Maui Inselrundfahrt Teil 3

Heute will ich Euch von einer meiner Lieblingstouren auf Maui erzählen. Diese Tour lässt sich aber auch auf zwei Tage ausdehnen für noch mehr Genuss. Schließlich erwartet Euch eine der spektakulärsten Küstenstraßen der Welt. Aber nicht nur das. Ich fand die Road to Hana so genial, dass ich sie gleich dreimal gefahren bin. Bevor Ihr losfahrt solltet Ihr Euch aber darüber im Klaren sein, dass hier der Weg das Ziel ist. Natürlich kann es nicht schaden, wenn Ihr Euch informiert, was es zu sehen gibt und vielleicht auch eine Vorauswahl der Stellen trefft, an denen Ihr einen Stopp einlegen wollt. Es erwarten Euch 600 Haarnadelkurven, einspurige Brücken, Bambuswälder, tropischer Regenwald, Wasserfälle und schwarze Lavastrände. Lasst Euch einfach treiben.
Regenwald auf Maui

An der Raod to Hana

Road to Hana, ein Naturerlebnis

Einen ersten Stopp könnt Ihr bei Mile Marker #2 machen. Dort gibt es die berühmten Twin Falls zu sehen. Am Eingang zum Park gibt es einen Stand an dem Ihr frische Smotthies und andere Leckereien kaufen könnt. Beim Garden of Eden Arboretum gibt es neben einem 100 Jahre alten Mangobaum einen kleinen Park zu erkunden. Wenn Ihr ein Picknick einlegen wollt, solltet Ihr einen Stopp am Nahiku Market Place planen. Im Kahanu Garden erwartet Euch einerseits ein tropischer botanischer Garten, aber auch der Pi’ilanihale Heiau, Hawaii’s größte Tempelanlage. Wer sich für die polynesische Kultur interessiert, sollte sich das anschauen. Im Wai’anapanapa State Park gibt es einen schwarzen Strand, tolle Fotomotive und Lavahöhlen. Und dann erreicht Ihr Hana, ein kleines verschlafenes Städtchen.

Hana, ehemalige Hippiekommune im Regenwald

Hier gibt es zwei Resorts, die ich Euch empfehlen kann, wenn Ihr an einem romantischen Ort übernachten wollt. Das Hana Kai Maui bietet einfache Appartements in einer traumhaften Lage direkt am Strand. Eigentlich muss man hier mindestens 2 Nächte buchen, aber gegen Zahlung einer Reinigungsgebühr, kann man in bestimmten Kategorien auch nur eine Nacht buchen.

Und dann gibt es das Travaasa Hana. Dieses Hotel bietet unter anderem riesige Bungalows mit Meerblick., die wirklich spektakulär sind. Es ist der Inbegriff eines romantischen Luxus Resorts und wenn Ihr das Total Travaasa Package bucht, habt Ihr ein All Inklusive Paket, das den Namen auch verdient. Es gibt 5 Themenbereiche unter die Ihr Euren Aufenthalt stellen könnt: Abenteuer, Kulinarik, Kultur, Fitness und Spa & Wellness. Zugegeben; das ist nicht günstig zu haben, aber es ist sein Geld auf alle Fälle wert. Und damit Ihr Euch wirklich erholt gibt es in diesem Hotel keine Radios, Uhren oder Fernseher. Ihr seid ja hier zum Relaxen. Und dazu braucht es auch keine Klimaanlage.

In Hana selbst gibt es nicht wirklich viel zu sehen. Bei Touristen beliebt ist der etwas andere Supermarkt „Hassegawa General Store“. Hier gibt es glaub ich nichts, was es nicht gibt. Und das Ganze auf recht engem Raum angeordnet. Ansonsten ist Hana ein verschlafenes Städtchen im Regenwald. Aber genau das gibt diesem Ort sein so besonderes Flair und ich hoffe, dass es noch sehr lange so bleibt.

Die 7 Wasserfälle des Oheo Gulch

Hinter Hana windet sich die Straße noch ein Stück am Fuß des Haleakala Richtung Süden. Schon bald erreicht Ihr die Wasserfälle des Oheo Gulch. Einer Treppe gleich fließt hier das Wasser über sieben Wasserfälle ins Meer. Bis Juni 2016 waren die einzelnen Becken der Wasserfälle eine beliebte Badedestination. Das frische Wasser von der Flanke des Vulkans war zwar recht kalt, aber es hatte schon was, wenn man durch die Fälle nach oben kletterte. Und die etwas Mutigeren konnten sich hier im Cliff Diving üben. Leider kam es aber wohl in letzter Zeit öfters zu Unfällen wegen Steinschlag und so wurde das Baden in den Pools verboten. Dennoch sollte man sich dieses Naturschauspiel anschauen und zumindest einen Spaziergang planen. Ihr werdet zumindest traumhafte Fotomotive finden.

Eine letzte Attraktion erwartet Euch noch an der Road to Hana. Kurz hinter den Fällen des Oheo Gulch kommt Ihr zu einer kleinen Kapelle. Neben dieser Kapelle ist eine einfache Steinplatte in der Erde. Das ist das Grab von Charles Lindbergh. Für diejenigen unter Euch, die jetzt nicht mehr so genau wissen, warum man diesen Mann kennen sollte; das war der, der als erster über den Atlantik geflogen ist.

Steppe vor Bergen an Maui's Südküste

Kipahulu, Maui

Achtung unwegsames Gelände

Wenn Ihr einen Mietwagen habt, solltet Ihr spätestens hier umkehren und auf demselben Weg zurück fahren, den Ihr gekommen seid. Denn kurz hinter dem Grab von Charles Lindbergh wird die Straße zur Schlagloch-Schotterpiste. Wobei  eine Schotterpiste eher einer Autobahn gleicht, als dem Weg, der Euch hier erwartet. Wir sind die Straße damals gefahren, denn schließlich war sie auf der Karte als Highway eingezeichnet und somit gemäß der Nutzungsbedingungen unseres Vermieters nicht gesperrt. Ich konnte bis heute nicht klären, ob man mit dem Mietwagen hier lang fahren darf oder nicht. Falls Ihr das plant, stellt zumindest sicher, dass Ihr ein geländegängiges Fahrzeug fahrt. Zu sehen gibt es auf dieser Strecke beeindruckende Landschaften. An den Hängen des Haleakala wachsen noch Wälder, die aber schon bald in steppenähnliche Wiesen mit trockenem Gras, einzelnen Bäumen und viel Lavageröll übergehen. Das ist schon sehr beeindruckend.

Irgendwann kommt Ihr dann aber wieder auf eine asphaltierte Straße, den Piilani Highway. Der führt Euch dann durch das Maui Upcountry zum Kula Highway, der Euch dann zurück nach Kahului bringt.

Kulinarische Überraschungen

Hier im Upcountry gibt es noch ein paar kuriose Sehenswürdigkeiten. Wie wäre es mit Wein aus Maui? Maui Wine auf der Ulupalakua Ranch produziert seit 1974 Weine. Wer also auf der Suche nach einem ganz besonderen Souvenir ist, wird hier fündig werden. Bei Eurer Weiterfahrt werdet Ihr dann noch an Lavendelfeldern und einer Ziegenfarm vorbeikommen.

Ihr seht also, dass diese Insel so viel mehr zu bieten hat als schöne Strände und es wirklich sehr schade wäre, wenn Ihr Euch nicht die Zeit nehmt die Schönheit Maui’s zu erkunden.

Wart Ihr schon auf Maui und habt weitere Tipps? Ich freue mich über Eure Kommentare.

Mahalo nui loa.

Maui Inselrundfahrt Teil 2

Heute wollen wir also einen weiteren Teil von Maui erkunden. In diesem Artikel werde ich Euch tolle Strände zeigen, von Meeressäugern berichten und Euch einen Tipp für einen wirklich spektakulären Sonnenaufgang geben.

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Maui Inselrundfahrt Teil 1

Ok, ich muss zugeben, dass es schon etwas her ist, seit ich auf Maui war, aber damals habe ich mir die Insel wirklich sehr genau angeschaut und kann Euch hier doch einiges dazu erzählen.

Maui wird auch die Insel der Täler genannt und besteht eigentlich aus zwei Teilen, die durch ein breites flaches Tal verbunden sind. Der kleinere Nordwestteil, ist der, an dessen Westküste die meisten Hotels der Insel liegen. Zwischen Lahaina und Kapalua sind auch die bekanntesten Strände. Hier kann man auch sehr gut im Meer baden.

großer Baum in Lahaina, Maui

Banyan Tree, Lahaina

Lahaina und Kaanapali, die bekanntesten Badeorte

In Lahaina und Kaanapali reiht sich ein Resort an das andere und diese beiden Orte sind sehr vom Tourismus geprägt. Kihei im Südwesten hat aber in den letzten Jahren gut aufgeholt und vermarktet sich nun als Familiendestination. Hier ist geht es noch etwas bodenständiger zu und die Resorts sind hauptsächlich Appartementanlagen. Die Luxushotels befinden sich an der Nordwestspitze in Kapalua und im Süden in Wailea. Wie überall auf den hawaiianischen Inseln, gibt es auf Maui auch eine Vielzahl an Golfplätzen.

Der größere südöstliche Teil der Insel wird geprägt vom knapp über 3.000m hohen Haleakala, was übersetzt Haus der aufgehenden Sonne bedeutet. Ich erkläre Euch später warum.

Auch Maui lässt sich nicht komplett umrunden. Also muss ich meine Inselrundfahrt wieder in Teilstücke aufteilen. Beginnen werde ich unsere Erkundung in Lahaina. Im 19. Jahrhundert war das die wichtigste Stadt der hawaiianischen Inseln. Hier landeten die ersten weißen Siedler, nämlich Missionare aus  Neuengland, die die heidnischen Ureinwohner vom christlichen Glauben überzeugen wollten. Zu dem Zeitpunkt war Lahaina als Sündenpfuhl verschrien, weil der Hafen hauptsächlich von Walfängerschiffen angelaufen wurde, die sich hier nach Monaten auf See neuen Proviant aufluden und die Seemänner sich austobten. Die Missionare waren jedenfalls geschockt als sie hier ankamen. Vor allem wegen der fast nackten Ureinwohner.

Lahaina, Städtchen mit Geschichte

historische Krankenstation in Lahaian

Seaman’s Hospital, Lahaina

Die Front Street ist noch immer die Hauptstraße der Stadt, die heute aber geprägt wird von Galerien und Restaurants. Auf der dem Meer zugewandten Seite gibt es viele Möglichkeiten bei spektakulären Sonnenuntergängen auf einer Terrasse einen Cocktail und das Abendessen zu genießen. An der Front Street beginnt auch ein historischer Rundgang, der Euch zu den wichtigsten Punkten aus der Vergangenheit führt. Ihr beginnt am besten am Baldwin Home Museum, das in einem der ältesten Häuser der Stadt untergebracht ist. Der Erbauer hieß Dwight Baldwin und war eben einer der ersten Missionare, die hier ankamen.

Hawai 092Weiter geht es durch eine kleine Straße zur Lahaina Public Library. Der Rasen vor der Bibliothek war bis in die 1950er Jahre ein großes Tarofeld. Den nächsten Stopp könnt Ihr am Hauola Stone einlegen. Dieser Stein wurde von den hawaiianischen Priestern als ein Stein mit heilender Wirkung angesehen. Weiter geht es zum ältesten Leuchtturm der Inseln. Das Pioneer Inn ist das älteste Hotel auf Maui und hat schon so illustre Gäste wie Frank Sinatra beherbergt. Der Banyan Tree (siehe Foto oben) bedeckt mit seinen Ästen eine Fläche von über 4.000m² und ist traditionell in jedem hawaiiansichen Dorf der Treffpunkt. Der in Lahaina wurde übrigens 1873 gepflanzt. Gegenüber liegt das Courthouse, hier wurde 1898 zum ersten Mal die amerikanische Flagge auf Hawaii gehisst.

Hawai 091Wenn Ihr wieder auf die Front Street kommt, biegt Ihr rechts ab und kommt schon bald zur Episcopal Church, die 1909 von der gegenüberliegenden Straßenseite hierher versetzt wurde. Am Maluuluolele Park biegt Ihr dann ab in die Shaw Street  und von dort in die Waine’e Street. Dort trefft Ihr auf die älteste aus Stein erbaute Kirche in Hawaii. Im benachbarten Friedhof befindet sich das Grab von Königin Keopuolani, der ersten Königin, die zum christlichen Glauben konvertierte. In der Luakini Street findet Ihr den ältesten buddhistischen Tempel Hawaii’s.

Hawai 095

Von hier geht es dann zur Prison Street. Wie der Name schon sagt, könnt Ihr hier ein altes Gefängnis sehen. Der hawaiiansiche Name des Gebäudes ist Hale Paahao, was wiederum Haus mit Eisengittern bedeutet. Ihr folgt nun wieder der Waine’e Street und biegt dann links in die Hale Street. Dort befindet sich das Hale Aloha (Haus der Liebe), das 1858 in Erinnerung an die fast 6.000 Menschen, die an den Pocken starben, errichtet wurde. Damit endet der Rundgang durch das historische Lahaina.

Hawai 096

Nördlich an Lahaina schließt sich direkt Kaanapali an. Dies ist ein künstlicher Ort, der hauptsächlich aus Hotels besteht. Hier gibt es die wenigen Hochhäuser der Insel. Und den längsten Strand der Insel. Früher durften sich hier nur die Könige und Ihre Familien aufhalten. Besonders erwähnenswert ist hier noch die Mall Whalers Village mit vielen Shops, einem Walfang-Museum und natürlich hawaiianischem Unterhaltungsprogramm. Und für alle, die ein Luau besuchen wollen, gibt es mit dem Royal Lahaina hier eines der besten der Inseln. Kaanapali ist der am besten geeignete Ort auf den hawaiianischen Inseln, wenn Ihr ein paar Tage Strandurlaub plant. Aber es wäre doch sehr schade, wen Ihr den langen Flug auf Euch nehmt, nur um dann am Strand zu liegen. Daher fahren wir mit unserer Besichtigungstour fort.

Wer es etwas ruhiger mag, aber dennoch nicht ganz auf den Strand verzichten möchte ist an der Napili Bay genau richtig. An der kleinen Bucht liegen nur zwei Hotels. Im Napili Kai Beach Resort ist das Sea House Restaurant direkt am Strand. Hier kann man nicht nur gut essen, sondern auch tolle Ausblicke auf das benachbarte Lanai genießen. Einfach ein Traum.

historisches Schulhaus am Strand

DT Fleming Beach Park

Kapalua ist die Heimat von sehr exklusiven Hotels und bietet mit dem DT Fleming Beach Park einen schönen Strand, der nicht so überlaufen ist. Und hier gibt es das Schulhaus, in dem der Unterricht wohl wirklich eine Qual war. So direkt am Strand ruhig sitzen und dem Lehrer zu hören? Ich weiß nicht, ob das bei mir funktioniert hätte.

rote Felsenklippe

An der Nordküste Maui’s

Kurz hinter Kapalua wird die Straße dann einspurig und hier sollten wirklich nur Abenteurer weiter fahren. Wer sich traut, wird mit tollen Aussichten auf Molokai belohnt. Die Straße schlängelt sich kurvenreich durch die Klippen. Rechts geht es steil den Berg hoch und links genauso steil Richtung Ozean. Bei Gegenverkehr muss man dann auch schon mal ein Stück rückwärts fahren bis man zu einer Ausweichbucht kommt. Hier ist der Weg das Ziel. Und der ist nichts für schwache Nerven. An der nördlichsten Ecke der Insel gibt es dann noch das Nakalele Blowhole. Ab hier ist die straße zwar immer noch sehr eng, aber entlang der Ostküste führt sie dann mehr durch eine sanfte Hügellandschaft und Ihr könnt ein sehr ursprüngliches Maui entdecken. Das Ende dieses Teils der Rundfahrt ist dann Kahului, die Verwaltungshauptstadt der Insel.

In Kahului liegt auch der Flughafen. Ansonsten gibt es in der mit 26.000 Einwohnern für hawaiianische Verhältnisse große Stadt nicht viel zu sehen. Beim Flughafen sind ein paar Einkaufszentren mit Supermärkten. Das ist dann interessant für Euch, wenn ich Euch ein Appartement gemietet habt und Euch selbst versorgen wollt.

Hier endet der erste Teil meiner Inselrundfahrt. Ich hoffe es hat Euch gefallen.

Wie immer würde ich mich über Kommentare von Euch freuen. Und wenn Ihr Fragen habt zu Hawaii, fragt mich.

Kauai Inselrundfahrt Teil I

Heute wollen wir eine andere Insel erkunden.

bunte deck chairs auf einem rasen

Deck Chairs im Garten von Smith’s Family Luau, Kauai

Kauai hat den Beinamen die Garteninsel und das zu Recht. Da die Berge auf dieser Insel nicht so hoch sind, kann sich der Regen besser verteilen. Und es regnet hier auch ein bisschen mehr als auf den anderen Inseln. Aber keine Angst, Dauerregen ist auch hier selten ein Thema. Allerdings ist die Region um den höchsten Gipfel Wai’ale’ale eine der regenreichsten der Welt. Weiterlesen

Oahu – Inselrundfahrt

Sonnenaufgang hinter dem Koko Head Krater

Sonnenaufgang hinter dem Koko Head Krater

Oahu’s Süden: Luxus in Kahala, Naturerlebnis in der Hanauma Bay

In meinem heutigen Post starten wir wieder in Waikiki und werden mit einer Inselrundfahrt beginnen. Der Diamond Head ist das Wahrzeichen von Honolulu. Der Krater des erloschenen Vulkans bietet eine traumhafte Aussicht über die Wolkenkratzer, die das Stadtbild von Waikiki prägen. Man kann mit dem Auto über eine Mautstraße zum Gipfel fahren und dort wandern. Wer es sportlicher mag, wandert vom Queen Kapiolani Park über eine steile Treppe nach oben. Mit etwas Glück sieht man von hier aus bis nach Moloka’i and Lana’i. Umrundet man den Berg auf Meereshöhe kommt man zunächst in den Villenvorort Kahala. Hier gibt es beeindruckende Häuser zu sehen. Mein Highlight in Kahala ist das gleichnamige Hotel. Ein echtes Luxusresort mit einem mehr oder weniger privaten Strand. In einem Seitengang der Lobby gibt es eine Galerie mit Fotos von Berühmtheiten, die schon hier übernachtet haben. Das Hotel hat auch einen großen Spa, wobei jeder Behandlungsraum eine eigene Suite ist mit großer Badewanne. Wer  möchte kann sich auch in Hütten im Freien behandeln lassen. Die Inselrundfahrt geht weiter gegen den Uhrzeigersinn und schon bald erreicht man die Hanauma Bay.

Hanauma Bay ein Schnorchelparadies

Hanauma Bay

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Hawaii-Allgemeine Hinweise

Place of refuge auf Hawaii the big island

Place of refuge, Big Island

Bevor ich die einzelnen Inseln im Detail vorstelle, noch ein paar generelle Hinweise.

Ihr solltet die lange Anreise nicht auf Euch nehmen, um dann nur eine Insel zu besuchen. Das wäre sehr schade. Jede Insel ist anders und fasziniert mit anderen Sehenswürdigkeiten. Ein bisschen helfen die englischen Beinamen, die die Inseln bekommen haben. Oahu heißt „The Gathering Place“ – also Treffpunkt, Kaua’i „The Garden Isle“ – Die Garteninsel, Maui „The Valley Isle“ -die Insel der Täler, Hawaii „The Big Island” – einfch nur groß, Molokai “The Friendly Isle” – die freundliche Insel, Lanai “The Pineapple Isle” – die Ananasinsel und dann gibt es noch Ni’ihau “The Forbidden Island” – die verbotene Insel und Kaho‘olawe „The Target Isle“. Ni’ihau ist in Privatbesitz. Die ehemalige Plantage kann man nur auf Einladung der Besitzer besuchen. Die Plantage ist aufgegeben und heute schottet man sich hauptsächlich deswegen ab, weil man hier auf dieser Insel das ursprüngliche Hawaii mit seiner polynesischen Kultur bewahren will. Kaho`olawe ist deswegen die Target Isle, weil diese Insel lange Zeit von der Air Force als Zielscheibe für den Abwurf von Bomben genutzt wurde. Seit 1950 ist die Insel unbewohnt und befindet sich heute wieder in Privatbesitz. Auch diese Insel darf man nur mit Einladung betreten. Viel zu sehen gibt es hier eh nicht. Die Insel ist sehr trocken, das sie im Windschatten des Haleakala auf Maui liegt und es nur sehr wenig regnet.

Wale vor Maui

Wale vor Maui

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Hawaii – Anreise und Informationen

Blick auf den Diamond Head

Blick auf den Diamond Head

Mein Tipp ist, eine Hawaii-Reise auf Oahu zu beginnen. Zum einen gibt es hier eine Flugverbindung mit der Star Alliance (Lufthansa, United Airlines), bei der Ihr morgens von Frankfurt nach Los Angeles oder San Francisco fliegen könnt und dann am selben Tag noch weiter nach Honolulu, wo Ihr am frühen Abend ankommt. So ist der Jetlag am leichtesten zu überwinden. Die Hotels auf Hawaii sind darauf eingestellt, dass ihre Gäste zu den unmöglichsten Zeiten landen und wieder abfliegen, aber für die Ankunft würde ich das entsprechende Hotel schon über eine späte Ankunftszeit informieren. Das garantiert, dass Euer Zimmer gehalten wird. Am besten gebt Ihr bei der Hotelbuchung Eure Flugnummer, mit der Ihr in Honolulu landet mit an.

Blic auf den Punchbowl Krater und den Flughafen

Blick auf den Punchbowl Krater und den Flughafen

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Hawaii – Kulinarisches

Sonnenaufgang am North Shore

Sonnenaufgang am North Shore, Oahu

Die Nahrung der Ureinwohner ist ein weiterer Beweis, dass sie aus dem polynesischen Raum kamen. Auf den Inseln gab es nicht viel Essbares. Abgeschnitten von der Welt hatte sich hier eine Flora und Fauna entwickelt, in der der Mensch nicht vorkam und so musste die Evolution hier auch nichts schaffen, was große Lebewesen ernährte. Da die Seefahrer nicht wussten was sie erwartet, brachten sie Schweine, Bananen, Kokosnüsse und andere Pflanzen und Tiere mit. Das wichtigste Grundnahrungsmittel war Taro, auch als Wasserbrotwurzel bekannt.

Taropflanze

Taropflanze

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Hawaii Kultur Fortsetzung

Hawai 010

Im polynesischen Hawai’i muss das Leben etwas paradiesisches gehabt haben. Ok, wahrscheinlich nur wenn man der richtigen Klasse angehört hat, aber richtigen Stress kannte man wohl auch nicht. Im Folgenden will ich ein paar kulturelle Aspekte erläutern, die man heutzutage als Tourist in vielen Hotels vorgeführt bekommt, aber den wahren Hintergrund vielleicht nicht immer kennt.

 Lei:

Wie die meisten Traditionen haben die ersten Siedler von den anderen polynesischen Inseln diese Tradition mit hierher gebracht. Diese Kränze werden nicht immer aus Blumen gemacht, sondern auch aus Muscheln, Nüssen, Blättern, Federn, teilweise sogar aus Tierknochen und Zähnen. Jemandem einen Lei zu schenken ist Ausdruck von Ehre, Respekt und ganz viel Aloha. Ein Lei soll übrigens nie den Nacken berühren, sondern nur die Schultern.

Die Blätter des Maile Strauchs wurden für Leis genutzt, die den Adligen vorbehalten waren. Diese endemische Pflanze steht in Verbindung mit Laka, der Göttin des Hula. Im Gegensatz zu den anderen Leis sind diese Leis unten offen und bilden keinen kompletten Kranz. Früher wurden solche Maile Leis als Friedenszeichen zwischen Häuptlingen ausgetauscht. Heute werden diese Leis für besondere Anlässe wie Hochzeiten genutzt.

Besonders schön finde ich die Leis aus Kokui Nüssen. Dieser Baum war den alten Hawaiianern heilig, da das Öl der Früchte für Lampen genutzt werden konnte und so ein wichtiger Teil des täglichen Lebens war. Die Orchideen, die heute für die meisten Leis verwendet werden, kommen zu einem Großteil von den großen Plantagen, die sich hauptsächlich auf Big Island zwischen Hilo und dem Volcanoes Nationalpark finden. Einige davon kann man sogar besichtigen. Viele Hotels bieten als Animationsprogramm einen Kurs an, bei dem man das Herstellen eines Leis lernen kann. Solltet Ihr daran teilnehmen, vergesst also nicht auch ganz viel Aloha mit einzuweben. Denn Liebe und Respekt gibt es auf dieser Welt ja nicht unbedingt im Überfluss.

Digital StillCamera

Digital StillCamera

Hula:

Wie ich ja schon erwähnt habe, wurde der Hula den Hawaiianern vom Gott Lono auf Molokai’i übergeben. In frühen Zeiten war dieser Ausdruckstanz den Männern vorbehalten. Erst mit dem Einzug der Europäer, und hier vor allem den amerikanischen Soldaten, wurde der Hula auch von Frauen getanzt.

In einer Kultur, in der es keine Schrift gibt, müssen andere Wege gefunden werden Traditionen und Legenden weiter gegeben zu werden. Der Hula ist eine Form. Jede Bewegung steht für ein Wort und so können eingeweihte Tänzer mit ihren Tänzen eben Geschichten aus längst vergessenen Tagen wieder aufleben lassen. Oft auch von Gesang begleitet. Touristen erklärt man das gerne mit dem „Hukilau“, einem Lied, in dem beschrieben wird wie die alten Polynesier im Meer oder aber in einem der Fishponds mit Netzen Fische gefangen haben. Dieses Lied wird auch in den meisten Hula-Kursen der Hotels dazu genutzt den Touristen den Hula bei zu bringen. Heute unterscheidet man zwischen dem traditionellen Hula, der sich sehr streng an alte Regeln und Gesetze hält und dem modernen Hula, der mehr Freiheiten genießt und nicht mehr unbedingt nur dem Geschichten erzählen dient. Auch wenn die meisten Hula Shows, die man als Tourist zu sehen bekommt, nicht viel mit dem Original zu tun haben, so finde ich die doch immer wieder sehr schön. Meistens tragen die Tänzer/innen farbenfrohe Gewänder, die Musik ist sehr besänftigend und die Bewegungen strahlen eine Anmut aus, wie ich sie noch selten gesehen habe. Jedes Jahr in der Osterwoche findet in Hilo auf Hawai’i, the Big Island der weltgrößte Wettbewerb für Hula Tänzer statt. Wer dabei sein möchte, muss aber sein Hotel schon mindestens ein Jahr im Voraus reservieren, oder aber morgens von Kona nach Hilo fahren und abends wieder zurück, was aber ganz schön anstrengend ist. Aber auch beim Aloha Festival in Honolulu im September kann man „echten Hula“ sehen.

Ukulele:

Die Ukulele gilt als urhawaiianisches  Instrument. Kaum einer weiß aber, dass diese „kleine Gitarre“ von portugiesischen Plantagenarbeitern auf die Inseln gebracht wurde. Die Hawaiianer haben sie aber schnell für sich entdeckt und in ihrer Musik eingesetzt. Meiner Meinung nach sogar sehr gut. Hawaiianische Musik mag jetzt nicht jedermanns Sache sein, aber ich finde sie sehr toll und besitze auch ne Sammlung an CD’s. Im Sommer auf dem Balkon mit einem Mai Tai in der Hand bringt mich diese Musik immer wieder sofort in mein Paradies.

Wenn wir schon bei der hawaiianischen Musik sind, dann muss ich noch etwas erwähnen, was hawaiianisch ist. Slack Key: Dabei werden die Saiten der Gitarre so lange gelockert, bis alle in einem einzigen Akkord klingen, oder so ähnlich. Ich kann leider nicht Gitarre spielen, daher könnte das jetzt auch nicht so ganz korrekt sein. Aber vielleicht kann ja einer von Euch das besser erklären?

Talk Story:

Eine der Lieblingsbeschäftigungen der Hawaiianer. Was macht man abends am Lagerfeuer, wenn man keinen Fernseher und erst recht kein WLAN hat? Manche von Euch werden sich das nur schwer vorstellen können, aber so lange liegt das nun auch noch nicht zurück. Die alten Polynesier erzählten sich Geschichten und Legenden. Auch hier gilt wieder, ein Volk, das keine Schrift kennt, muss andere Wege finden seine Vergangenheit weiterleben zu lassen. Ein offizielles Treffen beginnt traditionell mit einem besonderen Song, der die Ahnen 1. um ihre Anwesenheit und 2. gleichzeitig um deren Schutz bittet. Ich durfte dieses Lied schon ein paar Mal hören und jedes Mal bekam ich Gänsehaut und hatte wirklich das Gefühl, dass der Raum sich mit einem speziellen Geist füllt.

Die hawaiianischen Geschichten sind sehr bildhaft und handeln natürlich oft von Tapferkeit und Liebe.

Hawaii – Kultur

Die polynesische Kultur der hawaiianischen Ureinwohner hat mich vom ersten Augenblick an fasziniert und gefangen genommen. Sie ist so anders als unsere europäischen Wurzeln, hat aber doch auch wieder viele Gemeinsamkeiten mit den Kulturen unserer vor-römischen Geschichte. Sie basiert auf dem Versuch im Einklang mit der Natur zu leben und könnte uns heute wieder vieles lehren, da die Klima-Erwärmung und ihre Folgen in aller Munde sind.

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Für den nun folgenden Bericht habe ich fleißig im Internet recherchiert und bin vor allem bei Wikipedia fündig geworden. Mein Ziel ist es hier eine Übersicht in meinen eigenen Worten zu geben und dabei aber auf gesicherte Wahrheiten zurückzugreifen. Wenn man die Kultur Hawaiis näher betrachtet, stellt man sehr schnell fest, dass es viele Gemeinsamkeiten mit den anderen polynesischen Inseln gibt, was als Beweis dafür gilt, dass die Ureinwohner eben aus dieser Region stammen müssen.

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Religion:

Wie an anderer Stelle bereits erwähnt, kannten die Hawaiianer keine Schrift. Es gibt auf den Inseln an vielen Stellen Orte mit Petroglyphen, aber das meiste was man weiß, wurde mündlich überliefert. So ist es dann auch nicht verwunderlich, dass eine der beliebtesten Zeitvertreibe der Hawaiianer das „Talk Story“ ist. Man sitzt gemütlich beisammen und erzählt sich Geschichten und Legenden aus der Vergangenheit. Einige dieser Legenden werde ich später noch niederschreiben. Ich finde die nämlich sehr bildhaft und poetisch.

Aber zunächst einmal eine Beschreibung der verschiedenen Götter, denen die Hawaiianer huldigten.

Es gibt vier männliche Hauptgötter. Zunächst einmal Lono, ein Fruchtbarkeitsgott, der auch für die Musik zuständig war. Ihm zu Ehren wurde jedes Jahr das Makahiki Fest gefeiert. Während diesem Fest betrat Captain Cook zum ersten Mal hawaiianischen Boden. Der Legende nach stieg Lono über einen Regenbogen zur Erde herab, um dann Laka zu ehelichen. Eine weitere Legende besagt, dass er den Hawaiianern auf der Insel Moloka’i den Hula schenkte. Ku war der Mann der Göttin Hina. Als Paar vereinigten diese beiden einen Gegensatz in sich. Er war der einzige Gott, dem auch Menschenopfer dargebracht wurden. Kane (was im hawaiianischen auch das Wort für Mann ist) war der Schöpfer von Himmel und Erde. Er besaß eine Muschelschale, die zu einem Boot wurde, sobald er sie auf’s Wasser setzte. Kanaloa ist der Gott des Meeres.

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EIn Banyan Tree, traditioneller Treffpunkt der Hawaiianer

Die vier weiblichen Göttinnen sind zum einen Hina, die Frau von Ku, die sowas wie die Ur-Mutter ist. Sie verkörpert alle Eigenschaften der Frau. Laka , die Frau von Lono, steht für Schönheit und Tanz und somit für das Sinnliche in unserem Leben. Pele wird heute als die wichtigste Göttin auf den Inseln geführt. Sie ist die Göttin des Feuers und der Vulkane. Eigentlich ist sie ja ganz lieb, aber wenn man sie ärgert, lässt sie die Erde beben und Vulkane Feuer spucken. Der Legende nach lebte sie auf dem Haleakala auf Maui, wurde dann aber von dort vertrieben und lebt nun auf dem Mauna Loa auf Big Island. Irgendjemand muss sie ziemlich verärgert haben, denn Sie spuckt nun schon seit 1983 ununterbrochen Feuer am Kilauea. Sie ist die Tochter von Hina. Und dann gibt es da noch die böse Kapo, eine Schwester von Pele. Diese gefürchtete Hexe fängt Männer und ist nicht gerade nett zu Ihnen.

Ein wichtiger Bestandteil des Glaubens ist das Mana. Es bezeichnet zunächst einmal Macht, steht aber auch für eine starke Energie, die Kraft und Selbstvertrauen gibt. Dieses Mana erhält man von Gegenständen aber auch von den eigenen Vorfahren. Eine Legende besagt, dass ein Körper, je größer er ist auch umso mehr Mana aufnehmen kann. Daher galt es als sinnvoll sehr dick zu sein. Da auch der Schatten eines Menschen diese Energie aufnehmen kann, wurde ein Kapu (Tabu) erlassen, das den einfachen Menschen verbat, auf den Schatten eines Ali’i (Adligen) zu treten. Wer dies nicht berücksichtigte, musste damit rechnen zum Tode verurteilt zu werden.

Das Wort Kapu hat es ja bis in unsere Sprache geschafft. Es bezeichnet ein sehr striktes Verbot. Kapu’s wurden von den Königen ausgesprochen und konnten nur von ihnen auch wieder aufgehoben werden. Eines dieser Verbote untersagte zum Beispiel Frauen und Männern gemeinsame Mahlzeiten. Außer man war mit dem Kanu auf hoher See unterwegs. Außerdem durften Frauen bestimmte Dinge wie Schwein, Schildkröte, Bananen oder Kokosnüsse nicht essen. Wer ein Tabu gebrochen hatte, bekam aber oft noch eine zweite Chance.

Auf Big Island gibt es den Pu’uhonua O Honaunau Historical ParkHawai 122

Dort ist eine alte hawaiianische Tempelanlage und Siedlung originalgetreu aufgebaut worden. Verurteilte Tabubrecher wurden auf der, der Anlage gegenüberliegenden Seite der Bucht ausgesetzt und konnten sich „frei schwimmen“. Dabei wurden sie von Kriegern verfolgt, die besonders gut schwimmen konnten. Wer lebend auf der anderen Seite der Bucht ankam, wurde begnadigt. Ich bin bestimmt kein Esoteriker, aber als ich das erste Mal frühmorgens an diesen „Place of Refuge“ kam, spürte ich eine besondere spirituelle Kraft, die von diesem Platz ausging. Hier fließt sehr viel Mana. Nachts trifft man hier angeblich immer wieder auf die „Night Marchers“. Das sind die Geister verstorbener Krieger, die nachts an besonderen Plätzen marschieren. Der Legende nach sind diese Geister harmlos, aber man sollte sich ihnen keinesfalls in den Weg stellen. Eine Bekannte von mir, die einen hohen Anteil hawaiianischen Blutes in sich trägt, hat mir versichert, dass sie diese Gesellen schon mal gesehen hat. Ich bin nicht wirklich erpicht darauf sie zu sehen.