Sonnenaufgang hinter dem Koko Head Krater

Sonnenaufgang hinter dem Koko Head Krater

Oahu’s Süden: Luxus in Kahala, Naturerlebnis in der Hanauma Bay

In meinem heutigen Post starten wir wieder in Waikiki und werden mit einer Inselrundfahrt beginnen. Der Diamond Head ist das Wahrzeichen von Honolulu. Der Krater des erloschenen Vulkans bietet eine traumhafte Aussicht über die Wolkenkratzer, die das Stadtbild von Waikiki prägen. Man kann mit dem Auto über eine Mautstraße zum Gipfel fahren und dort wandern. Wer es sportlicher mag, wandert vom Queen Kapiolani Park über eine steile Treppe nach oben. Mit etwas Glück sieht man von hier aus bis nach Moloka’i and Lana’i. Umrundet man den Berg auf Meereshöhe kommt man zunächst in den Villenvorort Kahala. Hier gibt es beeindruckende Häuser zu sehen. Mein Highlight in Kahala ist das gleichnamige Hotel. Ein echtes Luxusresort mit einem mehr oder weniger privaten Strand. In einem Seitengang der Lobby gibt es eine Galerie mit Fotos von Berühmtheiten, die schon hier übernachtet haben. Das Hotel hat auch einen großen Spa, wobei jeder Behandlungsraum eine eigene Suite ist mit großer Badewanne. Wer  möchte kann sich auch in Hütten im Freien behandeln lassen. Die Inselrundfahrt geht weiter gegen den Uhrzeigersinn und schon bald erreicht man die Hanauma Bay.

Hanauma Bay ein Schnorchelparadies

Hanauma Bay

Hanauma Bay, ein Schnorchelparadies

Das ist eine wunderschöne Bucht mit Strand. Allerdings ist diese Bucht auch ein Schutzgebiet und man muss Eintritt zahlen. Dienstags ist der Park geschlossen und es gibt keine Liegen und Schirme. Durch die geschützte Lage, kann man hier nicht surfen, dafür aber umso besser Schnorcheln. Wundert Euch nicht, wenn sich hier auch ein paar Delfine und Schildkröten mit Euch im Wasser tummeln. Aber bitte faßt die Tiere nicht an. Sie stehen unter Schutz und wir wollen ja, dass auch unsere Kinder und Enkel diese Tiere noch bewundern können. Wenn Ihr hier einen Strandtag verbringen wollt, könnt Ihr auch mit dem Bus hierher fahren. Schnorchelausrüstung kann hier gemietet werden. Am Parkeingang findet Ihr auch einen Souvenir- und Snackshop. Und am Strand kann man Locker mieten, in denen Ihr Wertsachen verstauen könnt. Die solltet Ihr aber eh nicht mitbringen.

Sandy Beach auf Oahu

Sandy Beach, Oahu

Koko Head Krater, Zeit sich die Füße zu vertreten

Auf unserer Rundfahrt kommen wir als nächstes zum Koko Head, einem weiteren Krater eines erloschenen Vulkans. Entlang der Straße gibt es immer wieder Aussichtsplätze. Aufgrund des Platzmangels wird es aber manchmal schwierig hier anzuhalten. Am interessantesten ist der Parkplatz am Halona Blowhole. Blowholes sind Löcher in der Lavakruste, durch die je nach Meeresstand Wasser in einer Fontäne an die Oberfläche gedrückt wird. Neben dem Parkplatz kommt Ihr zu einem Strand, den Ihr eventuell schon in einem Film gesehen habt. Der Sandy Beach Park spielt eine gewisse Rolle im Film „Verdammt in alle Ewigkeit“ (Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob jüngere Leute den noch kennen, schließlich ist der schon von 1953). Solltet Ihr Lust haben auf eine kleine Wanderung, könnt Ihr einen Stopp am Makapu’u Point machen. Dazu nehmt Ihr die Abzweigung zum Solar Observatory der University of Hawaii. Hier gibt es zwei Wanderwege. Einer führt Euch an der Küste entlang zurück zum Sandy Beach, der andere eben zum Makapu’u Point, an dem ein Leuchtturm zu sehen ist. Beide Wege sind nicht besonders anstrengend, da keine großen Steigungen zu bewältigen sind. Wenn Ihr dann eure Rundfahrt fortsetzt, kommt Ihr an Sealife Hawaii vorbei. Diese Aquarien sind ja in der letzten Zeit sehr in die Kritik geraten, weil man hier recht große Meerestiere in engen Verhältnissen hält. Ich finde auf Hawaii braucht man sich das nicht anzuschauen. Andererseits setzt sich gerade Sealife hier auch sehr stark für die Erhaltung bedrohter Arten ein. Das sollte jeder für sich entscheiden, ob man das sehen will, oder nicht. Allerdings gibt es auf den Inseln unendlich viele Möglichkeiten zum Schnorcheln und auch am Strand werdet Ihr immer wieder auf Meeresbewohner treffen, die sich neben Euch sonnen. Am Waimanolo Beach vorbei kommt Ihr dann schon bald zu einer der schönsten Buchten, die Hawaii zu bieten hat. Die Kaneohe Bay ist seicht und von vielen Sandbänken durchzogen. Bei schönem Wetter schimmert sie in den verschiedensten Blau- und Grüntönen. Hier findet Ihr optimale Bedingungen für Stand up Paddling und zum Schnorcheln.

Typisch Hawaii: Kultstätten verschiedener Religionen direkt nebeneinander

Wenn Ihr dann weiter Richtung Norden fahrt, kommt Ihr in Auhimanu zum Valley of the Temples Memorial Park. Am Ende des Tals seht Ihr linker Hand eine kleine Kirche mit Friedhof und direkt daneben einen buddhistischen Tempel. Von diesen werdet Ihr auf den Inseln einige finden. Das hat damit zu tun, dass im 19. Jhdt. viele Plantagenarbeiter aus Japan und China nach Hawaii geholt wurden. Schließlich brauchte man ja günstige Arbeitskräfte, die sich um Zuckerrohr und Ananas kümmerten. Ein paar Minuten der Entschleunigung solltet Ihr Euch hier schon gönnen.

Kualoa Ranch, genug zu tun für einen Tag voller Fun

Kualoa Ranch

Auf den Spuren von Jurrasic Park

Nachdem Ihr wieder an der Kaneohe Bucht seid, biegt Ihr links ab Richtung Norden. Am Ende der Bucht kommt Ihr zur Kualoa Ranch. Von der Straße aus seht Ihr zunächst nur ein großes Gebäude mit dem obligatorischen Souvenirshop und Café. Ihr solltet euch aber etwas Zeit nehmen um das Gelände zu erkunden. Die Ranch bietet viele verschiedene Touren an. Ihr könnt hier geführte Touren zu Pferde, auf Quads oder in museumsreifen Bussen machen. Wer etwas Action mag, kann hier zip linen durch den Regendwald. Das Tal, das zur Ranch gehört, kennen die meisten von Euch aus Jurassic Parc. Dieser Film wurde 1992 auf Kauai gedreht, als Hurricane Iniki die Insel verwüstete (Keine Angst, die gibt es auf den Inseln äußerst selten.) Also suchte man nach einer anderen Location, die gut zu erreichen war, aber dennoch die nötige unberührte Natur mit Regenwald bot. Und so ist man im in diesem Tal fündig geworden. Zugegeben die Touren sind nicht wirklich günstig, aber sie sind ihr Geld wert.

Chinaman's Hat Inselchen

Chinaman’s Hat

Mein Highlight: Polynesian Cultural Center

Weiter geht es Richtung Norden und schon bald erreicht Ihr das Polynesian Cultural Center (PCC) Für den Besuch dieses Freilichtmuseums solltet Ihr einen ganzen Tag einplanen, vor allem, wenn Ihr euch ein bisschen für die Kultur der Südsee interessiert. Um einen Kanal herum sind typische Dörfer der Völker Polynesiens angelegt.

Auf dem Gelände gibt es auch eine der original Statuen der Rapa Nui von den Osterinseln zu bewundern. In jedem Dorf werden für das jeweilige Volk typische Tätigkeiten vorgestellt. So könnt Ihr im Dorf der Samoaner lernen, wie man Feuer macht und bei den Hawaiianern lernt Ihr den Hula kennen, aber auch das Spielen auf der Ukulele, oder die Herstellung eines Leis. Im Bild oben seht Ihr Maori, die den Haka tanzen. Auf dem Kanal finden den ganzen Tag über Kanurennen und andere Veranstaltungen statt. Am Nachmittag gibt es dann die große Königsparade, mit der die Adligen zum Luau anreisen.

Wie ich in einem meiner früheren Posts schon erwähnte, gehört der Besuch eines Luau’s zum Pflichtprogramm eines Hawaii-Urlaubs. Im PCC beginnt das Laua mit einer feierlichen Eröffnung durch den König. Da bei diesem Essen mehrere hundert Menschen gleichzeitig verköstigt werden, dürft Ihr hier keine gastronomischen Höhenflüge erwarten, aber ich fand das Essen erstaunlich gut. Statt Poi werden hier Brötchen aus lilafarbenem Taro gereicht, die mir persönlich sehr gut geschmeckt haben. Nach dem Essen geht es dann ins Theater. Anders als bei anderen Luaus werden die Tänze der einzelnen Völker nicht lose aneinander gereiht, sondern man hat diese hier in eine Geschichte eingebettet. Das Leben eines Mannes wird hier erzählt, der im Laufe seines Lebens all die Inseln besucht. Die Show ist wirklich sehr beeindruckend. Ich würde mir das auch bei meinem nächsten Besuch wieder anschauen.

Wenn Ihr kein Auto habt, könnt Ihr auch Touren ab/bis Waikiki buchen. Ein Hinweis noch: Das Center wird von Mormonen geleitet, daher gibt es hier keinen Alkohol. Direkt neben dem Center befindet sich die Brigham-Young-University Hawaii. Die Studenten dort kommen von allen polynesischen Inseln und viele von Ihnen erhalten ein Stipendium, wenn sie im PCC arbeiten. So können sich junge Menschen, die sonst keine Chance auf eine höhere Bildung hätten, akademische Titel erwerben. Mit Eurem Besuch im PCC tut Ihr also etwas Gutes, weil Ihr jungen Menschen eine gute Bildung sichert und andererseits aber auch dafür sorgt, dass die polynesische Kultur für die Nachwelt erhalten bleibt.

Das echte Hawaii am North Shore

Weiter geht die Inselrundfahrt Richtung Norden. Auf Eurer Fahrt werdet Ihr immer wieder an sogenannten Shrimp Trucks vorbei kommen. Diese Trucks sind nichts anderes als Imbisswagen, aber hier gibt es die frischesten und besten Shrimps der Inseln. Die sind auch bei den Einheimischen sehr beliebt und so könnt Ihr ein Picknick an einem der Trucks auch dazu nutzen, echte Hawaiianer kennen zu lernen. Einer der ersten war Giovannisshrimptruck.

Krieger im Garten des Turtle Bay Resorts

Krieger im Garten des Turtle Bay Resorts

Den nächsten Stopp solltet Ihr am North Shore planen. Hier oben gibt es nur ein Hotel, das Turtle Bay Resort. Das Motto des Hotels ist „True Hawaii“ und das stimmt. Weit ab von der Hektik Waikikis taucht Ihr hier ein in eine Oase der Ruhe und des Luxus. Wenn es Euer Budget erlaubt solltet Ihr hier eine der Beach Cottages buchen. Diese befinden sich in mehreren Bungalows auf dem Gelände, immer 6 Suiten in einem Haus. Die Terrassen dieser Zimmer haben direkten Strandzugang. Viel romantischer geht’s dann nicht mehr.

Sonnenaufgang beim Turtle Bay Resort

Sonnenaufgang beim Turtle Bay Resort

Das Hotel bietet eine Vielzahl an sportlichen Aktivitäten von Reiten und Tennis bis hin zu den populären Wassersportarten. In den Wintermonaten ist das North Shore der Treffpunkt der Surfer, wenn an der nahegelegenen Banzai Pipeline die Wellen mit Höhen von bis zu 10 Metern vor der Küste brechen. Das liegt daran, dass im Winter die Passatwinde aus dem Nordwesten wehen und die Wassermassen auf die Insel treffen. Im Meer baden ist dann nicht mehr möglich, aber am Strand sitzen und die Surfer bei Ihren waghalsigen Aktionen zu beobachten ist wirklich spektakulär.

Auf der Weiterfahrt kommt Ihr zum Waimea Valley. Das ist einerseits ein schöner botanischer Garten mit viel exotischen Pflanzen, andererseits aber auch ein für die Ureinwohner heiliger Ort. Durch das Tal führen mehrere Wanderwege, die Euch zu Ruinen von alten Tempelanlagen bringen. Und am Ende des Tals wartet ein beeindruckender Wasserfall auf Euch. Die 16 Dollar Eintritt sind wirklich gut investiert und helfen auch hier ein Stück alter Kultur zu erhalten.

Shop in Haleiwa

Shop in Haleiwa

Ein kleines Stück weiter kommt Ihr nach Haleiwa, einem netten kleinen Städtchen, das bisher vom großen Touristenansturm verschont geblieben ist. Entlang der Hauptstraße gibt es viele Galerien, in denen Ihr Euch besondere Souvenirs kaufen könnt. Einen Besuch wert ist auch der Laden von Matsumoto Shave Ice. Ein Shave Ice zu essen ist auch eines der Must Do’s auf Hawaii. Eiswürfel werden dafür gecrashed, auf einen Becher aufgehäuft und mit bunten Sirups übergossen. Natürlich ist das eine sehr süße Angelegenheit und die Sirups sind vermutlich nicht alle 100% Bio bzw. überhaupt natürlich. Die Farbe des Sirups entspricht nicht unbedingt der Farbe der dazugehörigen Frucht. Immerhin könnt Ihr auf diese Art einen Regenbogen essen. Probiert haben muss man das einmal.

Ich mit lecker Shave Ice

Ich mit lecker Shave Ice

Rund um Haleiwa gibt es sehr schöne Strände, die allerdings nicht immer bewacht sind, oft auch naturbelassen. Aber hier oben habt Ihr gute Chancen, dass Euch beim Sonnenbaden Schildkröten Gesellschaft leisten.

Das bringt mich noch zu einer Bitte: Solltet Ihr am Strand Tiere sehen, bewundert diese, fotografiert sie, aber bitte berührt sie nicht. Wenn Ihr Robben seht und denen zu nahe kommt, kann es sogar gefährlich werden. Also lasst die Tiere in Ruhe, damit auch noch Eure Enkel die Möglichkeit haben diese Tiere zu bewundern. Mahalo nui loa.

Durch’s Inselinnere zurück nach Waikiki

Eine komplette Inselumrundung ist nicht möglich. Kurz hinter Haleiwa endet die Straße beim Dillingham Airfield. Auf diesem ehemaligen Flugplatz könnt Ihr heute Fallschirmspringen. Wer es noch nicht kann, kann es hier lernen. Ich selbst träume ja schon lange davon, habe es aber bis jetzt noch nicht geschafft. Ein Freund von mir hat hier seinen Schein gemacht und sagt, es gibt keinen besseren Platz auf der Welt um sich aus dem Flieger zu stürzen.

Dole Plantation

Dole Plantation

Also fahren wir nun durch das Landesinnere, vorbei an Ananasfeldern mit Blick auf die Berge dahinter. Etwa auf halbem Weg zwischen dem North Shore und Honolulu seht Ihr dann ein Euch sehr gut bekanntes Zeichen. Das ist die Dole Plantation, ja die von den Dosen im Supermarkt. Zunächst gibt es hier natürlich mal wieder einen Souvenirshop, aber auch ein Café und das leckerste Ananas-Eis, das ich je gegessen habe. Aber Ihr könnt auch frische Früchte kaufen. In einem kleinen Zug könnt Ihr eine kommentierte Rundfahrt durch die Felder machen und so viel Interessantes rund um die stachelige Frucht erfahren. Außerdem gibt es hier einen wunderschön angelegten Garten zu sehen. Das Highlight ist aber der angeblich weltgrößte Irrgarten, dessen Mitte die Pflanzung einer riesigen Ananas bildet. Am besten wäre das natürlich aus der Luft zu sehen. Das könnt Ihr haben, indem Ihr Euch einen Heliflug über die Insel bucht. Das kann ich nur empfehlen. Wirklich ein gigantisches Erlebnis.

Leider nähert sich unsere Rundfahrt langsam dem Ende. Auf dem Weg zurück nach Honolulu gibt es noch einen Platz, der erwähnenswert wäre. Die Kukaniloko Birth Stones. Dieser Platz hat laut der Überlieferung besonders viel Energie und so kamen die hawaiianischen Königinnen hierher um ihre Kinder auf die Welt zu bringen. Das sollte den Kindern ein gesundes und langes Leben garantieren.

Pflanze vor blau-weißem Himmel

Liebe Leser, das war sie also unsere Inselrundfahrt. Ich hoffe sie hat Euch gefallen und Ihr habt jetzt richtig Lust bekommen, das alles mal selbst zu erleben. Ihr könnt diese Tour an einem Tag machen, aber wenn Ihr die Insel wirklich erkunden wollt, solltet Ihr Euch 2-3 Tage Zeit nehmen und Euch treiben lassen. Wart Ihr schon mal auf Hawaii und habt noch Tipps für die Leser, die die Insel noch nicht kennen? Dann hinterlasst doch einen Kommentar.

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