Durch die Wolfsschlucht

Diese Tour ist auf weiten Strecken recht einfach zu gehen, aber der Aufstieg durch die Wolfsschlucht zum Schildenstein sollte nur dann gekraxelt werden, wenn Ihr über einigermaßen Kondition verfügt und schwindelfrei seid. Daher wird diese Tour in den Wanderführern auch als schwere Tour ausgezeichnet.

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Garmisch-Partenkirchen: Wanderung über den Kramer

Heute stelle ich euch eine Tour vor, die in manchen Abschnitten etwas anstrengender ist. Belohnt werdet Ihr immer wieder mit tollen Aussichten auf das Zugspitzmassiv. In meinem Führer war sie in entgegengesetzter Richtung ausgeschrieben, aber da ich zum Abschluss auf der St. Martinshütte einen dieser leckeren Blaubeerpfannkuchen essen wollte, hab ich die Tour in anderer Richtung gemacht. Je nachdem, ob Ihr lieber einen anstrengenden Aufstieg oder Abstieg haben wollt, könnt Ihr die Richtung wählen.

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Überwältigende Landschaft im Karwendel

Landschaftlich ist das eine der schönsten Touren, die ich bisher gemacht habe. Ständig musste ich stehen bleiben um die monumentale Bergwelt um mich herum zu genießen.  Und das Gute daran: Ihr braucht keine übermäßige Kondition für diese Tour. Der Aufstieg durch das Laliderertal ist auf weiten Strecken gemächlich, mit einem relativ kurzen aber steilen Aufstieg zur Falkenhütte, und der Abstieg zu den Engalmen ist an manchen Stellen auch etwas steil, aber gut zu zu gehen.

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Glottertal, Schwarzwald

2015-09-05 15.04.20

Auf den Spuren von Prof. Brinkmann

In den 80er Jahren gab es eine Fernsehserie, die regelmäßig die Straßen leer gefegt hat. Alle saßen dann vorm Fernseher und warteten auf die neuesten Geschichten von Familie Brinkmann und der Schwarzwaldklinik. Wer erinnert sich nicht daran? Es soll ja damals auch sehr viele Menschen gegeben haben, die tatsächlich Herrn Professor Brinkmann im Glottertal gesucht haben und sich von ihm medizinische Hilfe erwartet haben. Diese Serie hat aber auch einem kleinen Dorf im Schwarzwald, nur wenige Kilometer von Freiburg entfernt, einen riesigen Ansturm von Touristen beschert. Heute ist es wieder viel ruhiger und die Schwarzwaldklinik ist auch nicht zu besichtigen.

Familientreffen in schöner Umgebung

Meine Familie ist ja weit verteilt und wenn es dann einen Anlass zu feiern gibt, treffen wir uns gerne im Schwarzwald. Zum einen, weil es die Heimat meiner Mutter ist und zum anderen, weil der Schwarzwald so etwa der Mittelpunkt ist zwischen den am weitesten entfernt lebenden Teilen der Familie.

So trafen wir uns am ersten Septemberwochenende mal wieder um gemeinsam zu feiern. Und wie immer wurde es ein sehr schönes Fest.

Unsere Wahl fiel dieses Mal eben auf Glottertal und dort im Hotel zum Kreuz verbrachten wir zwei sehr schöne Tage.

Das Hotel befindet sich im Familienbesitz und ich muss sagen, dass ich mich schon lange nicht mehr so wohl gefühlt habe, wie hier. Alle Angestellten waren super nett und sehr professionell. Und das Essen war ein Traum. Das Einzige was etwas gewöhnungsbedürftig war, war die Einrichtung des Zimmers. Wir hatten das günstigste Standardzimmer gebucht und es war auch wirklich sehr sauber, aber die Einrichtung sah ein bisschen aus, als ob sie noch aus den Zeiten der Schwarzwaldklinik stammte.

Das Bild über dem Bett mit der integrierten Kuckucksuhr, war nicht so wirklich nach meinem Geschmack. Gott sei Dank tickte die Uhr nicht und auch der Kuckuck ließ uns schlafen.

Gemütliche Anreise auf Umwegen

Für die Anreise hatten wir einen schönen Ausflugstag mit einem Umweg über die Pfalz und das Elsaß geplant. Also fuhren wir am Freitag morgen um 7 Uhr in München los, um den Berufsverkehr zu umgehen. Unser erstes Ziel war Deidesheim, wo wir in der Winzergenossenschaft etwas Wein einkaufen wollten. Morgens um 11 Uhr schon eine  Weinprobe zu machen, ist eigentlich nicht so mein Ding, aber es hat sich wirklich gelohnt. Die Spezialität hier sind leckere Rieslingweine, aber es gibt auch sehr gute Rotweine und einen tollen Winzersekt.

Geplant war ja eigentlich über die Weinstraße ins Elsaß zu fahren, aber unser Navigationsgerät hat die Straße nicht gefunden und die Ausschilderung war auch nicht wirklich sehr hilfreich. Dennoch war die Fahrt durch die Südpfalz sehr nett. Man nennt die Gegend ja auch die Toskana Deutschlands. Sanfte Hügel, oft gekrönt von Burgruinen, säumten den Weg.

Kurzer Abstecher ins Elsass

Unser nächster Stopp war in Hagenau. Es gibt so ein paar Produkte, die wir während unserer Zeit in Paris lieben gelernt haben und so wollten wir unbedingt in einen großen Supermarkt um mal wieder einen Vorrat zu haben. Also haben wir einen Spaziergang durch die schöne Altstadt von Hagenau gemacht und einen Supermarkt gesucht. Aber wie in vielen deutschen Kleinstädten auch, haben die sich inzwischen an den Stadtrand zurück gezogen. Aber das Städtchen ist wirklich sehr schön mit seinen Fachwerk- und Sandsteinhäusern. Einen längeren Urlaub wird man hier nicht verbringen, aber wenn man auf der Durchreise ist, sollte man sich die Zeit für einen Spaziergang nehmen.

Also, wenn die deutsche A5 zwischen Karlsruhe und Freiburg mal wieder verstopft ist, wäre das eine Alternativroute. Im Elsaß sind die Autobahnen nicht gebührenpflichtig und es herrscht viel weniger Verkehr wie auf unserer Seite des Rheins.

Und so erreichten wir nach einem entspannten Tag unser Hotel, wo sich die ersten Familienmitglieder bereits auf der Terrasse versammelten.

 

Gemütlicher Abend im Kreis der Familie

Das vorherige Wochenende war noch sehr heiß gewesen, aber während der Woche war es doch recht kühl geworden und zu diesem Zeitpunkt war das auch mal wieder sehr angenehm, nach der wochenlangen Hitze, die wir diesen Sommer hatten. Zu unserem Glück, blieb aber der große Regen aus, der angekündigt war.

Freitag Abend saßen wir dann alle zusammen im Restaurant des Hotels und hatten uns natürlich viel zu erzählen. Das Essen würde zwar in die Kategorie gut bürgerlich fallen, aber perfekt zubereitet und wirklich sehr lecker. Die Preise sind zwar etwas hoch für die Gegend, aber man bekommt wirklich gute Qualität serviert und dafür zahlt man auch gern mal ein paar Euro mehr.

Am Samstag Vormittag war dann eine kleine Wanderung geplant. Wir wurden auf einem Bauernhof etwas außerhalb des Ortes zu einem Schwarzwälder Bauernvesper erwartet.

 

Von der Terrasse des Bauernhofs hatten wir einen tollen Blick über das Tal. Die Wurst und der Most waren hausgemacht und das hat man auch geschmeckt. Wirklich eine tolle Tour. Auf dem Hinweg mussten wir mangels Ortskenntnis ein gutes Stück an der Landstraße ohne Fußgängerweg entlang laufen. Das war nicht so prickelnd. Auf dem Rückweg hat uns dann ein freundlicher Anwohner darauf aufmerksam gemacht, dass es neben der Straße im Wald einen Wanderweg gibt, den wir nehmen können. Das war dann schon sehr viel angenehmer.

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Im Bild neben dem Holzherz seht Ihr in der Ferne den Bauernhof, auf dem wir Essen waren. Ein Teil des Rückwegs führte uns dann auch an den Weinbergen des Ortes entlang. An den Reben hingen die ersten bunten Blätter. Ja, der Herbst war definitiv angekommen.

Am Abend erwartete uns dann ein festlich geschmückter Raum im Restaurant und die Küche zeigte was sie noch so alles drauf haben. Zur Vorspeise hat sich dann auch die Natur noch ein kleines Schauspiel einfallen lassen. Wir blickten ins Tal und sahen über einem der Hügel einen wunderschönen Regenbogen.

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Das Essen war ein Traum und so verbrachten wir einen wunderschönen Abend und alle waren begeistert. Nur die Zeit verflog mal wieder viel zu schnell.

Viel zu schnell vorbei

Nach dem gemeinsamen Frühstück am Sonntag mussten wir uns dann aber leider schon wieder voneinander verabschieden und jeder machte sich auf den Heimweg. In Baden-Württemberg und Bayern waren ja noch Ferien, also beschlossen wir gemütlich über die Landstraße nach Hause zu fahren.

Durch das Glottertal ging es zunächst in den Hochschwarzwald. Eine traumhaft schöne Landschaft zog an uns vorbei. Da es auf dem Weg lag und wir schon immer mal hin wollten, sind wir dann weiter nach Donaueschingen, um uns die Donauquelle anzuschauen. Leider wurde die aber gerade restauriert.

Faszinierend, dass aus diesem kleinen Tümpel einer der größten Ströme Europas wird. Wenn man davor steht, ist das irgendwie schwer vorstellbar.

Ein weiterer Ort mit großer kultureller Bedeutung für Deutschland war dann der nächste Stopp. In Sigmaringen haben wir uns zumindest mal von außen das Schloß angeschaut. Das will ich irgendwann mal auch noch von innen sehen.

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So fuhren wir dann weiter Richtung Allgäu und sind dann in Bad Wörrishofen doch noch auf die Autobahn nach München. Immerhin war die sehr leer und wir hatten keinen einzigen Stau auf der Fahrt.

Schade, dass dieses schöne Wochenende so schnell vorbei war. Ich bin immer wieder erstaunt wie schön unser Deutschland doch ist. Wo in Deutschland gefällt es Euch denn am besten?

 

 

 

Meine Gedanken zu 25 Jahren Deutsche Einheit

Wie doch die Zeit vergeht. Wer hätte sich vor 25 Jahren vorstellen können wie gut es uns heute geht. Ich muss ja zugeben, dass ich damals sehr skeptisch war. An die blühenden Landschaften, die uns Helmut Kohl damals versprochen hatte, habe ich nicht so wirklich geglaubt. Aber ich habe mich gern eines besseren belehren lassen. Man könnte wahrscheinlich stundenlang darüber diskutieren, ob es wirklich so gekommen ist, oder ob das Land auch heute noch geteilt ist. Aber das will ich dann doch lieber den Herrschaften in den Talkshows überlassen.

Ich will Euch heute hier erzählen, wie ich die Zeit damals erlebt habe.

Am 09.11.1989 als die Mauer fiel, habe ich auf einem Kreuzfahrtschiff gearbeitet und wir waren in dieser Nacht unterwegs von Teneriffa nach Gran Canaria. Auf dieser Reise hatte ich Gäste aus Berlin zu betreuen und die kamen an diesem Abend ganz aufgelöst zu mir in den Dining Room und sagten nur, dass die Mauer gefallen sei. Meine erste Frage war: „Welche Mauer?“ Nachdem dann auch ich kapiert hatte, was meine Gäste mir sagen wollten, war mein nächster Gedanke: „Wie schade, dass mein Vater, das nicht mehr erleben darf.“ Für ihn ging damit sein größter Wunsch in Erfüllung. Und so habe ich mich weit weg von Deutschland auch sehr darüber gefreut. Aber während des darauffolgenden Jahres bis zur wirklichen Einheit, war ich doch auch immer wieder skeptisch. Während meiner Schulzeit waren wir mit der Klasse in Berlin und verbrachten auch einen Tag in Ost-Berlin. Ich fühlte mich sehr eingeschüchtert, was wahrscheinlich auch sehr viel mit Einbildung zu tun hatte. Und so fragte ich mich bei der Vereinigung wie diese Menschen im ehemaligen Osten das wohl erleben, wenn man Ihnen von heute auf morgen ein neues Gesellschaftsmodell überstülpt. Meiner damaligen Meinung nach hätte man das alles etwas langsamer angehen sollen.

Tja nun 25 Jahre später finde ich, dass es dann doch ganz gut geklappt hat, zumindest für die meisten Menschen im Land und ich bin froh, dass wir es gemeinsam so gut hin gekriegt haben.

Meine Heimat

Heute will ich nun meinen ersten Beitrag hier schreiben. In meiner Kindheit haben wir immer wieder mal Ausflüge in die Region unternommen. Auch wenn das schon lange her ist, so habe ich vielleicht doch den einen oder anderen Tipp für Euch. Tauberfranken steht nicht ganz oben auf der Liste der touristischen Regionen in Deutschland. Aber genau das kann auch ein Vorteil sein. Man redet heute viel von Entschleunigung. Hier in der Region ist genau dies sehr gut möglich. Die Landschaft wird geprägt von sanften Hügeln mit Weinbergen und Wäldern. Ideal für Menschen, die nicht unbedingt den nächsten Gipfel erklimmen müssen, sondern lieber eine gemütliche Wanderung machen wollen. Und auch für Kulturinterssierte hat die Gegend sehr viel zu bieten.

Im Folgenden stelle ich ein paar Orte vor, die mich als Kind fasziniert haben.

Schloss Mespelbrunn im Spessart

Ein besonderes Erlebnis war ein Ausflug in den Spessart und ein Besuch des Renaissance-Schlosses in Mespelbrunn. Das verwunschene Wasserschloss liegt versteckt am Ende eines Tales und ist umgeben von einem Großen Wald. Am Wochenende kann es vor allem im Sommer hier schon mal etwas voll sein. Aber wer wandern möchte wird feststellen, dass man sobald man das Schloss hinter sich lässt, ruhige Wege findet und hier gut seine Seele baumeln lassen kann. Also Urlauber: Diesen Besuch vielleicht lieber auf einen Wochentag legen.

Für die Erkundung der Region empfehle ich die Autobahn zu verlassen und gemütlich auf einer der vielen landschaftlich reizvollen Landstraßen auszuweichen.

Perlen im Maintal

Von Mespelbrunn zum Beispiel gelangt man nach einer kurzen Fahrt durch den Spessart ins Maintal und erreicht dort einen anderen sehr schönen Ort: Miltenberg. Eine kleine Stadt mit historischem Stadtkern, die zu einem Bummel einlädt. Hier kann man dann auch das älteste Gasthaus Deutschlands aus dem Jahr 1590 besuchen. Zum Relaxen empfiehlt sich eine Schifffahrt auf dem Main. Es werden mehrere Routen angeboten und von Mai bis Oktober fahren die Schiffe mehrmals täglich.

Und wenn man schon mal am Main ist, sollte man dem Flus aufwärts folgen. Wer einen guten Schnaps zu schätzen weiß, wird einen Stopp in Freudenberg bei der bekannten Brennerei Ziegler einlegen. Zu diesem Traditionsunternehmen aber mehr unter der Kategorie Kulinarisches.

Wenn wir von schönen kleinen Städtchen reden, gehört auch Wertheim am Main zu den Perlen dieser Region. Hier mündet die Tauber in den Main. Von der Burgruine hoch über der Stadt hat man einen schönen Blick über die Stadt und die reizvolle Umgebung. Die Altstadt ist nicht besonders groß, aber sehr schön restauriert. Shopaholics werden von hier aus einen Abstecher ins nahe gelegene Outletcenter „Wertheim Village“ machen. Ich muss ja zugeben, dass ich in solchen Einkaufszentren immer dazu neige zuviel Geld auszugeben. Aber inzwischen ist ja sogar wissenschaftlich bewiesen, dass ein Rabattschild Teile unseres Gehirns blockiert und wir nur an die „Belohnug“ denken, um es mal sehr vereinfacht auszudrücken.

Nach dem Shoppen empfehle ich dann am Main weiter zu fahren und beende meinen heutigen Beitrag mit den Erreichen von Würzburg.