Ein Naturerlebnis der besonderen Art erwartet Euch auf dieser Panoramastraße. Hier ist der Weg das Ziel, und Ihr solltet Euch wirklich Zeit lassen, wenn Ihr hier lang fahrt. Hier also mal nicht die Beschreibung einer Wanderung, sondern einer großartigen Fahrt mit dem Auto in die Hochalpen vorbei an Österreichs höchstem Berg.

Der September war ja wettermäßig nicht so prickelnd und ich konnte wieder nicht in die Berge. Als dann der Wetterbericht von einem goldenen Oktober sprach, habe ich kurzfristig Urlaub eingereicht, und beschlossen noch die eine oder andere Tour zu machen. Ich musste dann aber feststellen, dass die Hütten in den bayrischen und Tiroler Alpen bereits geschlossen hatten und so suchte ich nach Alternativen.

Ein kurzer Anruf bei meinen Freunden am Milstätter See und es war klar, dass ich ein paar Tage bei Ihnen verbringen würde. Voller Vorfreude begann ich mit der kurzfristigen Planung. Ich hätte schnell über die Autobahn fahren können, entschied mich aber für den schöneren Weg. Am Morgen meiner Abreise habe ich mir dann noch auf der Webcam des Großglockners das Wetter gecheckt und zu meiner großen Freude festgestellt, dass dort kein Wölkchen am Himmel ist. Somit war meine Route für diesen Tag festgelegt.

Fusch an der Großglocknerstrasse

Von München bis zur Grenze in Kufstein bin ich noch auf der Autobahn gefahren. Von dort ging es dann aber über Landstraßen gemütlich weiter. Schließlich sollte ja auch dieser Tag schon Erholung bringen.

In Fusch an der Großglocknerstraße beginnt dann schließlich das Abenteuer. Umrahmt von den mächtigen 3.000-ern des Nationalparks „Hohe Tauern“ führt die Straße immer tiefer in das Fuschertal. Und immer noch keine Wolke am tiefblauen Himmel zu sehen. Das wird ein Genuß werden.

Die Fahrt ist nicht ganz günstig. Stand Oktober 2017 zahlt Ihr 35,00 € für einen PKW um die 48 km lange Straße zu befahren. Daher habe ich zunächst gecheckt, wie das Wetter ist. Bei schlechtem Wetter macht diese Tour nur halb soviel Spaß. Nachdem ich also meinen Obulus entrichtet habe, kann es losgehen. In langen Kehren windet sich die Straße nach oben. Ich muss immer wieder in einer der Parkbuchten anhalten und das traumhafte Panorama bewundern.

Ab einer gewissen Höhe besteht der Wald aus Lärchen. Ich wusste ja, dass diese Bäume im Herbst ihre Nadeln abwerfen, aber dass die sich vorher so eindrucksvoll einfärben war mir nicht bewusst. Vor der Kulisse der schneebedeckten Berge und mit dem blauen Himmel ist das ein wahres Farbenfeuerwerk. Einfach genial.

An der Strecke gibt es viele Haltestellen mit sehr informativen Lehrpfaden und Ausstellungen. Dafür hat dann meine Zeit leider doch nicht gereicht. Das nächste Mal fahr ich früher los, um mir das ein oder andere anzuschauen.

An der Edelweißspitze erreiche ich auf 2.571 m den höchsten Punkt der Tour. Die Aussicht hier oben ist der Wahnsinn. Vor allem bei diesem tollen Wetter. Da der September ja recht kühl und niederschlagsreich war, liegen hier noch Schneereste an den Straßenseiten. Aber die Straße an sich ist frei und trocken. Ich genieße das Panorama bei einem kurzen Spaziergang. Da ich aber noch eine ordentliche Strecke vor mir habe, fahre ich bald wieder weiter.

Die Straße führt auch auf der Südseite durch viele Kehren ins Tal. Durch ein Hochtal, das auch der Hexenkessel genannt wird fahrt Ihr oberhalb der Baumgrenze weiter durch eine beeindruckende hochalpine Landschaft.

Wenn Ihr schon fast am Ende seid, kommt Ihr nach Schöneck. Hier ist dann ein Kreisverkehr, an dem Ihr zur Kaiser-Franz-Josef-Höhe abbiegen könnt. Das solltet Ihr unbedingt tun, denn von dort habt Ihr dann einen tollen Blick auf den Großklockner und den Pasterzen-Gletscher. Die Straße steigt wieder an und unterwegs gibt es noch einige Möglichkeiten für kurze Stopps zum Bilder machen.  Am Endpunkt erwartet Euch nicht nur eine grandiose Aussicht, sondern auch sehr viel informative Unterhaltung. Schade, dass ich nicht mehr die Zeit habe, mir das genauer anzuschauen. Noch ein Grund mal wieder zu kommen und sich das genauer anzuschauen.

Also mache ich mich wieder auf den Weg. Schließlich werde ich ja von meinen Freunden erwartet. Aber allein die Fahrt über die Straße war schon Erholung pur. Wieder am Kreisverkehr angekommen nehme ich dieses Mal die Ausfahrt Richtung Heiligenblut, dem bekannten Wallfahrtsort am Fuß des Großglockners.

Von hier habe ich noch etwas über eine Stunde zu fahren bevor ich mein Urlaubsdomizil erreiche. Über die Touren, die ich dort gegangen bin, werde ich Euch später berichten. Ich hoffe ich habe Euch ein bisschen Lust auf diese Tour gemacht. Jetzt müsst Ihr nur noch das passende Wetter abwarten und losfahren.

Viel Spaß.

2 Gedanken zu “Großglockner Hochalpenstrasse

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