Kuhflucht waterfalls and Hoher Fricken

If you want to see an impressive waterfall, you just found your next hike. The „Kuhflucht“ waterfalls are amongst the highest falls in Germany and especially in spring when it has been raining heavily they are spectacular. The tour is rather easy to walk up to the falls but afterwards the path is getting pretty steep on it’s way up the mountain. During the hike you will have great views of Kloster Ettal, the Kramer and the Wetterstein mountains. I had planned to cross the Hoher Fricken and coninue to the Esterberg but due to bad weather conditions I had to turn around at some 1000 ft below the summit. Weiterlesen

Kuhflucht Wasserfälle und Hoher Fricken

Wenn Ihr einen spektakulären Wasserfall sehen möchtet, seid Ihr bei dieser Tour richtig. Die Kuhfluchtwasserfälle gehören zu den höchsten Deutschlands und gerade im Frühjahr, wenn es kurz vorher viel geregnet hat sind sie spektakulär. Bis zu den Wasserfällen ist die Tour relativ einfach zu gehen, danach führt der Weg recht steil zum Gipfel des Hohen Fricken. Unterwegs genießt Ihr atemberaubende Ausblicke auf das Kloster Ettal, das Kramer- und das Wettersteinmassiv. Ich hatte geplant über den Hohen Fricken zum Esterberg zu wandern, musste die Tour dann aber wegen schlechtem Wetter 300 m unter dem Gipfel abbrechen.

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Laber und Ettaler Mandl

Wunderbares Bergpanorama mit Blick auf die Zugspitze erwartet Euch auf dieser Tour. Natürlich gibt es eine Straße im Tal, die Oberammergau und Ettal verbindet, aber dann verpasst man die tolle Aussicht auf die umliegenden Berge. Um auf den Gipfel des Ettaler Mandls zu kommen müsst Ihr das letzte Stück durch eine Felswand klettern. Die ist aber mit Seilen gesichert und auch für Anfänger geeignet. Mir hat das so richtig Spaß gemacht. An der Bergstation der Laberbergbahn gibt es ein Restaurant, in dem man sehr gut essen kann und ganz nebenbei die traumhafte Aussicht genießen. Die Tour ist nicht allzu anstrengend, da der Anstieg nicht besonders steil ist. Worauf wartet Ihr also noch?

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Höhenunterschied: 960 m im Aufstieg, 920 im Abstieg

Gehzeit: 5.50 Stunden

Nachdem der Winter lange Zeit recht mild war, hat er ja im März nochmal richtig Gas gegeben. Vor allem zu Ostern gab es in den Bergen noch eine ordentliche Packung Schnee und so musste ich bis Ende April warten, bis ich meine erste Tour machen konnte. Zur Eröffnung der Saison habe ich mir eine Tour ausgesucht, die nicht zu anstrengend ist, aber dennoch genussvolle Panoramen bietet.

Also stehe ich morgens um 07:30 am Hauptbahnhof in München und will mit dem Zug nach Oberammergau fahren. Leider ist die Bahnstrecke mal wieder gesperrt und man schickt mich mit der S-Bahn nach Pasing. Von dort soll es einen Schienenersatzverkehr nach Tutzing geben. In Pasing angekommen suche ich nach dem Bus, kann ihn aber nicht finden. Vielleicht wissen die ja bei der Information was. Die hat so früh am Morgen schon geöffnet. Ich habe Glück und die Streckensperrung wurde inzwischen wieder aufgehoben und ich kann meine Anreise wie geplant fortsetzen. So stehe ich dann 2 Stunden später endlich in Oberammergau.

 

Als Kind war ich einmal in diesem Dorf. Jeder hat schon einmal von den Passionsspielen, die alle 10 Jahre stattfinden, gehört. Zum ersten Mal gab es die 1634 und seit 1680 gibt es den 10-Jahres-Rhythmus. Der Grund für die Spiele ist die Einlösung eines Versprechens nachdem die Pest überwunden war. Die Schauspieler sind die Einwohner des Dorfes. Oberammergau ist aber auch bekannt für seine Holzschnitzer und für die Lüftmalereien an den Häusern. Die gibt es zwar in der ganzen Region, aber nirgends so konzentriert. Mit einem kleinen Umweg könnt Ihr Euch diese Kunsterwerke anschauen. Oder aber Ihr genießt die kleine Dia-Show hier. Einige Bilder stammen von einem zweiten Besuch, daher die Wolken.

 

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Das ist schon sehr schön anzuschauen, aber ich bin mir nicht sicher, ob es sich wirklich lohnt extra hierher zu fahren. Also wenn Ihr gerade in der Gegend seid, schaut Euch das mal an.

Nun aber auf in Richtung Berg. Zunächst führt der Weg noch ein gutes Stück durch das Dorf. Durch die St.Lukas-Straße geht es Richtung Erlebnisbad WellenBerg, ein sehr schönes Freibad, zur Talstation der Laberbergbahn. Vom Bahnhof zur Talstation sind es gut 2,5 km. Eine gute Strecke um sich warm zu laufen.

Nach einer Weile mündet die Straße in einen Pfad, der am Ufer der Ammer entlang führt. Ihr seid zwar immer noch im Dorf, aber den Trubel habt Ihr hier hinter Euch gelassen.

 

Vor 3 Wochen war das hier noch tief verschneit. Doch jetzt nach ein paar schönen, warmen Frühlingstagen ist Alles grün und überall blüht es. Das liebe ich so am Frühling, wenn die Natur wieder zum Leben erwacht und sich von ihrer schönsten Seite zeigt.

Unter schattigen Bäumen führt der Weg weiter entlang des Bachs und nun sieht man immer wieder diese tollen Wiesen, die heute gelb leuchten.

 

Bald erreiche ich dann das Erlebnisbad WellenBerg. Durch den Zaun sehe ich die Liegefläche und die leeren Becken. Schaut wirklich sehr gepflegt aus. Das wäre noch eine Idee hier mal einen Badetag zu verbringen.

Weiter geht es aber zur Talstation, die nur noch wenige Schritte entfernt ist. Ein kleiner Wasserfall und eine im Wald versteckte Kapelle liegen noch dazwischen.

 

An der Talstation angekommen überquere ich den Parkplatz und suche nach dem Wegweiser zum Laber. Der ist schnell gefunden und so kann nun also der Anstieg beginnen. Schnell noch ein paar Fotos von den schneebedeckten Gipfel rund herum machen.

 

Über eine Wiese führt der Pfad nun bergaufwärts. Schnell hat man einen wunderbaren Blick auf das Bergpanorama und das Dorf. Im Moment sind sehr wenige Menschen unterwegs. Das ändert sich später noch. Vor allem am Gipfel werde ich dann wieder auf andere Wanderer und Ausflügler treffen.

 

Am Waldrand und auf der Wiese blühen die ersten Frühlingsblumen. Die gelben Schlüsselblumen sind ja die „Vorfahren“ der Primeln, die Ihr im Frühjahr in vielen Gärten seht. In meiner Kindheit haben wir immer große Sträuße nach Hause geholt. Die Blüten duften wunderbar. Pflücken ist erlaubt, aber Wurzeln ausgraben nicht.

Schon bald erreiche ich einen Forstweg. Hier muss ich mich entscheiden, ob ich den Weg vorbei am Soilasee nehmen will, oder aber Weg über die Schartenköpfe. Der Wegweiser zu den Schartenköpfen hat den Hinweis, dass nur geübte ihn nehmen sollen. Den könnt Ihr ignorieren, wenn Ihr schwindelfrei und trittsicher seid. Eine normale Kondition reicht für diesen Weg. Auf dieser Strecke habt Ihr aber die schöneren Aussichten.

 

An dem Weg, den Ihr oben seht, kommt ihr zunächst an einer Tränke vorbei und seht dann einen Felsbrocken in der Wiese liegen. Ich habe erst beim zweiten Hinsehen bemerkt, dass ich an diesem Brocken links abbiegen muss und der Pfad hier wieder im Wald verschwindet. An manchen Stellen seht Ihr die Gondeln der Bergbahn über Euren Köpfen vorbei ziehen, sonst hört Ihr sie eher.

 

Sehr bald führt der Pfad über eine Schneise nach oben und mit jedem Meter, den Ihr an Höhe gewinnt, wird der Blick über Oberammergau und das Ammertal noch überwältigender. Auf dieser Strecke sind nur sehr wenige Menschen unterwegs. Haben die sich doch von dem Hinweis „nur für Geübte“ abschrecken lassen? Ich genieße die frische Frühlingsluft und steige gemütlich bergaufwärts.

 

An der Laberalm komme ich wieder an eine Abzweigung. Hier kann ich entweder wieder hinabsteigen zum Soilasee, oder aber meinen Anstieg fortsetzen. Am Hang vor mir liegen noch einige Schilder, die den Winter über als Wegweiser für die Skifahrer gedient haben. Und ich stehe auch vor dem ersten von vielen Schneefeldern, die ich im weiteren Anstieg kreuzen werde.

 

An manchen Stellen sind im Schnee Löcher zu sehen, an denen Wanderer vor mir noch knietief eingesunken sind. Ich habe Glück und kann anhand der Spuren meiner Vorgänger trockenen Fußes über die meisten der Felder laufen. Es ist aber wirklich noch sehr viel Schnee, der hier liegt und an manchen Stellen wird es schwierig den weiteren Verlauf des Wanderpfades zu erkennen.

Je näher ich dem Gipfel des Schartenkopfes komme, umso felsiger wird der Berg über mir. Aber keine Angst hier müsst Ihr noch nicht klettern.

 

Kurz vor dem Gipfel öffnet sich dann das Panorama Richtung Südwesten und plötzlich habe ich einen ganz tollen Blick auf die Zugspitze. Soweit ist sie ja nicht weg von hier und als höchster Berg Deutschlands muss man die anderen ja überragen.

So erreiche ich dann den Gipfel des Schartenkpopfes. Ab hier braucht Ihr dann wirklich Trittsicherheit und dürft keine Höhenangst haben. Der Name passt sehr gut, denn es geht zu fast allen Seiten über steile Felswände nach unten. Dafür ist das Panorama gigantisch.

 

Richtung Norden blickt man ins Ammertal und das Voralpenland. Richtung Süden liegt einem das Kloster Ettal zu Füßen. Dahinter erhebt sich in der Ferne das Wettersteingebirge mit der Zugspitze am westlichen Ende. Das sind die Momente, in denen mir klar wird, warum ich so verrückt bin mir die Qualen eines Anstiegs anzutun. Immer wieder ein erhebendes Gefühl auf so einem Gipfel. Ich nehme mir ein paar Minuten Zeit um das zu genießen.

Der Weg zur Bergstation der Laberbergbahn führt über einen schmalen Grat ist aber gut zu gehen. Teilweise geht es durch Latschenwald, teilweise Säumen aber auch Fichten Euren Weg. So habt Ihr immer wieder einen Blick auf das tolle Panorama.

 

Und Plötzlich tauchen dann auch die zwei Finger des Gipfels des Ettaler Mandls auf. Auch wenn Ihr an der Bergstation des Labers mit 1686 m die höchste Stelle der Tour erreicht habt, so werdet Ihr vergeblich nach einem Gipfelkreuz suchen. Es ist einfach die höchste Erhebung des Grats, den ich gerade überschritten habe.

Und dann kommt endlich der zweitschönste Teil einer Bergtour. Ich stehe auf der Terrasse des Berggasthauses der Laberbergbahn mit einer Wahnsinns-Aussicht. Im Hintergrund sieht man das Wettersteingebirge und davor den Grat des Kramers. Dazwischen liegt irgendwo im Tal Garmisch-Partenkirchen.

064-blick vom gasthof laber

Jetzt habe ich mir aber eine herzhafte Brotzeit verdient. Das erste alkoholfreie Weißbier zischt richtig und der Wurstsalat, den ich bestellt habe, steht in kürzester Zeit vor mir auf dem Tisch. Das Essen ist sehr schön angerichtet (das Auge isst ja bekanntlich mit) und die Portion würde eigentlich für zwei Mahlzeiten reichen. Ich hab ja noch einen langen Abstieg vor mir. Da verbrenne ich ja die Kalorien wieder.

So schön es hier auch ist, ich muss dann doch wieder weiter. Es wartet ja noch ein Gipfel auf mich.

 

Neben dem Gasthaus mache ich schnell noch ein Foto der Aussicht nach Norden ins Voralpenland. Und dann geht es an den Abstieg. Das Ettaler Mandl liegt nämlich tiefer als die Bergstation. Nach wenigen Schritten habe ich dann den ersten Blick auf den Soilasee, an dem der andere Aufstiegsweg vorbeiführt.

 

Auch auf dieser Seite des Berges führt der Weg unterhalb des Gipfels an einigen Felswänden vorbei durch den Wald. Nachdem ich nun auf der Südseite des Bergs unterwegs bin, ist aber der Schnee kein Thema mehr. Ich hatte ja schon die Befürchtung, dass das Mandl noch zu nass und rutschig ist um ganz hoch zu steigen, aber die war unbegründet.

Neben dem Weg entdecke ich dann noch ein paar Frühlingsblumen. Wie diesen Seidelbast. Den solltet Ihr aber nicht berühren. Der ist hochgiftig.

 

Auf dem Weg zum Gipfel des Ettaler Mandl sind dann recht viele Wanderer unterwegs. Ich bin ja gespannt was mich dort erwartet. Und dann stehe ich am Fuß dieser Felswand. Zusammen mit ca. 15 anderen. Darunter ein Vater mit seinem kleinen Sohn, die gerade ihre Kletterausrüstung angelegt haben. Bei dem kleinen Jungen verstehe ich das ja. Aber die anderen, die vor mir warten verstricken sich in Diskussionen, was denn nun die richtige Ausrüstung für diese Wand ist. Das dauert mir zu lange und ich beschließe – zugegebenermaßen etwas unhöflich – mich über einen Quereinstieg vorzudrängeln.

 

Das schaut schlimmer aus als es ist. Ich habe nun wirklich keine große Erfahrung im Klettern, aber da der Aufstieg gut mit Drahtseilen abgesichert ist, kann auch ich die Strecke gut bewältigen. Ganz ohne Karabinerhaken und Schlaufen um meine Beine. Der Aufstieg macht sogar richtig Spaß. Vielleicht sollte ich doch noch mit dem Klettern anfangen?

Und so stehe ich dann schon bald auf dem Gipfel.

079-gipfelkreuz ettaler mandl

Der Ausblick ist fantastisch. Im Süden die schneebedeckten Gipfel des Wettersteingebirges, im Osten blicke ich über das Loisachtal hinüber zum Hohen Fricken und Wank. Und nach Norden hin geht der Blick ins Voralpenland und zum Staffelsee.

 

Da ja schon bald recht viele Kletterer nach kommen, kann ich die Aussicht leider nicht ganz so lange genießen, wie ich eigentlich wollen würde und mache ich mich bald wieder an den Abstieg. Da es nur eine Kletterroute gibt, muss ich immer wieder Pausen einlegen um den „Gegenverkehr“ durch zu lassen.

Am Fuß des Felsens angekommen, folge ich also dem Pfad Richtung Kloster Ettal.

 

Der Weg führt durch mal lockeren, mal dichteren Wald. Immer wieder entdecke ich am Wegesrand bunte Frühlingsblumen. An einer Stelle hat sich der Pfad richtig tief ins Erdeich gegraben. Ich muss mal wieder an die berühmte hohle Gasse denken.

An manchen Stellen habe ich dann sogar Blick ins Tal und kann Kloster Ettal zwischen den Zweigen erkennen.

 

Nach etwa 1,5 Stunden bequemen Abstiegs erreiche ich dann das Tal und das Kloster Ettal, Bevor ich mir das Kloster genauer ansehe, will ich aber erst mal prüfen, wann der nächste Bus nach Oberau zum Bahnhof fährt.

 

Die Bushaltestelle habe ich schnell gefunden. Laut Fahrplan fährt der nächste Bus in 10 Minuten und dann noch einer in 45 Minuten. Also beschließe ich zu warten und erst mal was zu trinken. Das tut gut. Ich habe ja nun noch etwas Zeit mir das Kloster etwas anzuschauen und laufe also noch etwas über das Gelände.

 

Diese barocke Klosteranlage mitten in den Bergen ist wirklich wunderschön. Ist schon faszinierend, was man früher für prachtvolle Bauten geschaffen hat. Ich bin wirklich beeindruckt und beschließe mal wieder herzu kommen, um mir das noch genauer anzuschauen. Aber jetzt muss ich dann doch zum Bus.

Wieder an der Bushaltestelle angekommen muss ich dann allerdings feststellen, dass ich den Busfahrplan falsch gelesen habe, und mich an den Abfahrtszeiten unter der Woche orientiert habe. Samstags fährt der Bus leider erst weitere 45 Minuten später. So ein  Mist. Und Internet habe ich hier mangels Netz leider auch nicht. Inzwischen bin ich aber doch recht müde und habe keine Lust mehr noch weiter rum zu laufen. Also setze ich mich auf die Parkbank und warte.

Als ich endlich in Oberau am Bahnhof ankomme, muss ich leider feststellen, dass ich auch hier fast eine Stunde warten muss, bis der nächste Zug fährt. Also laufe ich noch etwas durch den Ort und suche nach einem Supermarkt oder einer Tankstelle, wo ich was zu trinken kaufen könnte. Leider Fehlanzeige. Hier gibt es nichts.

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So endet diese wunderschöne Tour leider nicht ganz so wie erwartet und als ich endlich in den Zug nach München steige, ist die Stimmung ein klein wenig getrübt. Aber nicht sehr lange, denn die tollen Erlebnisse in dieser traumhaft schönen Natur besänftigen mich recht schnell wieder.

Ich hoffe Euch hat auch dieser Post gefallen und würde mich freuen, wenn Ihr mir Eure Kommentare hinterlasst.

 

 

 

 

 

 

 

Von Scharnitz nach Mittenwald – mit Umweg

Der lange und beschwerliche Aufstieg über 1250 Höhenmeter wird belohnt mit einem Panorama, das einem die Sprache verschlägt. Es lohnt sich also nicht den direkten Weg im Isartal zu nehmen, wenn man von Scharnitz nach Mittenwald will, sondern den Umweg über die Brunnensteinspitze zu wandern.

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Durch die Wolfsschlucht

Diese Tour ist auf weiten Strecken recht einfach zu gehen, aber der Aufstieg durch die Wolfsschlucht zum Schildenstein sollte nur dann gekraxelt werden, wenn Ihr über einigermaßen Kondition verfügt und schwindelfrei seid. Daher wird diese Tour in den Wanderführern auch als schwere Tour ausgezeichnet.

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Garmisch-Partenkirchen: Wanderung über den Kramer

Heute stelle ich euch eine Tour vor, die in manchen Abschnitten etwas anstrengender ist. Belohnt werdet Ihr immer wieder mit tollen Aussichten auf das Zugspitzmassiv. In meinem Führer war sie in entgegengesetzter Richtung ausgeschrieben, aber da ich zum Abschluss auf der St. Martinshütte einen dieser leckeren Blaubeerpfannkuchen essen wollte, hab ich die Tour in anderer Richtung gemacht. Je nachdem, ob Ihr lieber einen anstrengenden Aufstieg oder Abstieg haben wollt, könnt Ihr die Richtung wählen.

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Überwältigende Landschaft im Karwendel

Landschaftlich ist das eine der schönsten Touren, die ich bisher gemacht habe. Ständig musste ich stehen bleiben um die monumentale Bergwelt um mich herum zu genießen.  Und das Gute daran: Ihr braucht keine übermäßige Kondition für diese Tour. Der Aufstieg durch das Laliderertal ist auf weiten Strecken gemächlich, mit einem relativ kurzen aber steilen Aufstieg zur Falkenhütte, und der Abstieg zu den Engalmen ist an manchen Stellen auch etwas steil, aber gut zu zu gehen.

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Von Lenggries nach Benediktbeuren

Eine nicht allzu anstrengende Bergtour, die allerdings Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfordert. Belohnt werdet Ihr mit traumhaften Aussichten und mit etwas Glück trefft Ihr sogar auf Steinböcke. Und denkt dran Euch Kraft für den Abstieg zu sparen. Der ist zwar eigentlich eher sanft abfallend, zieht sich aber auch ganz schön in die Länge.
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Ausflug an den Tegernsee

Ende August hatte ich eine Einladung von einem Geschäftspartner ein Wochenende am Tegernsee zu verbringen. Ich liebe das Tal, aber bin relativ selten dort, weil die Anfahrt am Wochenende sehr zeitraubend ist. Wenn man von München über die Autobahn anfährt steht man am Wochenende gerne mal von der Autobahnabfahrt über die 27 km bis nach Rottach im Stau und braucht allein für dieses Teilstück schon mal ne Stunde. Meine Liebe zum Tal kommt von meiner Zeit an der Hotelfachschule vor 30 Jahren. Das war eine sehr lustige Zeit.

Das Tegernseer Tal: Tal der Millionäre und bayrischer Tradition

Nun wurden wir also am Samstag morgen bei bestem Sommerwetter vor unserem Büro abgeholt und fuhren im Bus nach Süden. Und natürlich quälten wir uns durch den Stau. Aber irgendwann hatten wir es dann doch geschafft und sind zunächst mit der Bergbahn auf den Wallberg. Von dort oben hat man einen traumhaften Ausblick auf das gesamte Tal und die Berge drum herum. An klaren Tagen kann man von hier aus bis nach München sehen.

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Der Wallberg: Hausberg des Tals

Die Bergstation ist nicht direkt auf dem Gipfel. Um da hin zu kommen, muss man noch ca. 20 Minuten laufen. Leider habe ich aber heute keine Zeit dafür, denn zunächst gibt es Mittagessen im Panoramarestaurant. An einem heißen Sommertag wie heute, ist hier natürlich die Hölle los. Das Essen ist lecker, aber der Service macht ein bisschen den Eindruck, dass man dem Ansturm nicht ganz gewachsen ist. Für die Freundlichkeit gibt es aber ein Plus. Nach dem Essen war eine bayrische Olympiade für uns organisiert. Bierkrug stemmen, bayrische Begriffe raten usw. Dabei sein ist Alles. Ein großer Spaß.
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Lenggries – Brauneck

Es war mal wieder ein schöner Sonntag im August. Die große Hitze des Sommers hatte sich fürs erste verabschiedet und ich hatte mal wieder das der-Berg-ruft-Gefühl. Stellte sich nur mal wieder das Problem wie hin kommen. Ich bin nicht der Typ, der am Sonntag morgens um 6 aufsteht, nur um vor der Masse in die Berge zu fahren. Im August sind aber die Autobahnen Richtung Süden spätestens ab 8 Uhr verstopft. Also suche ich nach einem Ziel, das man ohne Autobahn erreichen kann, und so entscheide ich mich für Lenggries. Das ist über die Bundesstraße bequem in ca. 1,5 Stunden zu erreichen. Der Ort ist eigentlich bekannt für sein Skigebiet, hat aber auch im Sommer einiges zu bieten.

Lenggries, Ski Resort im Winter, Wanderparadies im Sommer

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Am Fuß der Brauneckbahn gibt es einen großen Parkplatz. Von hier aus will ich los wandern. Der kürzeste Weg auf den Gipfel führt über die Garland Alm. Da ich aber eine längere Tour plane entscheide ich mich für einen anderen Weg, nämlich den über Wegscheid. Dazu muss ich zunächst eine größere Strecke eben durch das Tal gehen.

Gemütliches Warmlaufen zum Anfang

Am Himmel sieht man die ersten Gleitschirmflieger, die am Brauneck einen idealen Absprungspunkt haben. Entlang des Weges sehe ich so richtig typische Bauernhöfe mit tollen Geranien und Lüftmalereien. Bilderbuchbayern sozusagen. Der Weg führt aber auch vorbei an den Talstationen verschiedener Skilifte. Am Draxlhang beginnt dann der Aufstieg zum Brauneck. Bis hierhin war ich schon fast eine Stunde unterwegs. Der Weg führt zunächst über eine Schotterpiste, die im Winter von den Pistenraupen genutzt wird. Es geht relativ steil, weil ziemlich gerade nach oben.

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Schweißtreibender Aufstieg

Schon bald gibt es dann aber einen Pfad, der neben der Schotterpiste durch den schattigen Wald führt. Am MilchhäuslLengries-brauneck 009 habe ich dann einen ersten Blick auf Lenggries, das Isartal und die Berge Richtung Osten. Zeit für eine erste kleine Verschnaufpause.

 

Weiter geht es auf einer Forststraße, die sehr sonnig ist und mir wird es ziemlich schnell sehr warm. Aber das gehört ja auch dazu und ich tröste mich damit, dass ich so ja viele Kalorien verbrenne. Lengries-brauneck 010Ich überhole eine Familie mit 3 Kindern zwischen 5 und 10 Jahren. Die beiden älteren sind nicht so begeistert bei der Sache, aber die Eltern locken mit den Leckereien, die ja an der nächsten Hütte als Belohnung warten.

Nach einer weiteren Stunde erreiche ich dann ein Hochtal, die sogenannte Kotalm. Der Name hat jetzt nicht unbedingt mit den Dingen zu tun, an die man hier spontan denkt. Er kommt aus dem altbayrischen und bezieht sich auf das Wort „Koad“, was fruchtbarer Boden bedeutet.

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Unter https://www.facebook.com/pages/Kotalm-Reichart-Stefan/1622789868006033?sk=photos könnt Ihr mehr über das Gasthaus erfahren. Es ist im Juli 2015 neu eröffnet worden. Ich setze mich auf die Terrasse und gönne mir ein alkoholfreies Weißbier. Das Essen, das serviert wird, sieht sehr lecker aus und die Bedienung ist super freundlich. Wenn Ihr am Brauneck unterwegs seid, solltet Ihr hier vorbei schauen.

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Silberdistel

Nach einer ca. 1/2 stündigen Pause mache ich mich wieder auf den Weg. Ich habe ja noch ein Stück zu laufen bis zum Gipfel. Vor mir liegt noch ein kurzer, aber steiler Aufstieg. Viel blüht ja nicht mehr so spät im Jahr, aber bei genauerem Hinschauen entdecke ich viele Silberdisteln. Da die keinen langen Stiel haben, fallen Sie nicht sofort auf.

Die erste Etappe ist geschafft

So erreiche ich einen ersten Grat, der einerseits tolle Ausblicke über die Landschaft der bayrischen Voralpen und das Isartal bietet, andererseits aber auch Richtung Süden in die Berge.

Da ich, wie gesagt in einem Skigebiet unterwegs bin, gibt es hier eine Hütte an der anderen und man muss hier oben nicht verhungern oder verdursten. Mein Wanderführer empfiehlt die Florianshütte und die leckeren Schnitzel, die es dort gibt. Also steige ich wieder ein paar Höhenmeter nach unten. So ein Schnitzel wär jetzt genau nach meinem Geschmack. Aber zu meiner Enttäuschung, gibt es heute keine. Da ich aber großen Hunger habe entscheide ich mich für den Pressack.

Er schmeckt super lecker. Hier ist Selbstbedienung und man kann dem Koch beim Anrichten der Speisen in der offenen Küche zuschauen. Alles ist blitzsauber und auch hier sind die Leute sehr nett, aber irgendwie bereue ich, dass ich nicht an der Kotalm schon gegessen habe. Hier in der Florianshütte ist es sehr schön und der Ausblick ist beeindruckender, aber warum auch immer, mir hat die Kotalm einfach besser gefallen.

Nach dem Essen mache ich mich dann wieder auf den Weg zum Gipfel. Hier oben sind die Pfade wieder schmaler und man trifft auch wieder auf mehr Menschen. Viele fahren mit der Bahn zum Brauneck und wandern auf einem der Höhenwege.

Am Gipfel tobt dann wirklich das Leben. Viele Menschen mit großen Rucksäcken. Bei näherem Hinsehen stelle ich fest, sind das Gleitschirme. Der Platz hier oben ist wirklich ideal als Absprungsort. Ich schau eine Weile zu und verspüre die Lust da mal mit zu fliegen. Es ist gerade mal 15 Uhr und ich überlege mir, ob ich hier oben noch ein wenig laufe, oder aber statt wie geplant mit der Bahn ins Tal zu fahren doch laufe. Bei einer Holunderschorle und einem Stück Apfelstrudel im Brauneckgipfelhaus entscheide ich mich für letzteres.

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Warum ich froh bin, nicht den kürzesten Weg nach oben genommen zu haben

Also mache ich mich wieder auf den Weg. Der Abstieg über die Garland Alm ist sehr steil und führt schon bald über eine sehr gut präparierte Schotterstraße. Zuvor mache ich aber noch ein paar interessante Entdeckungen. An der Bahnstation stehen dies beiden Lamas.

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Die Vermutung liegt nahe, dass sie Wanderern als Lasttiere dienen. Damit fällt man bestimmt auf. Kurze Zeit später entdecke ich dann noch ein paar Blumen am Wegesrand.

Ich muss schon zugeben, dass mich die Natur immer wieder fasziniert. Diese schönen Blumen, die der Natur hier oben trotzen. Faszinierend.

Die Schotterpiste führt mich zunächst zur Garland Alm, wo man einen Stausee gebaut hat. Das Wasser dieses Sees wird im Winter für die Beschneiung der Pisten genutzt.

Schaut eigentlich sehr idyllisch aus, aber ich frage mich,ob man wirklich so stark in die Natur eingreifen muss. Ich fahre ja ganz gern Ski, aber müssen wir Menschen immer unseren Spaß über die Naturgesetze stellen?

Der Weg führt ziemlich gerade und steil ins Tal. Schon bald bereue ich meinen Entschluss diese Strecke zu nehmen. Trotz gutem Profil an meinen Schuhen komme ich immer wieder ins Rutschen und das Laufen wird sehr anstrengend. Über mir habe ich blauen Himmel ohne Wolken, aber trotzdem fängt es plötzlich leicht zu regnen an. Komisch. Aber am Gipfel habe ich einen der Gleitschirmflieger sagen hören, dass er davon ausgeht, dass es bald regnen wird. Im Moment ist der leichte Regen aber eher erfrischend als störend.

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Endlich komme ich an eine Abzweigung und der Pfad geht zwar immer noch steil und ziemlich gerade weiter, aber nicht mehr auf dem rutschigen Schotter. Noch einmal komme ich an einer Hütte vorbei, aber diese hier ist verlassen und dem Zerfall überlassen. Offensichtlich ist sie aber ein beliebter Treffpunkt. Es liegt ganz schön viel Müll hier.

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Ein letzter Blick auf das Isartal und dann noch diese roten Beeren, die aber sehr giftig sind. Und wieder habe ich einen tollen Tag in den Bergen verbracht. Im Tal angekommen gehe ich noch einmal was trinken und blicke auf den Berg. Dort bilden sich inzwischen dunkle und bedrohliche Gewitterwolken. Diese werden mich bis nach München verfolgen, wo es dann kurz nach meiner Rückkehr ein heftiges Unwetter gibt.