Ende August hatte ich eine Einladung von einem Geschäftspartner ein Wochenende am Tegernsee zu verbringen. Ich liebe das Tal, aber bin relativ selten dort, weil die Anfahrt am Wochenende sehr zeitraubend ist. Wenn man von München über die Autobahn anfährt steht man am Wochenende gerne mal von der Autobahnabfahrt über die 27 km bis nach Rottach im Stau und braucht allein für dieses Teilstück schon mal ne Stunde. Meine Liebe zum Tal kommt von meiner Zeit an der Hotelfachschule vor 30 Jahren. Das war eine sehr lustige Zeit.

Das Tegernseer Tal: Tal der Millionäre und bayrischer Tradition

Nun wurden wir also am Samstag morgen bei bestem Sommerwetter vor unserem Büro abgeholt und fuhren im Bus nach Süden. Und natürlich quälten wir uns durch den Stau. Aber irgendwann hatten wir es dann doch geschafft und sind zunächst mit der Bergbahn auf den Wallberg. Von dort oben hat man einen traumhaften Ausblick auf das gesamte Tal und die Berge drum herum. An klaren Tagen kann man von hier aus bis nach München sehen.

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Der Wallberg: Hausberg des Tals

Die Bergstation ist nicht direkt auf dem Gipfel. Um da hin zu kommen, muss man noch ca. 20 Minuten laufen. Leider habe ich aber heute keine Zeit dafür, denn zunächst gibt es Mittagessen im Panoramarestaurant. An einem heißen Sommertag wie heute, ist hier natürlich die Hölle los. Das Essen ist lecker, aber der Service macht ein bisschen den Eindruck, dass man dem Ansturm nicht ganz gewachsen ist. Für die Freundlichkeit gibt es aber ein Plus. Nach dem Essen war eine bayrische Olympiade für uns organisiert. Bierkrug stemmen, bayrische Begriffe raten usw. Dabei sein ist Alles. Ein großer Spaß.

Gegen 16 Uhr sind wir dann mit der Bahn wieder ins Tal, wo der Bus wartete und uns in unser Hotel brachte. Rund um den See haben die Hotels lange nichts gemacht. Man war damit zufrieden bayrische Romantik und einfache Unterkünfte zu bieten. erst in den letzten Jahren hat man auch hier gemerkt, dass man so nicht weiter machen kann und es entstehen immer neue Hotels und die bestehenden renovieren. Unser Hotel das Bachmair Weissach ist eines der Traditionshäuser, die renoviert wurden. Und hier hat man einen ganz tollen Job gemacht.

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Hier hat man sehr gekonnt Tradition und Moderne verbunden. Die Zimmer sind modern, aber die Einrichtung macht schon deutlich, wo man sich befindet. Was ich am wenigsten erwartet hätte, ist das Sushi Restaurant. Dieses Resort kann man wirklich nur empfehlen für ein langes Wochenende. Bei schlechtem Wetter kann man sich dann auch im Wellnessbereich verwöhnen lassen.

Meine erste Ballonfahrt

Der Höhepunkt des Wochenendes kam dann aber ab 18 Uhr. Vor dem Hotel warteten 4 Fahrzeuge, die uns Richtung nach Bad Tölz brachten. Auf einer Wiese etwas nördlich von der Stadt hielten wir an. Dies sollte also der Startplatz für meine erste Ballonfahrt werden. Ich war ja ganz schön aufgeregt.

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Ich hatte ja erwartet, dass die Ballons schon auf uns warten, aber dem war dann nicht so und wir durften dabei sein, als sie aufgerichtet wurden. Faszinierend wie schnell das geht. Tja und dann ging’s nach kurzer Zeit auch schon los.

Unsere Gruppe wurde auf drei Ballons verteilt. Ich war in dem, der als letztes startete und hatte so einen tollen Blick auf die zwei, die vor uns starteten. Es ist ein tolles Gefühl, wenn der Boden unter den Füßen immer weiter zurück bleibt. Die Ausblicke sind atemberaubend und man entschleunigt sehr gut dabei. Irgendwann kommt eine Kollegin auf die Idee, den neuen Hit von Andreas Burani zu spielen. „Ich heb ab“. Irgwendwie passt der gerade sehr gut.

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Die Fahrt ist der Wahnsinn und ich kann gar nicht genug kriegen. Allerdings müssen wir uns dann doch mal wieder auf die Landung vorbereiten, da die Sonne bald untergehen wird. Und da wartet dann noch ein ganz besonderes Spektakel auf uns. Während im Westen die Sonne hinter dem Horizont verschwindet, steigt im Osten der große volle Mond über die Berge empor.

Sehr ergreifend und einfach nur wunderschön.

Es ist gar nicht so einfach einen geeigneten Landeplatz zu finden, aber unser Pilot hat das echt Klasse gemacht und brachte uns bei diesem Bauernhof sicher zurück auf festen Boden.

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Dann hieß es erst mal mit Hand anlegen und den Ballon wieder einpacken. Das kann dann auch noch mal zu einem spaßigen Event werden. Ist aber auch ganz schön schweißtreibend bei der hochsommerlichen Hitze.

Gegen 22 Uhr kamen wir dann wieder zurück an den See und im legendären Moschner wartete der Biergarten auf uns. Der Abend war sehr warm und so konnten wir gut noch draußen sitzen. Inzwischen waren wir alle sehr hungrig geworden. In der Bar im ersten Stock hatte ich vor 30 Jahren mal einen super lustigen Abend zum Kehraus (für Nicht-Bayern: das ist der Faschingsdienstag). Der ideale Ort also um so einen wunderschönen Tag ausklingen zu lassen. Allerdings wurde es mir schnell zu laut und zu warm in der kleinen Bar. Bin halt doch keine 20 mehr. 🙂

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Am Sonntag morgen genossen wir dann erst mal das leckere Frühstück auf der Terrasse des Hotels. Direkt daneben plätscherte ein Bach und ich hätte es hier gut noch einen Tag aushalten können. Aber es wartete noch ein Highlight auf uns und so marschierten wir ins Zentrum von Rottach-Egern. Es war nämlich der Tag des Roßmarktes. Bei dieser traditionellen Veranstaltung gibt es einen großen Umzug mit toll geschmückten Pferden, Wagen und echt alpenländischen Blaskapellen. Zunächst aber noch ein kurzer Bummel entlang der malerischen Kulisse.

Und ganz nebenbei beobachteten wir die Aufstellung des Zuges.

pferd mit blumen von hinten

Die Pferde waren alle mit Blumen geschmückt und die Schwänze kunstvoll geflochten. Eine der Blaskapellen hat sich einen sehr originellen Weg gesucht um anzureisen. Gezogen von einem Boot saßen die Herrschaften auf einer Plattform und spielten schon mal einen schmissigen Marsch.

Wir Zuschauer hatten ja noch das Glück, dass wir uns einen schattigen Platz suchen konnten. Die Teilnehmer mussten bei 30° mehrere Kilometer durch die Stadt laufen. Das verdient allerhöchsten Respekt. Hier noch ein paar Bilder.

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Mit vielen tollen Eindrücken fuhren wir dann mittags wieder zurück nach München.

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