Es ist schon ein Weilchen her, dass wir diese Reise unternommen haben, aber ich möchte euch diese wunderbare Region Frankreichs vorstellen. Insgesamt waren wir  17 Tage unterwegs und haben die Küste von Normandie und Bretagne besucht. Eine Reise mit faszinierender Natur, wunderschönen alten Städten und Dörfern  und natürlich ganz viel leckerem Essen. Wir hatten während der ganzen Zeit traumhaftes Wetter und so kann ich euch auch viele schöne Fotos von der Reise präsentieren. Heute stelle ich euch den ersten Teil der Reise vor.

Dieppe – traditionsreiches Seebad

Am frühen Morgen sind wir in München losgefahren und nur mit kurzen Pausen am frühen Abend in Dieppe angekommen. Die Fahrt war relativ lang (etwa 1.000 Kilometer), man kann auf dem Weg auch noch eine Zwischenübernachtung, evtl. in Reims, einbauen. Unser Hotel liegt direkt an der Strandpromenade. Es ist sehr modern und geschmackvoll eingerichtet und wir sind begeistert. Nach der langen Fahrt brauchen wir ein bisschen Bewegung. Also machen wir uns frisch und begeben uns auf Entdeckungstour.

Die Promenade erinnert ein bisschen an ein englisches Seebad. Der Kiesstrand ist am frühen Abend nicht mehr stark besucht. Rechts und links des Strandes erheben sich die für diese Region so typischen Kreidefelsen über das türkisblaue Meer. Was an dieser Promenade fehlt sind nette Cafés oder Bars, von denen aus man den Blick auf das Meer genießen könnte. Hinter der Promenade gibt es einen breiten Grünstreifen, in dem Spielplätze und sogar ein Minigolfplatz integriert sind. Das schaut ganz nett aus, ist aber nicht sehr spektakulär.

Also gehen wir noch in die Innenstadt. Dort bummeln wir ein bisschen in der Fußgängerzone in der Grande Rue. Da gibt es einige nette Geschäfte, aber auch hier sieht alles ein bisschen abgelebt aus. So als hätte die Stadt ihre besten Tage hinter sich. Andererseits gibt das dem Ganzen auch einen besonderen Charme. Wir finden einen Supermarkt, der noch geöffnet hat und besorgen uns etwas zum Abendessen.

Ausflug an der Alabasterküste

Gut erholt genießen wir am nächsten Morgen ein ausgiebiges Frühstück bevor wir uns auf den Weg zu einem Ausflug entlang der Küste machen. Zunächst besichtigen wir aber noch den Hafen von Dieppe. Der ist umrahmt von schönen alten Häusern und meiner Meinung nach die schönste Ecke der Stadt. Nach dem Rundgang am Hafen fahren wir aber noch auf die Anhöhe des Kliffs, das die Stadt im Osten begrenzt. Dort befindet sich eine Kirche, die wir vom Hafen aus schon gesehen haben.

Wie viele Kirchen an der Küste, wurde auch diese von den Seefahrern errichtet, um für eine gesunde Wiederkehr zu beten. Die Frauen, die auf ihre Männer warteten hatten hier einen guten Aussichtspunkt und konnten die Schiffe schon in der Ferne sehen. Heute wartet hier niemand mehr. Die Schiffe sind ja inzwischen mit modernster Technik ausgestattet. Dennoch sollte man den Weg hierauf auf sich nehmen, denn die Aussicht ist fantastisch.

026 Dieppe

Dieppe, Côte aux Hérons

Diese Klippen sind einfach faszinierend. Und dieses Farbenspiel ist einzigartig. Türkisblau das Meer, Weiß die Felsen und Blau der Himmel. Und das Alles in ein leicht milchiges Licht getaucht. Hier könnte man es noch etwas länger aushalten.

Wir haben aber noch ein Programm für den Tag, also machen wir uns wieder auf den Weg. Und der führt uns nun nach Osten.

Le Tréport – bezaubernder Badeort

Es sind nur etwa 30 Kilometer Fahrt nach Le Tréport. Dieser Ort lebt vom Meer und in dessen Rhythmus. Im Sommer verdreifacht sich die Einwohnerzahl (von 5.000 auf 15.000). Viele Besucher kommen um den mit 106 Metern höchsten Kreidefelsen Europas zu sehen. Wir suchen einen Parkplatz am Ufer des Flusses und begeben uns auf einen Rundgang.

Durch die engen Gassen der Altstadt blickt man immer wieder auf die Kreidefelsen im Westen. Wir geben uns aber erst mal zum Hafen. Entlang der Straße befinden sich einige Restaurants und Kneipen und am Strand befindet sich hier ein Casino. Das übt jetzt aber nicht so eine Anziehungskraft auf uns aus. Dafür aber der Leuchtturm umso mehr.

Am Ende des Strands gibt es eine Seilbahn, die auf die Klippen führt. Die wurde aber bei unserem Besuch gerade renoviert und so blieben wir in dem Stadtteil am Meer.

045 Le Treport

Le Tréport

Am Leuchtturm haben wir dann erst mal eine längere Pause eingelegt. So sehr fasziniert uns dieser Anblick. Und wieder dieses traumhafte Farbenspiel. Ist das nicht wunderschön? Am Kiesstrand gibt es Strandkörbe zu mieten. Fehlt nur ein gutes Buch. Hier könnte ich es ein paar Tage aushalten. Zum Mittagessen eines der leckeren Omeletts, die hier mit Muscheln und Garnelen angereichert werden. Ein Traum.

Auf der anderen Seite des Flusses liegt ein kleiner Ort, der eine Attraktion vorzuweisen hat.

Mers-les-Bains mit seiner farbenprächtigen Strandpromenade

Um nach Mers-les-Bains zu kommen, müssen wir wieder in die Stadt gehen. Dort gibt es dann eine Brücke, die auf die andere Seite des Flusses führt. Zunächst muss man aber durch ein weniger attraktives Hafenviertel laufen um wieder zurück ans Meer zu kommen. Dort stehen dann viele kleine Buden, die als Umkleiden und Aufbewahrungsorte für eure Wertsachen während eures Badetags dienen.

Die Hauptattraktion dieses Ortes ist aber die Strandpromenade. Hier reihen sich die Villen der Belle-Époque aneinander wie die Perlen einer Kette. Wenn die Autos nicht wären, würde man sich glatt um ein Jahrhundert zurückversetzt fühlen. Aber auch hier fehlen die einladenden Strandcafés, in denen man die Qual der Wahl hätte, ob man nun auf das türkisblaue Meer schauen soll, oder doch dieses architektonische Meisterwerk bewundern.

Wir finden dann doch noch ein Café, in dem wir uns eine Erfrischung gönnen. Das aber mehr, weil wir mal einen bestimmten Ort aufsuchen müssen, als aus Überzeugung. Außer dieser wundervollen Straße können wir aber in diesem Örtchen sonst nichts interessantes entdecken. Gesehen haben sollte man diese Häuserzeile schon einmal.

Nachdem wir am vorigen Tag so viel gefahren sind, belassen wir es heute bei dieser kurzen Tour und fahren wieder nach Dieppe. Dort bummeln wir noch ein bisschen und suchen uns ein nettes Restaurant für den Abend. Die Auswahl ist groß. Der erste Urlaubstag war schon mal traumhaft. Wir sind gespannt was da sonst noch kommt.

Étretat – die Perle der Alabasterküste

Tag zwei in der Normandie bringt uns zu einem der Highlights unserer Reise. Etwa 80 Kilometer westlich von Dieppe erwartet uns ein echtes Naturspektakel. Bilder von Étretat sorgen für Furore auf eurem Instagram-Account. Zunächst fahren wir aber nach Fécamp. Der Ort ist berühmt für den Kräuterlikör Bénédictine und den Palais, in dem er ursprünglich hergestellt wurde. Heute ist dieser aber ein Museum und wird auch für Kulturveranstaltungen genutzt. Nachdem wir hier keinen Parkplatz finden und uns die Stadt ansonsten auch nicht so anspricht, fahren wir gleich weiter.

060 Fécamp

Fécamp

Nur ein paar Kilometer weiter, wird es dann aber wirklich spektakulär. Étretat ist bekannt für seine besonders beeindruckenden Klippen. Allen voran der große Bogen, der sich hier über das Meer spannt.

Auch hier versuchen wir zuerst in der Stadt einen Parkplatz zu finden, müssen aber feststellen, dass es mal wieder keinen zu finden gibt. Also folgen wir einem Wegweiser, der uns auf die Klippen oberhalb der Stadt führt. Dort gibt es tatsächlich einen gebührenpflichtigen Parkplatz. Und eine spektakuläre Aussicht. Wir haben uns unten in der Stadt noch Sachen für ein Picknick gekauft und wollen das nun bei diesem Wahnsinnsausblick genießen.

Aber zunächst machen wir einen kleinen Spaziergang entlang der Felsen. Hier weht ein ziemlich heftiger Wind und obwohl es eigentlich sehr warm ist, sind wir froh, dass wir unsere Jacken mitgebracht haben. So wird das nix mit einem gemütlichen Picknick. Schade. Die paar windgeschützten Plätze bei der kleinen Kapelle sind natürlich schon belegt. Also bestaunen wir die Felsen und die Aussicht noch ein bisschen und bewundern die Möwen, die in der steifen Brise über die Felsen segeln.

Das Picknick findet somit im Auto statt bevor wir wieder Richtung Dieppe aufbrechen. Auf dem Weg zurück fahren wir an der Küste entlang und stoppen noch das ein oder andere Mal.

Saint-Valéry-en-Caux, ein schmucker Badeort

So landen wir im schmucken Örtchen Saint-Valéry-en-Caux. An der mit Blumen geschmückten Promenade stehen nette Häuser. Hier herrscht wirklich eine nette Urlaubs-Atmösphäre.

Inzwischen ist es früher Abend und der Ort liegt da wie ausgestorben. Aber Ende Juni ist ja auch noch Vorsaison. Dabei ist es hier wirklich schön. Das Dorf  wurde im zweiten Weltkrieg komplett zerstört, beim Wiederaufbau hat man sich jedoch wirklich Mühe gegeben. Es ist wirklich sehr nett hier. Nur eine echte Bausünde haben wir gefunden. Und das direkt am Strand. Dort wurde eine riesige Fläche einfach mal zubetoniert und somit ein Parkplatz für die Strandbesucher geschaffen. Sehr schade.

Der Strand selbst ist wunderschön. Als wir da sind ist gerade Ebbe und das Meer ist ziemlich weit zurückgewichen. Der Hammer ist der Blick auf die schier endlose Kette der weißen Klippen. Rechts und links vom Strand reicht sie bis zum Horizont. Auch hier weht wieder ein recht kräftiger Wind. Das hält uns aber nicht davon ab die gute salzhaltige Meeresluft noch eine Weile zu genießen. Das ist Urlaub wie er sein soll.

Wir müssen dann aber doch wieder zurück nach Dieppe ins Hotel, denn schließlich geht es am nächsten Tag zu unserer nächsten Station und vorher müssen wir noch die Koffer wieder packen. Der erste Teil des Urlaubs geht also zu Ende. Und was wir bis jetzt gesehen haben, hat uns schon sehr gut gefallen.

Wunderbare Architektur, atemberaubende Natur und ganz viel echt französisches Flair. Das werden wir mal wieder machen. Wart ihr schon einmal an der Alabasterküste und habt Tipps für andere, die noch nicht dort waren?

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