Schon die ersten Europäer, die auf den hawaiianischen Inseln ankamen, wunderten sich über die Freizeitgestaltung der Ureinwohner. Vor allem über die Menschen, die auf einem Brett standen und damit durch die Wellen ritten. Oder aber wiederum auf einem Brett stehend mit Hilfe eines Paddels über das Wasser glitten. Heute kennt die ganze Welt diese Sportarten als Surfen und Stand up Paddling.

Surfen:

Obwohl – wie gesagt – schon die ersten Europäer sehen konnten, wie man mit Hilfe eines Bretts durch die Wellen reiten kann, dauerte es noch lange bis dieser Sport seinen Siegeszug um die Welt antrat.

Erst als Duke Paoa Kahinu Mokoe Hulikohola Kahanamoku, genannt The Duke, im frühen 20 Jhdt. begann als internationaler Schwimmstar bekannt wurde, wurde auch sein Lieblingssport in der Welt bekannt. So gewann er zum Beispiel bei den olympischen Sommerspielen 1912 in Stockholm die Gold Medaille in 100 Meter Freistil. Bei diesen Spielen, wie bei allen anderen internationalen Wettbewerben, an denen er teilnahm, hatte er immer ein Brett dabei, mit dem er, wo immer möglich, durch die Wellen glitt. Aber auch zu Hause auf Oahu wollten immer mehr Menschen von ihm lernen, wie man das macht. Und so begann dieser alte hawaiianische Sport seinen Siegeszug von Hawaii nach Kalifornien und um die ganze Welt.

Heute kann man in vielen Hotels Schnupperkurse buchen, die einem versprechen, dass man am Ende einer ca. 2-stündigen Einweisung auf dem Brett stehen kann. Bei mir hat es funktioniert. Na ja, zumindest für ein paar Sekunden.  🙂

Wo man am besten Surfen kann auf den Inseln hängt von der Jahreszeit ab. Die Passatwinde, die unter anderem für die hohen Wellen verantwortlich sind, kommen im Sommer eher aus Südwesten und im Winter aus dem Nordosten. Daher sind im Sommer die Südstrände der Inseln sehr gut geeignet.

Für Anfänger bietet sich der Strand von Waikiki ganzjährig an. Hier werden die Wellen nicht so hoch, und wenn es nicht gleich so funktioniert, wie man sich das erhofft, ist das nicht so schlimm. Man ist ja schließlich umgeben von Touristen, die es bestimmt noch schlechter machen. Profis warten aber auf den Winter und sind dann auf Oahu am North Shore anzutreffen, wo die Wellen gerne auch mal bis zu 10m hoch werden. Auf Maui gibt es noch ein Revier, vor dem sogar die Profis Respekt haben. An der Südspitze Maui’s liegt die La Perouse Bay, an der das Surfen deswegen so gefährlich ist, weil hier im Wasser gefährliche Riffe sind.

Stand up Paddling:

Was macht ein Surfer, wenn es gerade keine Brandung gibt? Er kann sich auf sein Brett legen und mit den Armen paddeln, was aber sehr anstrengend ist. Traditionell hat man in solchen Fällen ein Paddel zur Hand und bewegt sich mit dessen Hilfe stehenderweise über das Wasser. Dieser Sport war lange im Rest der Welt nicht so bekannt, aber in den letzten Jahren wurde auch das SUP zu einem Massensport. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass es viel einfacher zu lernen ist und außerdem kann man das auch auf den deutschen Seen, die ja in der Regel eher flach sind, ausüben. Und warum ist das jetzt der neue Trend? Na, weil das einen schönen flachen Bauch macht. Wer will das nicht haben?

SUP kann man an fast allen Stränden machen. Auch hier gibt es in vielen Hotels Kurse, die einen in 2 Stunden fit machen. Und das ist gar nicht schwer. Die schönsten Plätze in Hawaii um dann zu paddeln sind aber die seichte Kane’ohe Bay auf Oahu und die Hanalei Bay auf Kauai.

Welches sind Eure Lieblingsplätze?

 

 

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