Felbertauernstrasse

Eine landschaftlich sehr reizvolle Fahrt durch ein einzigartiges Bergpanorama. Da diese Straße keine Autobahn ist, könnt Ihr hier die Strecke genießen und immer wieder Fotostopps einlegen.  Und es gibt an der Strecke wirklich viele Orte, an denen man anhalten möchte.  Die Landschaft ist wirklich einzigartig. Nehmt Euch als Zeit für die Strecke. Der Weg ist hier das Ziel.

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Zur Milstätter Hütte

Bei dieser Tour gibt es keinen Gipfel zu erklimmen, dafür werdet Ihr aber mit einer Hütte belohnt, die zu meinen Lieblingshütten zählt. Da Ihr meistens parallel zum Berg geht, sind die 1.100 Höhenmeter ohne große Anstrengung zu absolvieren. Auch diese Tour bietet Euch tolle Panoramaausblicke über den Milstätter See und die Berge der Umgebung.

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Wanderung auf den Mirnock

Dieser Berg trägt den Namen Weltenberg. Ihr findet an diesem Berg besondere Kraftfelder, die schon die Kelten nutzten. Ansonsten erwartet Euch eine traumhafte, wenn auch etwas anstrengende Tour, auf der Ihr immer wieder mit genialen Panoramaausblicken unter anderem über den ganzen Milstätter See belohnt werdet. Auf dieser Wanderung gibt es keine Hütten zum Einkehren, Ihr müsst Euch also genügend Proviant mitbringen.

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Staff und Goldeck ; two panoramic summits

During this hike you will enjoy breathtaking panoramic views of the Karavanke and Julian Alps as well as the „Hohe Tauern“ all the way to the „Großglockner“. Since this tour starts at around 6.200 ft. you won’t have to climb too much difference in altitude.

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Staff und Goldeck – zwei Panoramagipfel

Bei dieser Tour erwarten Euch atemberaubende Panoramaausblicke in die Karawanken, die Julischen Alpen, aber auch in die Hohen Tauern bis hin zum Großglockner. Da Ihr auf fast 1.900 Metern startet, sind auch nicht so viele Höhenmeter zu bewältigen.

Die Goldeck Panoramastraße

Mein erster Urlaubstag beginnt mit strahlendem Sonnenschein und ich freue mich schon auf meine Wanderung. Im Internet hatte ich eine Tour gefunden, die über 4 Gipfel führen sollte. Als ich aber meinen Freunden davon erzählt habe, meinten Sie, dass ich mich erst mal mit zwei begnügen sollte. Alle 4 Gipfel zu laufen, wäre dann doch etwas zu viel. Im Nachhinein muss ich sagen, dass man die 4 Gipfel bei guter Kondition und mit viel Zeit wohl schaffen kann. Die zwei, die ich gemacht habe, waren schon ausreichend.

Zunächst muss ich noch zu meinem Startpunkt fahren. In Zlan beginnt die Goldeck Panoramastraße, die das erste Highlight des Tages wird. Um die Straße nutzen zu dürfen, müsst Ihr eine Maut zahlen. Aber die 14,00 € sind es wirklich wert. Wenn Ihr länger in Kärnten seid, solltet Ihr darüber nachdenken Euch die Kärnten Card zu kaufen. Mit der habt Ihr freien Eintritt zu vielen Sehenswürdigkeiten und spart Euch auch die Mautgebühren. Es gibt hier in der Region einige Mautstraßen, die es sich wirklich zu erkunden lohnt. Da habt Ihr das Geld für die Karte schnell wieder reingeholt.

Ihr könnt allerdings auch von Spittal aus mit der Bahn auf’s Goldeck fahren und von der Bergstation aus los wandern.

Die Straße endet am Parkplatz Seetal auf 1.883 m knapp unter dem Gipfel des Goldecks. Warum der Seetal heißt erschließt sich mir nicht, da weit und breit kein See in Sicht ist. Dafür aber ein traumhafter Panoramablick in die Karawanken und Julischen Alpen.

Und an diesem Tag gibt es ein Feuerwerk an Orange- und Gelbtönen von den herbstlich verfärbten Lärchenwäldern dazu. Allein dieses Leuchten macht die Tour zu einem ganz besonderen Erlebnis. So intensiv habe ich das noch nie gesehen.

Der Aufstieg zum Staff

Am Parkplatz (1.883 m) gibt es ein Gasthaus, das aber derzeit geschlossen ist. Der Bau ist auch eher  ein Schandfleck hier inmitten dieser atemberaubenden Natur. Typisch 1980-er Jahre. Groß und nicht wirklich schön. Gegenüber wurde gerade eine neue Hütte gebaut, die wohl ab nächstes Jahr in Betrieb sein wird. Wie Ihr oben seht, hat man bei der Planung dieser Hütte dran gedacht, dass sie sich gut in die Natur einfügen soll.

Nach kurzer Suche finde ich dann auch den ersten Wegweiser zu meinem ersten Gipfel, dem Staff (2.217 m). Auf dem Schild steht, dass die Tour 4 Stunden dauern soll. Hab ich mir da doch etwas zu großes vorgenommen? Ich kann Euch beruhigen, denn ich habe dann nur 2,5 Stunden bis zum Gipfel gebraucht.

Also marschiere ich los. Zunächst geht es fast eben zur Kapelleralm. Am Eingang zum Weidegebiet finde ich das Schild oben. Da wird mal auf witzige Wiese erklärt, was Hunde doch für Schaden anrichten können. Der Weg führt über eine Forststraße, die auch als Zufahrt zu den Almhütten genutzt wird. Das Vieh ist aber Mitte Oktober schon wieder im Tal. Wie ich feststellte, hatte ich sowieso Glück. Das war der letzte Tag, an dem die Bergbahn gefahren ist, und auch die Hütten machen dann erst mal zu.

So früh am Morgen ist es noch ruhig an der Kapelleralm. Ich werde den ganzen Tag über nicht viele Menschen treffen. Aber ganz alleine habe ich den Berg natürlich nicht für mich an einem so wunderschönen Sonntag. Es sind hauptsächlich die Einheimischen, die das gute Wetter nutzen und auf den Berg gehen.

Der Gipfel des Staff

Und dann habe ich den ersten Blick auf den kompletten Gipfel des Staff. Ganz schön beeidruckend. Und diese Farben des Herbstwaldes. Das ist schon spektakulär. Ich kann mich gar nicht satt sehen daran.

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Der Weg führt mich weiter zur Gusenalm, die auf 1.740 m liegt. Das heißt also 140 Höhenmeter runter, bevor es dann wieder bergauf geht. Aber es sind dann ja nur 470 m bis zum Gipfel des Staff. Da hab ich schon Schlimmeres überstanden. Auch an der Gusenalm ist es am Morgen noch ruhig. Wobei ich von Weitem sehe, wie jemand Alles für den Betrieb herrichtet. Ich komme ja später wieder hier vorbei, dann mache ich auch eine Rast. Die Hütte gefällt mir nämlich. Schaut so schön urig aus.

An der Gusenalm geht es noch ein Stück weiter bergab und in einen kühlen Wald. Aber es gibt auch immer wieder Lichtungen, die tolle Ausblicke bieten. Plötzlich hört der Weg auf und ich kann keinen Wegweiser finden. Habe ich mich etwa verlaufen und die Abzweigung zum Gipfel verpasst? Meine Freunde haben mir eine Wanderkarte mitgegeben und eigentlich bin ich bis hierher richtig gelaufen. Also gehe ich wieder ein Stück zurück und suche nach der Abzweigung. Und tatsächlich bin ich, abgelenkt von der tollen Umgebung, dran vorbei gelaufen.

Ich verlasse den Forstweg und gehe nun auf einem weichen Waldpfad weiter. Dieser steigt gemächlich an der Nordflanke des Berges an. So wird der Anstieg ein Spaziergang und strengt nicht wirklich an. Da ich auch die meiste Zeit im Schatten laufe, komme ich nicht mal ins Schwitzen. Ich muss trotzdem ständig stehen bleiben und diese bunten Bäume bewundern.

Langsam gewinne ich an Höhe und die Aussicht wird wieder spektakulärer. Nun kann ich über das Goldeck hinaus bis zum Reißeck sehen. Die Eckwand wäre übrigens einer der 4 Gipfel gewesen, die in der Tour, die ich machen wollte beschrieben war. Vom Staff aus gibt es einen Höhenweg, den man zur Eckwand und zum Latschur laufen kann. Dann kommt man über die Siflitzhütte wieder zurück zur Gusenalm. Beim nächsten Mal dann.

Der Wald wird bald lichter und ich stehe am Fuß der Nordwand des Staff. Faszinierend wie die Lärchen sich an die Felswand klammern und wirklich jede Nische nutzen. Hab ich schon erwähnt, dass ich mich an diesen herbstlich gefärbten Bäumen nicht satt sehen konnte? 🙂

Besonders faszinierend fand ich dann diese Bäume, die von der hinter dem Berg aufsteigenden Sonne so angestrahlt wurden. Das hat so was filigranes. Der Weg wurde dann etwas steiler, aber immer noch nicht wirklich anstrengend. Und so erreiche ich schon bald eine Mulde zwischen dem Staff und der Eckwand.

Nun ist es nicht mehr sehr weit bis zum Gipfel. Der Blick nach Norden in die Tauern und Nockberge wird auch immer grandioser. Gemütlich gehe ich weiter. Es ist wirklich sehr schön hier oben. Nur selten höre oder sehe ich Menschen. Etwas weiter unten im Wald hörte ich in der Ferne einen Hund bellen. Den werde ich später mitsamt seinem Herrchen noch treffen. Am Ende der Mulde zeigt ein Wegweiser auf ein kurzes Stück Felswand, das ein bisschen schwieriger zu gehen, oder besser gesagt zu kraxeln ist.

Die Markierungen führen durch diese Felswand, die nicht gesichert ist. Aber keine Angst, es gibt immer Stellen, an denen man Halt findet und so hoch ist es nicht. Ich brauche nur ein paar Minuten bis ich durch bin. Wem das nicht behagt, der kann einen kleinen Umweg gehen und über eine Wiese zum Eckwandsattel laufen, von wo es dann auf dem Grat weitergeht.

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Und dann stehe ich auf dem Sattel. Links geht es weiter zum Gipfel des Staff und rechts würde der Weg zur 4-Gipfel Tour abgehen. Auf dem Blick in die Hohen Tauern seht Ihr einen kleinen weißen Punkt. Das ist der Großglockner. Diese Sicht ist echt atemberaubend. Wie weit man hier sieht! Aber ich bin ja noch nicht ganz auf dem Gipfel. Ab hier solltet Ihr schwindelfrei sein und trittsicher. Denn das letzte Stück zum Gipfel führt über einen schmalen Grat.

Kurz vor dem Gipfel sehe ich durch diese Felsspalte auf die Gusenalm. Und dann ist es geschafft. Ich habe den Staff bezwungen und stehe nun auf 2.217 m mit einer atemberaubenden Aussicht und einem tiefblauen Himmel. Das ist immer wieder ein erhebendes Gefühl. Und bei diesem Panorama rund herum, noch viel mehr. Und von wegen man braucht 4 Stunden bis hierauf! Ich war nach 2,5 Stunden schon auf dem Gipfel.

Über den Eckwandsattel zur Gusenalm

So lange ich noch am Gipfel bin, nehme ich mir die Zeit für ein kleine Jause.  Dabei kann ich das Panorama noch ein bisschen genießen. Irgendwann muss ich dann doch wieder aufbrechen. Ich habe ja noch ein Stück zu gehen und will ja noch einen zweiten Gipfel erklimmen. Vom Gipfel abwärts folge ich zunächst dem Weg, auf dem ich gekommen bin. Bis ich zu dem Wegweiser Richtung Eckwandsattel komme.

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Ich folge also dem Weg über den Grat, der zur Eckwand führt. Das muss nun der 4-Gipfelweg sein. Und voller Erstaunen entdecke ich dann noch diesen Enzian. Das hätte ich zu dieser Jahreszeit nicht mehr erwartet. Laut meinen Freunden war das aber keine verspätete Blüte, sondern eine verfrühte.

Beim nächsten Wegweiser überlege ich kurz, ob ich vielleicht doch den etwas längeren Weg gehen soll. Aber erstens fühle ich mich doch schon etwas erschöpft, zweitens habe ich ja mit dem Goldeck noch einen Gipfel vor mir (den könnte man natürlich auch weglassen) und drittens will ich ja an den nächsten beiden Tagen noch andere Touren gehen. Ich denke mal, dass das nicht mein letzter Besuch in Kärnten sein wird.

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Also gehe ich zurück zu der Mulde, aus der ich vorhin zum Staff hochgeklettert bin. Das wäre dann der Weg, den Ihr gehen müsst, wenn Ihr nicht durch den Felsen kraxeln wollt. Der Pfad führt zwar mehr oder weniger gerade über die Wiese hinab, ist aber wirklich gut zu gehen und der Untergrund ist schön weich. So wirklich steil ist der Abstieg über diesen Weg auch nicht.

Und wieder erreiche ich diesen bunten, herbstlichen Lärchenwald und habe das Gefühl, dass die Farben in der Nachmittagssonne noch intensiver leuchten. Und ich mochte bis dato den Herbst nicht so sehr, weil danach der Winter kommt, und weil er oft so regnerisch und kühl ist. Aber bei dem Wetter? Einfach nur genial!

Bald darauf stehe ich also wieder an der Gusenalm. Hier ist jetzt auch richtig was los. Der Wirt ist super nett, und schnell fühlt man sich hier wie unter Freunden. Wer ankommt grüßt die ganze Mannschaft und wer geht verabschiedet sich von allen. Das ist eines der Dinge, die mir beim Bergwandern so gefallen. Am Berg duzt man sich, hier sind Beruf und Stand völlig egal. Plötzlich unterhält man sich angeregt mit Leuten, die man im Tal niemals treffen würde. Wär ja irgendwie eine gute Idee, wenn man dieses Feeling mit ins Tal nehmen könnte. Aber da muss ich mich an die eigene Nase fassen und gestehen, dass ich das auch nicht mache.

Etwas wehmütig blicke ich also zurück auf den Gipfel des Staff und genieße mein alkoholfreies Weißbier. Als ich nach einem zweiten frage, werde ich enttäuscht. Auch diese Hütte hat heute den letzten Tag geöffnet. Aber es gibt noch ein alkoholfreies Helles. Geht auch. Auch hier auf der Hütte könnte ich gerne noch lange sitzen bleiben, aber ich habe ja noch einen letzten Anstieg zu bewältigen.

Theoretisch könnte ich ja auf dem Weg, den ich heute morgen gekommen bin, zurück zum Auto wandern. Ich entscheide mich aber für den Waldpfad, der oberhalb der Forststraße verläuft. Und entdecke hier noch ein paar Kuriositäten, wie die bizarr geformte Baumwurzel oben. Schaut irgendwie aus, wie ein Vogel aus der Dino-Zeit.  Der Pfad führt dann aber nicht direkt auf das Goldeck, sondern zunächst wieder zur Kapelleralm. Auch hier ist jetzt am Nachmittag sehr viel los.

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Von der Kapelleralm geht es dann aber recht steil und gerade noch einmal 300 m nach oben zum Seetalnock. Das fühlt sich dann irgendwie als anstrengendster Teil der ganzen Tour an. Aber das Panorama entschädigt definitiv dafür. Auch wenn ich den ganzen Tag schon solch spektakuläre Ausblicke genießen konnte.

Zum Goldeck gibt es eine schöne Sage. Alle zehn Jahre errichten weiße Frauen, die Saligen, ein Schloss irgendwo am Goldeck. Der Berg hat seinen Namen, weil in seinem inneren armdicke Goldadern verlaufen. Aber nur die Saligen wissen, wo diese verlaufen. Und wer ihr Schloss findet, darf sich soviel Gold mitnehmen wie er tragen kann. Eines Tages findet ein Hirte zum Schloss und eine alte Frau verspricht ihm eben so viel Gold, wie er tragen kann. Der Hirte ist aber etwas zu pflichtbewusst und will erst seine Herde einpferchen. Als er wieder zu der Stelle kommt, an der er das Schloss gesehen hatte, war es verschwunden. Pflichtbewusstsein zahlt sich leider nicht immer aus.

So erreiche ich also die Nordseite des Goldecks. Von hier habe ich einen Blick über das Drautal und die gegenüberliegenden Nockberge bis zum über 2.600 m hohen, schneebedeckten Reißeck. Inzwischen ist es später Nachmittag geworden und als ich zur Bergstation der Goldeckbahn komme, ist die letzte Gondel schon im Tal. Im Winter könnt Ihr hier am Goldeck auch Ski fahren.  Er wird auch der Sportberg genannt und Ihr habt hier noch viele weitere Möglichkeiten Euch aktiv zu betätigen. Besonders reizen würde mich ja die Sonnenaufgangsfahrt, die die Bergbahn anbietet. Ein Sonnenaufgang auf dem Gipfel. Das muss ja nun wirklich die Krönung sein.

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Ich muss zugeben, dass ich dann die letzten Meter zum Gipfel doch nicht mehr hochgegangen bin. Die Tour in der dünnen Bergluft hat mich dann doch ein kleines bisschen mehr angestrengt, als ich mir selbst eingestehen wollte. Über eine gut befestigte Schotterstraße gehe ich also zurück zum Parkplatz, der inzwischen wieder fast leer ist. Was war das für ein tolle Tour, aber jetzt freue ich mich auf ein Stück vom weltbesten Apfelstrudel bei meinen Freunden.

Ich hoffe Euch hat mein Post auch dieses Mal wieder gefallen und Lust auf die Berge gemacht. Wie immer würde ich mich über Kommentare von Euch freuen.

 

 

Blick auf den Wilden Kaiser

Von Kufstein ins Kaisertal

Heute möchte ich Euch von einer landschaftlich sehr reizvollen Tour erzählen, die -abgesehen vom Aufstieg- nicht sehr anstrengend ist. Das Kaisertal liegt zwischen dem Zahmen Kaiser im Norden und dem Wilden Kaiser im Süden. Wer nicht ganz so hoch hinaus will, kann den Aufstieg auf die Naunspitze auch weglassen.

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Garmisch-Partenkirchen: Wanderung über den Kramer

Heute stelle ich euch eine Tour vor, die in manchen Abschnitten etwas anstrengender ist. Belohnt werdet Ihr immer wieder mit tollen Aussichten auf das Zugspitzmassiv. In meinem Führer war sie in entgegengesetzter Richtung ausgeschrieben, aber da ich zum Abschluss auf der St. Martinshütte einen dieser leckeren Blaubeerpfannkuchen essen wollte, hab ich die Tour in anderer Richtung gemacht. Je nachdem, ob Ihr lieber einen anstrengenden Aufstieg oder Abstieg haben wollt, könnt Ihr die Richtung wählen.

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Maui Inselrundfahrt Teil 3

Heute will ich Euch von einer meiner Lieblingstouren auf Maui erzählen. Diese Tour lässt sich aber auch auf zwei Tage ausdehnen für noch mehr Genuss. Schließlich erwartet Euch eine der spektakulärsten Küstenstraßen der Welt. Aber nicht nur das. Ich fand die Road to Hana so genial, dass ich sie gleich dreimal gefahren bin. Bevor Ihr losfahrt solltet Ihr Euch aber darüber im Klaren sein, dass hier der Weg das Ziel ist. Natürlich kann es nicht schaden, wenn Ihr Euch informiert, was es zu sehen gibt und vielleicht auch eine Vorauswahl der Stellen trefft, an denen Ihr einen Stopp einlegen wollt. Es erwarten Euch 600 Haarnadelkurven, einspurige Brücken, Bambuswälder, tropischer Regenwald, Wasserfälle und schwarze Lavastrände. Lasst Euch einfach treiben.
Regenwald auf Maui

An der Raod to Hana

Road to Hana, ein Naturerlebnis

Einen ersten Stopp könnt Ihr bei Mile Marker #2 machen. Dort gibt es die berühmten Twin Falls zu sehen. Am Eingang zum Park gibt es einen Stand an dem Ihr frische Smotthies und andere Leckereien kaufen könnt. Beim Garden of Eden Arboretum gibt es neben einem 100 Jahre alten Mangobaum einen kleinen Park zu erkunden. Wenn Ihr ein Picknick einlegen wollt, solltet Ihr einen Stopp am Nahiku Market Place planen. Im Kahanu Garden erwartet Euch einerseits ein tropischer botanischer Garten, aber auch der Pi’ilanihale Heiau, Hawaii’s größte Tempelanlage. Wer sich für die polynesische Kultur interessiert, sollte sich das anschauen. Im Wai’anapanapa State Park gibt es einen schwarzen Strand, tolle Fotomotive und Lavahöhlen. Und dann erreicht Ihr Hana, ein kleines verschlafenes Städtchen.

Hana, ehemalige Hippiekommune im Regenwald

Hier gibt es zwei Resorts, die ich Euch empfehlen kann, wenn Ihr an einem romantischen Ort übernachten wollt. Das Hana Kai Maui bietet einfache Appartements in einer traumhaften Lage direkt am Strand. Eigentlich muss man hier mindestens 2 Nächte buchen, aber gegen Zahlung einer Reinigungsgebühr, kann man in bestimmten Kategorien auch nur eine Nacht buchen.

Und dann gibt es das Travaasa Hana. Dieses Hotel bietet unter anderem riesige Bungalows mit Meerblick., die wirklich spektakulär sind. Es ist der Inbegriff eines romantischen Luxus Resorts und wenn Ihr das Total Travaasa Package bucht, habt Ihr ein All Inklusive Paket, das den Namen auch verdient. Es gibt 5 Themenbereiche unter die Ihr Euren Aufenthalt stellen könnt: Abenteuer, Kulinarik, Kultur, Fitness und Spa & Wellness. Zugegeben; das ist nicht günstig zu haben, aber es ist sein Geld auf alle Fälle wert. Und damit Ihr Euch wirklich erholt gibt es in diesem Hotel keine Radios, Uhren oder Fernseher. Ihr seid ja hier zum Relaxen. Und dazu braucht es auch keine Klimaanlage.

In Hana selbst gibt es nicht wirklich viel zu sehen. Bei Touristen beliebt ist der etwas andere Supermarkt „Hassegawa General Store“. Hier gibt es glaub ich nichts, was es nicht gibt. Und das Ganze auf recht engem Raum angeordnet. Ansonsten ist Hana ein verschlafenes Städtchen im Regenwald. Aber genau das gibt diesem Ort sein so besonderes Flair und ich hoffe, dass es noch sehr lange so bleibt.

Die 7 Wasserfälle des Oheo Gulch

Hinter Hana windet sich die Straße noch ein Stück am Fuß des Haleakala Richtung Süden. Schon bald erreicht Ihr die Wasserfälle des Oheo Gulch. Einer Treppe gleich fließt hier das Wasser über sieben Wasserfälle ins Meer. Bis Juni 2016 waren die einzelnen Becken der Wasserfälle eine beliebte Badedestination. Das frische Wasser von der Flanke des Vulkans war zwar recht kalt, aber es hatte schon was, wenn man durch die Fälle nach oben kletterte. Und die etwas Mutigeren konnten sich hier im Cliff Diving üben. Leider kam es aber wohl in letzter Zeit öfters zu Unfällen wegen Steinschlag und so wurde das Baden in den Pools verboten. Dennoch sollte man sich dieses Naturschauspiel anschauen und zumindest einen Spaziergang planen. Ihr werdet zumindest traumhafte Fotomotive finden.

Eine letzte Attraktion erwartet Euch noch an der Road to Hana. Kurz hinter den Fällen des Oheo Gulch kommt Ihr zu einer kleinen Kapelle. Neben dieser Kapelle ist eine einfache Steinplatte in der Erde. Das ist das Grab von Charles Lindbergh. Für diejenigen unter Euch, die jetzt nicht mehr so genau wissen, warum man diesen Mann kennen sollte; das war der, der als erster über den Atlantik geflogen ist.

Steppe vor Bergen an Maui's Südküste

Kipahulu, Maui

Achtung unwegsames Gelände

Wenn Ihr einen Mietwagen habt, solltet Ihr spätestens hier umkehren und auf demselben Weg zurück fahren, den Ihr gekommen seid. Denn kurz hinter dem Grab von Charles Lindbergh wird die Straße zur Schlagloch-Schotterpiste. Wobei  eine Schotterpiste eher einer Autobahn gleicht, als dem Weg, der Euch hier erwartet. Wir sind die Straße damals gefahren, denn schließlich war sie auf der Karte als Highway eingezeichnet und somit gemäß der Nutzungsbedingungen unseres Vermieters nicht gesperrt. Ich konnte bis heute nicht klären, ob man mit dem Mietwagen hier lang fahren darf oder nicht. Falls Ihr das plant, stellt zumindest sicher, dass Ihr ein geländegängiges Fahrzeug fahrt. Zu sehen gibt es auf dieser Strecke beeindruckende Landschaften. An den Hängen des Haleakala wachsen noch Wälder, die aber schon bald in steppenähnliche Wiesen mit trockenem Gras, einzelnen Bäumen und viel Lavageröll übergehen. Das ist schon sehr beeindruckend.

Irgendwann kommt Ihr dann aber wieder auf eine asphaltierte Straße, den Piilani Highway. Der führt Euch dann durch das Maui Upcountry zum Kula Highway, der Euch dann zurück nach Kahului bringt.

Kulinarische Überraschungen

Hier im Upcountry gibt es noch ein paar kuriose Sehenswürdigkeiten. Wie wäre es mit Wein aus Maui? Maui Wine auf der Ulupalakua Ranch produziert seit 1974 Weine. Wer also auf der Suche nach einem ganz besonderen Souvenir ist, wird hier fündig werden. Bei Eurer Weiterfahrt werdet Ihr dann noch an Lavendelfeldern und einer Ziegenfarm vorbeikommen.

Ihr seht also, dass diese Insel so viel mehr zu bieten hat als schöne Strände und es wirklich sehr schade wäre, wenn Ihr Euch nicht die Zeit nehmt die Schönheit Maui’s zu erkunden.

Wart Ihr schon auf Maui und habt weitere Tipps? Ich freue mich über Eure Kommentare.

Mahalo nui loa.

Maui Inselrundfahrt Teil 2

Heute wollen wir also einen weiteren Teil von Maui erkunden. In diesem Artikel werde ich Euch tolle Strände zeigen, von Meeressäugern berichten und Euch einen Tipp für einen wirklich spektakulären Sonnenaufgang geben.

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Maui Inselrundfahrt Teil 1

Ok, ich muss zugeben, dass es schon etwas her ist, seit ich auf Maui war, aber damals habe ich mir die Insel wirklich sehr genau angeschaut und kann Euch hier doch einiges dazu erzählen.

Maui wird auch die Insel der Täler genannt und besteht eigentlich aus zwei Teilen, die durch ein breites flaches Tal verbunden sind. Der kleinere Nordwestteil, ist der, an dessen Westküste die meisten Hotels der Insel liegen. Zwischen Lahaina und Kapalua sind auch die bekanntesten Strände. Hier kann man auch sehr gut im Meer baden.

großer Baum in Lahaina, Maui

Banyan Tree, Lahaina

Lahaina und Kaanapali, die bekanntesten Badeorte

In Lahaina und Kaanapali reiht sich ein Resort an das andere und diese beiden Orte sind sehr vom Tourismus geprägt. Kihei im Südwesten hat aber in den letzten Jahren gut aufgeholt und vermarktet sich nun als Familiendestination. Hier ist geht es noch etwas bodenständiger zu und die Resorts sind hauptsächlich Appartementanlagen. Die Luxushotels befinden sich an der Nordwestspitze in Kapalua und im Süden in Wailea. Wie überall auf den hawaiianischen Inseln, gibt es auf Maui auch eine Vielzahl an Golfplätzen.

Der größere südöstliche Teil der Insel wird geprägt vom knapp über 3.000m hohen Haleakala, was übersetzt Haus der aufgehenden Sonne bedeutet. Ich erkläre Euch später warum.

Auch Maui lässt sich nicht komplett umrunden. Also muss ich meine Inselrundfahrt wieder in Teilstücke aufteilen. Beginnen werde ich unsere Erkundung in Lahaina. Im 19. Jahrhundert war das die wichtigste Stadt der hawaiianischen Inseln. Hier landeten die ersten weißen Siedler, nämlich Missionare aus  Neuengland, die die heidnischen Ureinwohner vom christlichen Glauben überzeugen wollten. Zu dem Zeitpunkt war Lahaina als Sündenpfuhl verschrien, weil der Hafen hauptsächlich von Walfängerschiffen angelaufen wurde, die sich hier nach Monaten auf See neuen Proviant aufluden und die Seemänner sich austobten. Die Missionare waren jedenfalls geschockt als sie hier ankamen. Vor allem wegen der fast nackten Ureinwohner.

Lahaina, Städtchen mit Geschichte

historische Krankenstation in Lahaian

Seaman’s Hospital, Lahaina

Die Front Street ist noch immer die Hauptstraße der Stadt, die heute aber geprägt wird von Galerien und Restaurants. Auf der dem Meer zugewandten Seite gibt es viele Möglichkeiten bei spektakulären Sonnenuntergängen auf einer Terrasse einen Cocktail und das Abendessen zu genießen. An der Front Street beginnt auch ein historischer Rundgang, der Euch zu den wichtigsten Punkten aus der Vergangenheit führt. Ihr beginnt am besten am Baldwin Home Museum, das in einem der ältesten Häuser der Stadt untergebracht ist. Der Erbauer hieß Dwight Baldwin und war eben einer der ersten Missionare, die hier ankamen.

Hawai 092Weiter geht es durch eine kleine Straße zur Lahaina Public Library. Der Rasen vor der Bibliothek war bis in die 1950er Jahre ein großes Tarofeld. Den nächsten Stopp könnt Ihr am Hauola Stone einlegen. Dieser Stein wurde von den hawaiianischen Priestern als ein Stein mit heilender Wirkung angesehen. Weiter geht es zum ältesten Leuchtturm der Inseln. Das Pioneer Inn ist das älteste Hotel auf Maui und hat schon so illustre Gäste wie Frank Sinatra beherbergt. Der Banyan Tree (siehe Foto oben) bedeckt mit seinen Ästen eine Fläche von über 4.000m² und ist traditionell in jedem hawaiiansichen Dorf der Treffpunkt. Der in Lahaina wurde übrigens 1873 gepflanzt. Gegenüber liegt das Courthouse, hier wurde 1898 zum ersten Mal die amerikanische Flagge auf Hawaii gehisst.

Hawai 091Wenn Ihr wieder auf die Front Street kommt, biegt Ihr rechts ab und kommt schon bald zur Episcopal Church, die 1909 von der gegenüberliegenden Straßenseite hierher versetzt wurde. Am Maluuluolele Park biegt Ihr dann ab in die Shaw Street  und von dort in die Waine’e Street. Dort trefft Ihr auf die älteste aus Stein erbaute Kirche in Hawaii. Im benachbarten Friedhof befindet sich das Grab von Königin Keopuolani, der ersten Königin, die zum christlichen Glauben konvertierte. In der Luakini Street findet Ihr den ältesten buddhistischen Tempel Hawaii’s.

Hawai 095

Von hier geht es dann zur Prison Street. Wie der Name schon sagt, könnt Ihr hier ein altes Gefängnis sehen. Der hawaiiansiche Name des Gebäudes ist Hale Paahao, was wiederum Haus mit Eisengittern bedeutet. Ihr folgt nun wieder der Waine’e Street und biegt dann links in die Hale Street. Dort befindet sich das Hale Aloha (Haus der Liebe), das 1858 in Erinnerung an die fast 6.000 Menschen, die an den Pocken starben, errichtet wurde. Damit endet der Rundgang durch das historische Lahaina.

Hawai 096

Nördlich an Lahaina schließt sich direkt Kaanapali an. Dies ist ein künstlicher Ort, der hauptsächlich aus Hotels besteht. Hier gibt es die wenigen Hochhäuser der Insel. Und den längsten Strand der Insel. Früher durften sich hier nur die Könige und Ihre Familien aufhalten. Besonders erwähnenswert ist hier noch die Mall Whalers Village mit vielen Shops, einem Walfang-Museum und natürlich hawaiianischem Unterhaltungsprogramm. Und für alle, die ein Luau besuchen wollen, gibt es mit dem Royal Lahaina hier eines der besten der Inseln. Kaanapali ist der am besten geeignete Ort auf den hawaiianischen Inseln, wenn Ihr ein paar Tage Strandurlaub plant. Aber es wäre doch sehr schade, wen Ihr den langen Flug auf Euch nehmt, nur um dann am Strand zu liegen. Daher fahren wir mit unserer Besichtigungstour fort.

Wer es etwas ruhiger mag, aber dennoch nicht ganz auf den Strand verzichten möchte ist an der Napili Bay genau richtig. An der kleinen Bucht liegen nur zwei Hotels. Im Napili Kai Beach Resort ist das Sea House Restaurant direkt am Strand. Hier kann man nicht nur gut essen, sondern auch tolle Ausblicke auf das benachbarte Lanai genießen. Einfach ein Traum.

historisches Schulhaus am Strand

DT Fleming Beach Park

Kapalua ist die Heimat von sehr exklusiven Hotels und bietet mit dem DT Fleming Beach Park einen schönen Strand, der nicht so überlaufen ist. Und hier gibt es das Schulhaus, in dem der Unterricht wohl wirklich eine Qual war. So direkt am Strand ruhig sitzen und dem Lehrer zu hören? Ich weiß nicht, ob das bei mir funktioniert hätte.

rote Felsenklippe

An der Nordküste Maui’s

Kurz hinter Kapalua wird die Straße dann einspurig und hier sollten wirklich nur Abenteurer weiter fahren. Wer sich traut, wird mit tollen Aussichten auf Molokai belohnt. Die Straße schlängelt sich kurvenreich durch die Klippen. Rechts geht es steil den Berg hoch und links genauso steil Richtung Ozean. Bei Gegenverkehr muss man dann auch schon mal ein Stück rückwärts fahren bis man zu einer Ausweichbucht kommt. Hier ist der Weg das Ziel. Und der ist nichts für schwache Nerven. An der nördlichsten Ecke der Insel gibt es dann noch das Nakalele Blowhole. Ab hier ist die straße zwar immer noch sehr eng, aber entlang der Ostküste führt sie dann mehr durch eine sanfte Hügellandschaft und Ihr könnt ein sehr ursprüngliches Maui entdecken. Das Ende dieses Teils der Rundfahrt ist dann Kahului, die Verwaltungshauptstadt der Insel.

In Kahului liegt auch der Flughafen. Ansonsten gibt es in der mit 26.000 Einwohnern für hawaiianische Verhältnisse große Stadt nicht viel zu sehen. Beim Flughafen sind ein paar Einkaufszentren mit Supermärkten. Das ist dann interessant für Euch, wenn ich Euch ein Appartement gemietet habt und Euch selbst versorgen wollt.

Hier endet der erste Teil meiner Inselrundfahrt. Ich hoffe es hat Euch gefallen.

Wie immer würde ich mich über Kommentare von Euch freuen. Und wenn Ihr Fragen habt zu Hawaii, fragt mich.