärbt hat. In der Sonne würde das bestimmt richtig leuchten. Der Wind pfeift weiter durch das Tal und es ist inzwischen recht frisch geworden. Inzwischen bin ich aber näher an der Bergstation der Jochtalbahn, als an der Talstation und so beschließe ich zumindest bis zur Bergbahn zu gehen.

Der Pfad verläuft recht eben durch das Tal. Erst am Ende des Tals kommt ein kurzer Anstieg. Auch wenn das Wetter immer schlechter wird, genieße ich dennoch diese erste Tour. Ich habe ja noch die ganze Woche vor mir und werde noch die ein oder andere Tour machen können. Und die Wettervorhersage für den Rest der Woche ist eigentlich sehr gut.

So erreiche ich dann bald das Valler Jöchl auf 1937 m. Von hier gäbe es einen schönen Höhenweg, der über die Bergkuppen des Valler Tals führt. Das wären aber ein paar Stunden und so wie es ausschaut gibt es auf diesem Weg keine Hütte. Der Wind pfeift hier noch stärker und inzwischen fallen auch die ersten Tropfen, also gehe ich dann doch in Richtung Bergbahn und werde mir dort überlegen, ob ich noch weiter gehen möchte oder doch wieder ins Tal fahre.

Auf dem kurzen Stück vom Valler Jöchl bis zur Bergstation sind nur 70 Höhenmeter zu überwinden. Der Pfad führt nur langsam steigend am Berghang entlang. In der kurzen Zeit, die ich für die Strecke benötige, fängt es dann aber an heftiger zu regnen und der Wind jagt die Tropfen waagrecht über den Gipfel. Da ich ja wie gesagt noch ein paar Tage in der Gegend bin, beschließe ich mit der Bahn ins Tal zu fahren und mich in der Hotelsauna aufzuwärmen und einen entspannten Nachmittag zu verbringen. Bis ich von der Talstation zurück im Hotel bin, bin ich komplett durchnässt und freue mich so richtig auf die heiße Sauna.

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Mühlbach in Südtirol

Am späten Nachmittag bin ich dann wieder aufgewärmt und fühle mich frisch und erholt. Auf meinem Zimmer habe ich einen Kühlschrank, aber der ist leer. Also beschließe ich vor dem Abendessen noch einen Abstecher nach Mühlbach zu machen und ein paar Getränke zu kaufen.

Mühlbach liegt am Eingang des Pustertals auf 750 m. Viel zu sehen gibt es hier eigentlich nicht. Das größte Gebäude ist der Ansitz Freyenthurn, eine Art Schloss, in dem sich die Klosterschule Herz-Jesu-Institut befindet.

Inzwischen hat es wieder aufgehört zu regnen, ist aber sehr kühl geworden. So mache ich noch einen kleinen Rundgang durch den Ort bevor ich meine Einkäufe erledige. Es ist sehr ruhig auf den Straßen, was wohl am Wetter liegt. Und die Sommersaison neigt sich ja auch dem Ende zu, daher sind auch keine Besucher unterwegs. Nach 30 Minuten habe ich genug gesehen und mache meine Einkäufe. So geht mein erster Tag in Südtirol zu Ende. Er war nicht ganz wie geplant, aber immerhin sehr erholsam. Und ich habe ja noch ein paar Tage um die eine oder andere Tour zu gehen. Da freue ich mich schon drauf.

Kuhflucht Wasserfälle und Hoher Fricken

Wenn Ihr einen spektakulären Wasserfall sehen möchtet, seid Ihr bei dieser Tour richtig. Die Kuhfluchtwasserfälle gehören zu den höchsten Deutschlands und gerade im Frühjahr, wenn es kurz vorher viel geregnet hat sind sie spektakulär. Bis zu den Wasserfällen ist die Tour relativ einfach zu gehen, danach führt der Weg recht steil zum Gipfel des Hohen Fricken. Unterwegs genießt Ihr atemberaubende Ausblicke auf das Kloster Ettal, das Kramer- und das Wettersteinmassiv. Ich hatte geplant über den Hohen Fricken zum Esterberg zu wandern, musste die Tour dann aber wegen schlechtem Wetter 300 m unter dem Gipfel abbrechen.

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Laber und Ettaler Mandl

Wunderbares Bergpanorama mit Blick auf die Zugspitze erwartet Euch auf dieser Tour. Natürlich gibt es eine Straße im Tal, die Oberammergau und Ettal verbindet, aber dann verpasst man die tolle Aussicht auf die umliegenden Berge. Um auf den Gipfel des Ettaler Mandls zu kommen müsst Ihr das letzte Stück durch eine Felswand klettern. Die ist aber mit Seilen gesichert und auch für Anfänger geeignet. Mir hat das so richtig Spaß gemacht. An der Bergstation der Laberbergbahn gibt es ein Restaurant, in dem man sehr gut essen kann und ganz nebenbei die traumhafte Aussicht genießen. Die Tour ist nicht allzu anstrengend, da der Anstieg nicht besonders steil ist. Worauf wartet Ihr also noch?

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Höhenunterschied: 960 m im Aufstieg, 920 im Abstieg

Gehzeit: 5.50 Stunden

Nachdem der Winter lange Zeit recht mild war, hat er ja im März nochmal richtig Gas gegeben. Vor allem zu Ostern gab es in den Bergen noch eine ordentliche Packung Schnee und so musste ich bis Ende April warten, bis ich meine erste Tour machen konnte. Zur Eröffnung der Saison habe ich mir eine Tour ausgesucht, die nicht zu anstrengend ist, aber dennoch genussvolle Panoramen bietet.

Also stehe ich morgens um 07:30 am Hauptbahnhof in München und will mit dem Zug nach Oberammergau fahren. Leider ist die Bahnstrecke mal wieder gesperrt und man schickt mich mit der S-Bahn nach Pasing. Von dort soll es einen Schienenersatzverkehr nach Tutzing geben. In Pasing angekommen suche ich nach dem Bus, kann ihn aber nicht finden. Vielleicht wissen die ja bei der Information was. Die hat so früh am Morgen schon geöffnet. Ich habe Glück und die Streckensperrung wurde inzwischen wieder aufgehoben und ich kann meine Anreise wie geplant fortsetzen. So stehe ich dann 2 Stunden später endlich in Oberammergau.

 

Als Kind war ich einmal in diesem Dorf. Jeder hat schon einmal von den Passionsspielen, die alle 10 Jahre stattfinden, gehört. Zum ersten Mal gab es die 1634 und seit 1680 gibt es den 10-Jahres-Rhythmus. Der Grund für die Spiele ist die Einlösung eines Versprechens nachdem die Pest überwunden war. Die Schauspieler sind die Einwohner des Dorfes. Oberammergau ist aber auch bekannt für seine Holzschnitzer und für die Lüftmalereien an den Häusern. Die gibt es zwar in der ganzen Region, aber nirgends so konzentriert. Mit einem kleinen Umweg könnt Ihr Euch diese Kunsterwerke anschauen. Oder aber Ihr genießt die kleine Dia-Show hier. Einige Bilder stammen von einem zweiten Besuch, daher die Wolken.

 

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Das ist schon sehr schön anzuschauen, aber ich bin mir nicht sicher, ob es sich wirklich lohnt extra hierher zu fahren. Also wenn Ihr gerade in der Gegend seid, schaut Euch das mal an.

Nun aber auf in Richtung Berg. Zunächst führt der Weg noch ein gutes Stück durch das Dorf. Durch die St.Lukas-Straße geht es Richtung Erlebnisbad WellenBerg, ein sehr schönes Freibad, zur Talstation der Laberbergbahn. Vom Bahnhof zur Talstation sind es gut 2,5 km. Eine gute Strecke um sich warm zu laufen.

Nach einer Weile mündet die Straße in einen Pfad, der am Ufer der Ammer entlang führt. Ihr seid zwar immer noch im Dorf, aber den Trubel habt Ihr hier hinter Euch gelassen.

 

Vor 3 Wochen war das hier noch tief verschneit. Doch jetzt nach ein paar schönen, warmen Frühlingstagen ist Alles grün und überall blüht es. Das liebe ich so am Frühling, wenn die Natur wieder zum Leben erwacht und sich von ihrer schönsten Seite zeigt.

Unter schattigen Bäumen führt der Weg weiter entlang des Bachs und nun sieht man immer wieder diese tollen Wiesen, die heute gelb leuchten.

 

Bald erreiche ich dann das Erlebnisbad WellenBerg. Durch den Zaun sehe ich die Liegefläche und die leeren Becken. Schaut wirklich sehr gepflegt aus. Das wäre noch eine Idee hier mal einen Badetag zu verbringen.

Weiter geht es aber zur Talstation, die nur noch wenige Schritte entfernt ist. Ein kleiner Wasserfall und eine im Wald versteckte Kapelle liegen noch dazwischen.

 

An der Talstation angekommen überquere ich den Parkplatz und suche nach dem Wegweiser zum Laber. Der ist schnell gefunden und so kann nun also der Anstieg beginnen. Schnell noch ein paar Fotos von den schneebedeckten Gipfel rund herum machen.

 

Über eine Wiese führt der Pfad nun bergaufwärts. Schnell hat man einen wunderbaren Blick auf das Bergpanorama und das Dorf. Im Moment sind sehr wenige Menschen unterwegs. Das ändert sich später noch. Vor allem am Gipfel werde ich dann wieder auf andere Wanderer und Ausflügler treffen.

 

Am Waldrand und auf der Wiese blühen die ersten Frühlingsblumen. Die gelben Schlüsselblumen sind ja die „Vorfahren“ der Primeln, die Ihr im Frühjahr in vielen Gärten seht. In meiner Kindheit haben wir immer große Sträuße nach Hause geholt. Die Blüten duften wunderbar. Pflücken ist erlaubt, aber Wurzeln ausgraben nicht.

Schon bald erreiche ich einen Forstweg. Hier muss ich mich entscheiden, ob ich den Weg vorbei am Soilasee nehmen will, oder aber Weg über die Schartenköpfe. Der Wegweiser zu den Schartenköpfen hat den Hinweis, dass nur geübte ihn nehmen sollen. Den könnt Ihr ignorieren, wenn Ihr schwindelfrei und trittsicher seid. Eine normale Kondition reicht für diesen Weg. Auf dieser Strecke habt Ihr aber die schöneren Aussichten.

 

An dem Weg, den Ihr oben seht, kommt ihr zunächst an einer Tränke vorbei und seht dann einen Felsbrocken in der Wiese liegen. Ich habe erst beim zweiten Hinsehen bemerkt, dass ich an diesem Brocken links abbiegen muss und der Pfad hier wieder im Wald verschwindet. An manchen Stellen seht Ihr die Gondeln der Bergbahn über Euren Köpfen vorbei ziehen, sonst hört Ihr sie eher.

 

Sehr bald führt der Pfad über eine Schneise nach oben und mit jedem Meter, den Ihr an Höhe gewinnt, wird der Blick über Oberammergau und das Ammertal noch überwältigender. Auf dieser Strecke sind nur sehr wenige Menschen unterwegs. Haben die sich doch von dem Hinweis „nur für Geübte“ abschrecken lassen? Ich genieße die frische Frühlingsluft und steige gemütlich bergaufwärts.

 

An der Laberalm komme ich wieder an eine Abzweigung. Hier kann ich entweder wieder hinabsteigen zum Soilasee, oder aber meinen Anstieg fortsetzen. Am Hang vor mir liegen noch einige Schilder, die den Winter über als Wegweiser für die Skifahrer gedient haben. Und ich stehe auch vor dem ersten von vielen Schneefeldern, die ich im weiteren Anstieg kreuzen werde.

 

An manchen Stellen sind im Schnee Löcher zu sehen, an denen Wanderer vor mir noch knietief eingesunken sind. Ich habe Glück und kann anhand der Spuren meiner Vorgänger trockenen Fußes über die meisten der Felder laufen. Es ist aber wirklich noch sehr viel Schnee, der hier liegt und an manchen Stellen wird es schwierig den weiteren Verlauf des Wanderpfades zu erkennen.

Je näher ich dem Gipfel des Schartenkopfes komme, umso felsiger wird der Berg über mir. Aber keine Angst hier müsst Ihr noch nicht klettern.

 

Kurz vor dem Gipfel öffnet sich dann das Panorama Richtung Südwesten und plötzlich habe ich einen ganz tollen Blick auf die Zugspitze. Soweit ist sie ja nicht weg von hier und als höchster Berg Deutschlands muss man die anderen ja überragen.

So erreiche ich dann den Gipfel des Schartenkpopfes. Ab hier braucht Ihr dann wirklich Trittsicherheit und dürft keine Höhenangst haben. Der Name passt sehr gut, denn es geht zu fast allen Seiten über steile Felswände nach unten. Dafür ist das Panorama gigantisch.

 

Richtung Norden blickt man ins Ammertal und das Voralpenland. Richtung Süden liegt einem das Kloster Ettal zu Füßen. Dahinter erhebt sich in der Ferne das Wettersteingebirge mit der Zugspitze am westlichen Ende. Das sind die Momente, in denen mir klar wird, warum ich so verrückt bin mir die Qualen eines Anstiegs anzutun. Immer wieder ein erhebendes Gefühl auf so einem Gipfel. Ich nehme mir ein paar Minuten Zeit um das zu genießen.

Der Weg zur Bergstation der Laberbergbahn führt über einen schmalen Grat ist aber gut zu gehen. Teilweise geht es durch Latschenwald, teilweise Säumen aber auch Fichten Euren Weg. So habt Ihr immer wieder einen Blick auf das tolle Panorama.

 

Und Plötzlich tauchen dann auch die zwei Finger des Gipfels des Ettaler Mandls auf. Auch wenn Ihr an der Bergstation des Labers mit 1686 m die höchste Stelle der Tour erreicht habt, so werdet Ihr vergeblich nach einem Gipfelkreuz suchen. Es ist einfach die höchste Erhebung des Grats, den ich gerade überschritten habe.

Und dann kommt endlich der zweitschönste Teil einer Bergtour. Ich stehe auf der Terrasse des Berggasthauses der Laberbergbahn mit einer Wahnsinns-Aussicht. Im Hintergrund sieht man das Wettersteingebirge und davor den Grat des Kramers. Dazwischen liegt irgendwo im Tal Garmisch-Partenkirchen.

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Jetzt habe ich mir aber eine herzhafte Brotzeit verdient. Das erste alkoholfreie Weißbier zischt richtig und der Wurstsalat, den ich bestellt habe, steht in kürzester Zeit vor mir auf dem Tisch. Das Essen ist sehr schön angerichtet (das Auge isst ja bekanntlich mit) und die Portion würde eigentlich für zwei Mahlzeiten reichen. Ich hab ja noch einen langen Abstieg vor mir. Da verbrenne ich ja die Kalorien wieder.

So schön es hier auch ist, ich muss dann doch wieder weiter. Es wartet ja noch ein Gipfel auf mich.

 

Neben dem Gasthaus mache ich schnell noch ein Foto der Aussicht nach Norden ins Voralpenland. Und dann geht es an den Abstieg. Das Ettaler Mandl liegt nämlich tiefer als die Bergstation. Nach wenigen Schritten habe ich dann den ersten Blick auf den Soilasee, an dem der andere Aufstiegsweg vorbeiführt.

 

Auch auf dieser Seite des Berges führt der Weg unterhalb des Gipfels an einigen Felswänden vorbei durch den Wald. Nachdem ich nun auf der Südseite des Bergs unterwegs bin, ist aber der Schnee kein Thema mehr. Ich hatte ja schon die Befürchtung, dass das Mandl noch zu nass und rutschig ist um ganz hoch zu steigen, aber die war unbegründet.

Neben dem Weg entdecke ich dann noch ein paar Frühlingsblumen. Wie diesen Seidelbast. Den solltet Ihr aber nicht berühren. Der ist hochgiftig.

 

Auf dem Weg zum Gipfel des Ettaler Mandl sind dann recht viele Wanderer unterwegs. Ich bin ja gespannt was mich dort erwartet. Und dann stehe ich am Fuß dieser Felswand. Zusammen mit ca. 15 anderen. Darunter ein Vater mit seinem kleinen Sohn, die gerade ihre Kletterausrüstung angelegt haben. Bei dem kleinen Jungen verstehe ich das ja. Aber die anderen, die vor mir warten verstricken sich in Diskussionen, was denn nun die richtige Ausrüstung für diese Wand ist. Das dauert mir zu lange und ich beschließe – zugegebenermaßen etwas unhöflich – mich über einen Quereinstieg vorzudrängeln.

 

Das schaut schlimmer aus als es ist. Ich habe nun wirklich keine große Erfahrung im Klettern, aber da der Aufstieg gut mit Drahtseilen abgesichert ist, kann auch ich die Strecke gut bewältigen. Ganz ohne Karabinerhaken und Schlaufen um meine Beine. Der Aufstieg macht sogar richtig Spaß. Vielleicht sollte ich doch noch mit dem Klettern anfangen?

Und so stehe ich dann schon bald auf dem Gipfel.

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Der Ausblick ist fantastisch. Im Süden die schneebedeckten Gipfel des Wettersteingebirges, im Osten blicke ich über das Loisachtal hinüber zum Hohen Fricken und Wank. Und nach Norden hin geht der Blick ins Voralpenland und zum Staffelsee.

 

Da ja schon bald recht viele Kletterer nach kommen, kann ich die Aussicht leider nicht ganz so lange genießen, wie ich eigentlich wollen würde und mache ich mich bald wieder an den Abstieg. Da es nur eine Kletterroute gibt, muss ich immer wieder Pausen einlegen um den „Gegenverkehr“ durch zu lassen.

Am Fuß des Felsens angekommen, folge ich also dem Pfad Richtung Kloster Ettal.

 

Der Weg führt durch mal lockeren, mal dichteren Wald. Immer wieder entdecke ich am Wegesrand bunte Frühlingsblumen. An einer Stelle hat sich der Pfad richtig tief ins Erdeich gegraben. Ich muss mal wieder an die berühmte hohle Gasse denken.

An manchen Stellen habe ich dann sogar Blick ins Tal und kann Kloster Ettal zwischen den Zweigen erkennen.

 

Nach etwa 1,5 Stunden bequemen Abstiegs erreiche ich dann das Tal und das Kloster Ettal, Bevor ich mir das Kloster genauer ansehe, will ich aber erst mal prüfen, wann der nächste Bus nach Oberau zum Bahnhof fährt.

 

Die Bushaltestelle habe ich schnell gefunden. Laut Fahrplan fährt der nächste Bus in 10 Minuten und dann noch einer in 45 Minuten. Also beschließe ich zu warten und erst mal was zu trinken. Das tut gut. Ich habe ja nun noch etwas Zeit mir das Kloster etwas anzuschauen und laufe also noch etwas über das Gelände.

 

Diese barocke Klosteranlage mitten in den Bergen ist wirklich wunderschön. Ist schon faszinierend, was man früher für prachtvolle Bauten geschaffen hat. Ich bin wirklich beeindruckt und beschließe mal wieder herzu kommen, um mir das noch genauer anzuschauen. Aber jetzt muss ich dann doch zum Bus.

Wieder an der Bushaltestelle angekommen muss ich dann allerdings feststellen, dass ich den Busfahrplan falsch gelesen habe, und mich an den Abfahrtszeiten unter der Woche orientiert habe. Samstags fährt der Bus leider erst weitere 45 Minuten später. So ein  Mist. Und Internet habe ich hier mangels Netz leider auch nicht. Inzwischen bin ich aber doch recht müde und habe keine Lust mehr noch weiter rum zu laufen. Also setze ich mich auf die Parkbank und warte.

Als ich endlich in Oberau am Bahnhof ankomme, muss ich leider feststellen, dass ich auch hier fast eine Stunde warten muss, bis der nächste Zug fährt. Also laufe ich noch etwas durch den Ort und suche nach einem Supermarkt oder einer Tankstelle, wo ich was zu trinken kaufen könnte. Leider Fehlanzeige. Hier gibt es nichts.

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So endet diese wunderschöne Tour leider nicht ganz so wie erwartet und als ich endlich in den Zug nach München steige, ist die Stimmung ein klein wenig getrübt. Aber nicht sehr lange, denn die tollen Erlebnisse in dieser traumhaft schönen Natur besänftigen mich recht schnell wieder.

Ich hoffe Euch hat auch dieser Post gefallen und würde mich freuen, wenn Ihr mir Eure Kommentare hinterlasst.

 

 

 

 

 

 

 

Zur Milstätter Hütte

Bei dieser Tour gibt es keinen Gipfel zu erklimmen, dafür werdet Ihr aber mit einer Hütte belohnt, die zu meinen Lieblingshütten zählt. Da Ihr meistens parallel zum Berg geht, sind die 1.100 Höhenmeter ohne große Anstrengung zu absolvieren. Auch diese Tour bietet Euch tolle Panoramaausblicke über den Milstätter See und die Berge der Umgebung.

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Wanderung auf den Mirnock

Dieser Berg trägt den Namen Weltenberg. Ihr findet an diesem Berg besondere Kraftfelder, die schon die Kelten nutzten. Ansonsten erwartet Euch eine traumhafte, wenn auch etwas anstrengende Tour, auf der Ihr immer wieder mit genialen Panoramaausblicken unter anderem über den ganzen Milstätter See belohnt werdet. Auf dieser Wanderung gibt es keine Hütten zum Einkehren, Ihr müsst Euch also genügend Proviant mitbringen.

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Staff und Goldeck ; two panoramic summits

During this hike you will enjoy breathtaking panoramic views of the Karavanke and Julian Alps as well as the „Hohe Tauern“ all the way to the „Großglockner“. Since this tour starts at around 6.200 ft. you won’t have to climb too much difference in altitude.

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